Tagesarchiv für 2. Oktober 2020

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Guillaume Musso: Die junge Frau und die Nacht

Freitag, den 2. Oktober 2020

Klassentreffen sind ja längst nicht für alle Menschen eine schöne Sache. Es gibt immer einige, die lieber fern bleiben.
Thomas bekommt von seinem besten Freund Maxime eine Einladung zum Schuljubiläum. Eine große Feier ist geplant, und da wollen sich alle treffen. Thomas lebt in New York, ist Schriftsteller und hat dort ein ganz gutes Leben.
Nun kehrt er zurück in seine Heimat, nach Frankreich. Und er hat kein gutes Gefühl. Denn seine Vergangenheit hat einen gewaltigen Schatten. Es werden Erinnerungen wach an Vinca, seine Jugendliebe, die vor 25 Jahren verschwunden war. Angeblich hatte ein Lehrer was damit zu tun, und mit ihm wäre sie abgehauen.
Das aber kann nicht stimmen, wissen Thomas und Maxime. Sie wissen, dass dieser Lehrer starb, und sie wissen auch, wo die Leiche ist. Und sie ahnen, dass ihr Geheimnis bald ans Licht kommt.

“Die junge Frau und die Nacht” heißt der Roman von Guillaume Musso, der damit erstmals eine Geschichte geschrieben hat, die nicht in New York spielt. Es ist diesmal auch keine verwobene Liebesgeschichte, sondern durchaus ein Krimi. Richtig gelungen ist ihm der aber nicht.
Die Geschichte ist über weite Strecken seltsam zäh, oft werden in den Kapiteln viele Worte für wenig Handlung benutzt. Zwar gibt es zum Ende hin noch einige Wendungen, aber Guillaume Musso hat in der Vergangenheit schon sehr viel bessere und spannendere Storys erzählt.

Guillaume Musso: Die junge Frau und die Nacht
Pendo, 432 Seiten
5/10

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phoenix vor Ort: US-Wahl 2020 – Erstes TV-Duell zwischen Trump und Biden

Freitag, den 2. Oktober 2020
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DI 29.09.2020 | 2.45 Uhr (Mi.) | phoenix

Joe Biden will US-Präsident werden. Donald Trump will US-Präsident bleiben, und in gut fünf Wochen werden wissen, wie das Wahlergebnis aussieht. Bis dahin treffen Trump und Biden noch in mehreren TV-Duellen aufeinander.
Das erste übertrug phoenix in der Nacht zu Mittwoch live.

Und bei phoenix dachten die tatsächlich, es würde ausreichen, wenn sie zwei Dolmetscher einsetzen. Eine Frau für Trump und einen Mann für Biden und den Moderator des TV-Duells.
Die gut 100 Minuten wurden zu einer Schwerstarbeit für die beiden Dolmetscher – und für den Moderator erst recht. Denn Trump und Biden lieferten sich eine Redeschlacht, die sich gewaschen hat. Vom Niveau her war allerdings nur noch wenig Platz nach unten vom “Sommerhaus der Stars”. Trump blökte dazwischen, wenn ihm was nicht passte, er quakte bei Biden dazwischen, aber auch bei Moderator Chris Wallace, der es nicht schaffte, die Diskussion irgendwie zu leiten, weil Donald Trump nicht zu dulden vermag, wenn jemand anderes redet.

Trump war voll auf Konfrontation, immer wieder und von Anfang an. Und wieder – das wiesen ihm Analysten später nach – waren viele Lügen dabei. Das Problem: Bei den Trump-Fans wird diese Konfrontation sehr gut ankommen, ob Fakten oder Lügen im Raum standen, interessiert die nicht. Das zweite Problem: Biden. Dass die Demokraten in den USA wirklich niemanden gefunden haben, der Trump echtes Kontra geben kann und eine wirkliche und klare und zukunftsweisende Alternative bieten kann, ist wirklich peinlich. Wenn Trump gewinnen sollte, dann muss man auch den Demokraten sagen: Ihr habt versagt.

Moderator Chris Wallace sagte übrigens danach: “Ich bin ein Profi. So etwas habe ich noch nie durchgemacht. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass es so aus dem Ruder laufen würde.”
Na dann viel Spaß beim zweiten Duell.

-> Das TV-Duell in der ARD-Mediathek (bis 30. September 2025)

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