Tagesarchiv für 24. September 2020

ORA aktuell

Lkw-Fahrer muss nach tödlichem Radler-Unfall ins Gefängnis

Donnerstag, den 24. September 2020
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Ein Jahr und sechs Monate Gefängnis und weitere drei Jahre Fahrverbot. So lautet das Urteil vor dem Oranienurger Schöffengericht für einen 33-Jährigen aus Polen. Er hat im April 2018 beim Abbiegen in die André-Pican-Straße eine Radfahrerin übersehen und bis zur Bahnbrücke mitgeschleift – die Frau war sofort tot.

Der Angeklagte hatte die Tat gestanden und sich für schuldig erklärt. Nach Angaben der Polizei hatte er zwar keinen Alkohol getrunken, er stand aber unter Drogen. Zudem sagte ein Polizist aus, dass er den Lkw erst stoppen musste, sonst wäre er wohl weitergefahren.
Nach der Urteilsverkündung brach der Mann zusammen und flehte um Gnade. Sein Anwalt geht gegen die Gefäängnisstrafe in Berufung.

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RT liest

Tobias Schlegl: Schockraum

Donnerstag, den 24. September 2020

Tobias Schlegl begann seine Karriere bei VIVA. Da war er Kult, und nicht nur, weil er öfter von Oliver Kalkofe durch den Kakao gezogen worden war. Später moderierte er die NDR-Satiresendung “extra 3”, dann das ZDF-Kulturmagazin “aspekte”.
2016 zog er den Stecker. Raus aus der Medienbranche. Was Neues machen.
Er begann eine dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter.
Eigentlich war nicht geplant, dass er diese Ausbildung und seinen neuen Beruf medial in irgendeiner Art und Weise ausschlachten will. Aber es kam anders. Weil er das Erlebte verarbeiten wollte und musste. Er begann ein Buch zu schreiben – und das ist nun da.

Kim war erfolgreicher Werbetexter, als er beschloss, den Job an den Nagel zu hängen. Seitdem ist er Notfallsanitäter. Doch der Stress zermürbt ihn. Die Schichten sind lang und anstrengend. Die Notfälle fordern ihn körperlich und psychisch. Nachtschichten. Überstunden. Kollegen, die einen fordern.
Er beginnt, Fehler zu machen. Er hat für nichts mehr Zeit und kann sich zu nichts mehr aufraffen. Bald verlässt ihn seine Freundin. Als sein bester Freund Benny ihn zu einer Reise ans Meer mitnimmt, könnte es ein Wendepunkt sein. Aber es wird schlimmer.

“Schockraum” heißt der Roman, den Tobias Schlegl auch seinen Kolleginnen und Kollegen widmet. Er schildert anhand von Kim, wie zermürbend die Arbeit in der Rettungsbranche ist.
Da geht es um die Überlastung der Leute, die dort arbeiten. Wenig Freizeit, wenig Geld. Dazu die Menschen, die teilweise aus nichtigen Gründen den Rettungswagen rufen. Und natürlich die Fälle, die aufs Gemüt schlagen.
Tobias Schlegl zeigt in seinem Roman das ganze Spektrum dessen, was Leute offenbar in diesem Beruf erleben, und er beschreibt auf eindringliche Art, wie der junge Mann immer tiefer rutscht in einen Strudel aus Schlaflosigkeit und Depressionen. Wer wissen möchte, unter welchen schwierigen Bedingungen die Retter arbeiten und drohen, selbst Retter zu brauchen, der sollte “Schockraum” unbedingt lesen. Und Entscheider sollten das erst recht.

Tobias Schlegl: Schockraum
Piper, 287 Seiten
9/10

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RTZapper

Die richtigen Fragen: Friedrich Merz

Donnerstag, den 24. September 2020
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SO 20.09.2020 | 21.45 Uhr | Bild

Friedrich Merz hat es wirklich nicht einfach. Ständig wird er missverstanden. Ständig legt man ihm Worte und Gedanken in den Mund, die er so nie gesagt habe. Immer wieder stellen bösartige Menschen Zusammenhänge her, die er nie gezogen hat. Es nicht nicht leicht, Friedrich Merz zu sein.
Aber natürlich ist es auch nicht so leicht, sich so auszudrücken, dass man nicht missverstanden wird. Und vielleicht kann man ja auch einfach mal kurz nachdenken, bevor man was sagt. Es sei denn, man meint etwas genauso, wie man es sagt.

