Tagesarchiv für 21. September 2020

RTZapper

Das große Sat.1 Promiboxen

Montag, den 21. September 2020
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FR 18.09.2020 | 20.15 Uhr | Sat.1

Tobias Drews hat in seinem Leben schon viele große Boxkämpfe für das Fernsehen kommentiert. Er war dabei, als Wladimir Klitschko geboxt hat, auch bei Mike Tyson, Lennox Lewis und bei Henry Maske, zudem bei Axel Schulz, Graciano Rocchigiani, Dariusz Michalczewski, Carina Spack, Julian F.M. Stöckel und Matthias Mangiapane.
Es geht allerdings das Gerücht um, dass er bei den Kämpfen mit den letzten drei Genannten unter Zwang und mit durch gemeinen Entführern vorgehaltener Waffe kommentiert habe.

Spack, Stöckel, Mangiapane waren am Freitagabend Teil des niedrigklassigen Boxabends, den Sat.1 übertragen hat. Beim großen Sat.1 Promiboxen machten zwar nur wenige Promis mit und mit Boxsport hatte die Veranstaltung auch nur wenig zu tun, aber es wurden mal wieder viereinhalb (!) Stunden Sendezeit gefüllt.
Einen Abend lang kloppte sich die E-Prominenz – lauter Reality-Stars – um 100 Euro pro getroffenen Boxhieb.

Echtes Premimum-Rummelboxen boten Jade Britani Übach – schied mal freiwillig beim “Bachelor” aus und machte irgendwas bei “Bachelor of Paradise” – und Carina Spack – bekannt durch ihre Mobbingattacken bei “Promis unter Palmen”. Die beiden Frauen stehen sich im Ring gegenüber und kloppen aufeinander ein. Sie prügeln sich, ohne Deckung, ohne Plan, einfach nur fliegende Arme.
In diesem Moment muss dem Star-Kommentator Tobias Drews klar geworden sein, worauf er sich da eingelassen hat. In einer Pause sagte er, dass in der Ringecke vielleicht überlegt werde, wie man daraus was machen könne, was nach Boxen aussehe.

Kurz vor Schluss boxten auch Julian F.M. Stöckel und Matthias Mangiapane. Der eine ist der sympathische Gute-Laune-Entertainment-Mann und Mangiapane der zweite Palmen-Mobber von Sat.1.
Weshalb sich Stöckel auf dieses Niveau herablässt, war schon vorher verwunderlich, denn ein “Promiboxen” ist nicht sein Niveau. Wochenlang habe er geübt, und als er im Ring stand, schien davon nicht viel übrig geblieben zu sein. Stöckel wirkte spätestens in Runde zwei, als habe er keine Lust mehr und als ob er gemerkt hat, dass das vielleicht eine doofe Idee war. Am Ende boxte er gar nicht mehr, drehte sich weg, schaute hilfesuchend zum Schiedsrichter. Der beendete den “Kampf”. Technischer K.O. So kann man das auch nennen.
Stöckel verteidigte sich später, der Schiedsrichter habe den Abbruch entschieden, er habe weiterboxen wollen. Aber es scheint, als mache er sich da was vor.

Gut, dass es die Möglichkeit gibt, sich die Kämpfe so anzusehen, dass man im Nachhinein in gut 75 Minuten durch ist. Viereinhalb Stunden mit dem Gerede und der Werbung dazwischen – das ist zu viel des Schlechten.

-> Die Sendung bei Joyn

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ORA aktuell

Coronavirus: Zwei Fälle an Oranienburger Waldschule

Montag, den 21. September 2020
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Zwei Kinder der Oranienburger Waldschule sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Kreisverwaltung in Oberhavel mit.

Die Grundschule blieb am Montag vorsorglich geschlossen. Zuvor war bekannt geworden, dass ein Elternpaar positiv getestet worden war. Ursprünglich hatte das Gesundheitsamt empfohlen, die betroffene Klassen zu Hause zu lassen. Schulleiter Torsten Lattke ging jedoch auf Nummer sicher und schloss das ganze Haus für einen Tag.

Am Dienstag soll wieder Unterricht stattfinden. Allerdings müssen die Kinder der betroffenen Klassen bis 2. Oktober in häusliche Quarantäne, ebenso die Klassenleitungen und Lehrenden der Klasse.
Ein Elternteil der betroffenen Kinder bekomme vom Gesundheitsamt eine Corona-Bescheinigung für die häusliche Betreuung. Es handele sich für die Erwachsenen aber nicht um eine Quarantäne, das andere Elternteil könne arbeiten gehen.

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RTelenovela

Festival of Lights & Dance

Montag, den 21. September 2020
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Tagelang ist in Berlin das Brandenburger Tor mit künstlerischen Animationen angestrahlt worden. Das “Festival of Lights” endete am Sonntag, und kurz vor Schluss wollte ich mir das Spektakel mal ansehen.
Ich habe schon von mehreren Seiten gehört, dass es an den Stätten, wo das Festival stattfindet, oft sehr voll ist. Also hatte ich eine Maske dabei, und tatsächlich war es auf dem Pariser Platz richtig voll. Erstmals zog ich mir auch außerhalb von geschlossenen Räumen eine Maske über.