Am Sonntagabend war Merz – er will ja immer noch Bundeskanzler werden – zu Gast in der Talkshow “Die richtigen Fragen” von Bild.
Vermutlich in Bezug auf Jens Spahn wollte Moderator Kai Wiese von Merz wissen, ob er Vorbehalte hätte, wenn ein Schwuler Bundeskanzler werden würde. Antwort von Merz: „Die sexuelle Orientierung geht die Öffentlichkeit nichts an. Solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und solange es nicht Kinder betrifft – an der Stelle ist für mich allerdings eine absolute Grenze erreicht – ist das kein Thema für die öffentliche Diskussion.“
Er sprach das quasi ohne Punkt und Komma.

Das zweite, was Friedrich Merz zur Homosexualität also einfällt ist, dass sie sich ja eventuell an Kinder ranmachen könnten. Nicht nur, dass Merz eine sexuelle Orientierung mit einer krankhaften Störung gleichsetzt – dass er Schwule und Kinderschänder quasi in einem Atemzug erwähnt, ist atemberaubend.
Dass er sich danach darüber aufregt, dass man da was reininterpretiere, was nicht da sei, ist bemerkenswert. Denn er hat das so klar gesagt, dass es da gar nichts zu interpretieren gibt.

Am Anfang der Sendung sagt Friedrich Merz, dass er sich für die Zukunft halte. Dabei klingt dieser Mann eher wie ziemlich neblige Vergangenheit.

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RTelenovela

Besuch? Ist nicht vorgesehen!

Donnerstag, den 24. September 2020
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Kleiner Tipp für Besucher des Sommerfelder Wohnparks: Komme mit dem Bus. Oder mit dem Rad. Oder mit dem Flugzeug. Komme aber keineswegs mit dem Auto. Besucher, die mit dem Auto kommen, sind im Sommerfelder Wohnpark schlicht nicht vorgesehen.
Schon an der Einfahrt in diesen Bereich warnt ein Schild, dass man doch bitte nicht auf Grünflächen parken solle. Und auch nicht hier und bloß nicht dort. Man könnte auch zusammenfassend sagen: Parkt am besten gar nicht.

Ich hatte in dieser Woche einen Termin in der Lindenallee, und ich hatte mein Auto – mangels Parkfläche – auf dem Gehweg abstellt. Natürlich mit schlechtem Gewissen (ein bisschen). Sogleich wurde ich darauf hingewiesen, dass bestimmt gleich das Ordnungsamt komme und mein Auto mit einem Knöllchen versehen werde.
Ich durfte dann in die Einfahrt und mein Auto dort parken.

Ich weiß, Wohnraum ist teuer, aber muss man wirklich alles so eng planen, dass Besucher außen vor bleiben? Dass Straßen so schmal sind, dass man nirgendwo eine Chance hat, zu parken? Oder wenigstens am Rand des Parks für entsprechende Flächen zu sorgen?

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ORA aktuell

Motorradfahrer stirbt im Oranienburger Gewerbegebiet Süd

Donnerstag, den 24. September 2020
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Schwerer Unfall im Oranienburger Gewerbepark Süd. An der Kreuzung Flugpionierstraße/Rewestraße stießen am Mittwochnachmittag ein Lkw und ein Motorrad zusammen. Der 36-jährige Motorradfahrer kam dabei ums Leben.

Wie die Polizei berichtet, wollte der Lkw von der Birkenallee kommend links in die Rewestraße und hat dabei nach ersten Erkenntnissen die Vorfahrt des Motorrades genommen. Das Zweirad prallte gegen die vordere linke Seite des Lkw.

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