Abstände einzuhalten war auf dem Pariser Platz sehr schwierig. Kontrollen gab es keine. Werden bei Veranstaltungen normalerweise diverse Vorkehrungen getroffen, ein Hygienekonzept erstellt, haben sie beim Festival of Lights genau nichts dergleichen gemacht. Hielt man vielleicht nicht für nötig, aber wer auf dem Platz vor dem Brandenburger Tor war, hätte sich eventuell eins gewünscht.
Mehrere Leute liefen mit Plakaten über den Platz. Die Pandemie sei vorbei, stand darauf. Ob das jetzt ein freundlicher Hinweis an die Massen war, doch bitte Abstand zu halten oder was sie damit sagen wollten – wer weiß?!

Auf dem Weg zum Auto lief ich am Spreeufer entlang. Musik erlang dort, gut 100 Jahre alte Tanzmusik, und tatsächlich tanzten auch vier oder fünf Paare. Sie schwofen am Spreeufer, und es wirkte ein bisschen wie ein Tanztee. Immer wieder blieben Leute stehen und sahen zu.

Ich fuhr weiter zum Potsdamer Platz, auch dort wurden Gebäude anstrahlt, und zum Glück war es da nicht ganz so voll. Aber an Abstände hielt sich da auch kaum jemand.
Und auch dort, auf dem Weg dorthin, traf ich auf ein Tanzpaar. Die beiden standen auf einem Podest direkt an den Bürogebäuden an den Arkaden und schienen etwas zu proben. Auch wieder ein Schwof.
Vermutlich fand in Berlin nicht nur das Festival of Lights, sondern auch das Festival of Dance statt.

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ORA aktuell

„Kidical Mass“ in der Oranienburger Innenstadt

Montag, den 21. September 2020
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Für die Demonstration „Kidical Mass“ ist am Sonntagvormittag die Bernauer Straße in Oranienburg gesperrt worden.
Es handelte sich um eine europaweite Aktion. Initiator in Oranienburg war Thomas Hebestreit (Grüne). Für 90 Minuten gehörte die B273 in der Innenstadt den Demonstranten, unter ihnen viele Kinder, die die Straße in Beschlag nehmen konnten.

Es gehe darum, dem Autoverkehr Platz wegnehmen, so Thomas Hebestreit. Nötig seien vor allem mehr sichere Kita- und Schulwege.
Zur “Kidical Mass” kamen jedoch nur etwa 70 Menschen.

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RTZapper

FameMaker

Montag, den 21. September 2020
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DO 17.09.2020 | 20.15 Uhr | ProSieben

Langsam wird es albern. Stefan Raab ist seit Jahren nicht mehr im Fernsehen präsent, und bei ProSieben muss man zu Beginn der neuen Show “FakeMaker” nun raunen, Stefan Raab sitze wahrhaftig in der Regie und fresse Chips.
Ist ja ‘n Ding.
Was will uns ProSieben damit sagen? Dass “FameMaker” gut sein muss, weil sich Stefan Raab auf dem Studiogelände befindet?
Raab ist Produzent der Show, und vermutlich hat er sie sich auch mehr oder weniger ausgedacht. Aber dieses Raab-ist-da-aber-nicht-vor-der-Kamera-aber-in-der-Regie-Geraune ist langsam peinlich.

Das Besondere an “FameMaker”: Leute behaupten, sie können singen. Ob sie es wirklich können, wissen wir aber erstmal nicht, weil sie schalldicht unter einer Haube singen. Keiner kann sie hören.
Die Juroren Luke Mockridge, Carolin Kebekus und Teddy Teclebrhan müssen anhand der Bewegungen urteilen, ob der- oder diejenige singen kann.
Kommt dir bekannt vor? Vor gerade mal einem Monat lief bei RTL eine ganz ähnliche Show: “I can see your Voice”, und diesmal ist es ProSieben, die mit einer ganz ähnlichen Show nachkleckern. Die erste Folge lief am Donnerstagabend.

Und sie ist sehr still. Weil wir ja keinen singen hören. Dafür muss die Jury eben ein bisschen mehr rumkaspern, und wenn sie jemanden weiterwählen, wer eigentlich nicht singen kann, ist das Geschrei groß.

Eigentlich ist das ja eine witzige Idee. Die Frage ist nur: Was passiert nach dem Casting? Jeder, der weiter gekommen ist – egal, ob er/sie singen kann oder nicht – präsentiert in den weiteren Runden Songs. Die wir dann aber hören können. Wo ist da dann aber der Reiz? Ist “FameMaker” dann nicht wie jede andere Castingshow?
Das macht “FameMaker” einmalig zu einem netten Ereignis, trägt aber nicht für fünf Shows, weil das Konzept dann doch schneller unspannend ist, als es sich die Macher wünschen. Dass dort ein Fame rauskommt – wohl eher nicht.

-> Die Sendung bei Joyn

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