Tagesarchiv für 10. September 2020

ORA aktuell

Warntag 2020: In Oranienburg versagen Apps und Sirenen

Donnerstag, den 10. September 2020
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Der Warntag 2020 ist in Oranienburg ein Fehlschlag gewesen. Eigentlich sollten testweise am Donnerstag um 11 Uhr alle Sirenen der Stadt heulen und um 11.20 Uhr noch einmal. Die Stadtverwaltung in Oranienburg hatte die Tests kurz zuvor auch noch auf Facebook angekündigt.

In Oranienburg blieben die Sirenen jedoch still. Auch die Warnapps Katwarn und Nina blieben zunächst still, erst gegen 11.32 Uhr warnten die Apps und gaben die Test-Meldungen heraus.

“Auch wir mussten um 11 Uhr verwundert unserem Tinnitus lauschen – kein Sirenensignal”, antwortete die Stadtverwaltung auf Facebook auf entsprechende Kritik. “Dieses sollte ja nicht lokal, nicht mal regional, sondern zentral ausgelöst werden. In jedem Fall wissen wir jetzt, wofür der bundesweite Warntag gut (und ja auch gedacht) ist: Um Mängel im System sichtbar zu machen.” Die Ursachen würden auf den zuständigen Ebenen untersucht. Über Ergebnisse werde der Landkreis Oberhavel berichten. “Neben den Sirenen haben auch andere Warnmittel bei der zentralen Auslösung sehr unterschiedlich funktioniert – reibungslos, stark verzögert oder sogar gar nicht.” Die Gründe würden auch da im Einzelnen untersucht, um die Mängel beheben zu können, so das Verwaltungsstatement.

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RT im Kino

After Truth

Donnerstag, den 10. September 2020

(1) -> 24.4.2019

Die Liebe kommt, und die Liebe geht. Dann kommt sie wieder und dann geht sie wieder. Und dann kommt…
Na ja, ihr wisst schon. Hatten wir ja schon bei Teil 1.
Aber jetzt geht sie weiter, die Liebesstory von Tessa Young (Josephine Langford) und Hardin Scott (Hero Fiennes-Tiffin).

Sie passten eigentlich nicht zusammen, verliebten sich aber trotzdem. Die große Liebe – bis zum Schluss, wo alles auseinanderbrach. Und tatsächlich dauert es, bis sie sich wieder über den Weg laufen – und wieder funkt es. Tessa und Hardin sind immer noch heiß aufeinander.
Aber immer wieder gibt es, nun ja, Zwischenfälle. Er redet und verschwindet mit einer anderen. Sie ist eifersüchtig. Er beteuert sie zu lieben. Sie schmollt. Und irgendwann landen sie wieder im Bett. Alles ist gut, aber dann kommt es zu einem Zwischenfall.
Und so weiter.

Seien wir mal ehrlich: “After Truth” hat keine nennenswerte Story. Es geht einfach um diese junge Frau und diesen jungen Mann, die einander verfallen sind, aber wo ständig irgendwelche Rückfälle zu verzeichnen sind. Und wenn wir immer noch ehrlich sind muss man sagen: Manchmal ist es wirklich hochgradig albern, aus welchen bescheuerten Gründen die beiden mal wieder auseinander sind.
“After Truth” ist nichts weiter als eine Teeniesoap. Und immerhin nach dem sehr prüden Teil 1 ein klitzekleines bisschen freizügiger. Auch wenn die Sexszenen und die Erotik immer noch extrem züchtig sind. FSK 12. Allerdings ist der Film eben auch ein nettes Goodie, man schaut irgendwie doch gern zu, lässt sich treiben, und obwohl das alles mitunter albern ist, will man doch irgendwie wissen, wie es denn nun weiter geht mit den Zwischenfällen und so. Teil 3 und 4 sind schon beschlossen.

-> Trailer auf Youtube

After Truth
USA 2019, Regie: Roger Kumble
Constantinfilm, 106 Minuten, ab 12
7/10

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RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Sido auf der Berliner Waldbühne

Donnerstag, den 10. September 2020
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SA 05.09.2020 | Berlin, Waldbühne

Der Kreid hat sich geschlossen. Ein Stück weit hat mich Sido durch die Coronazeit begleitet. Elf Freitage war ich “Zuhause bei Sido”, stundenlang im Homeoffice. Ein ganzes Wochenende war ich später mit ihm im “Angelcamp”. Er bot gute Unterhaltung, war eine Art Begleitprogramm.
Und zu Ende dieses Sommers und zum Neustart der großen Konzerte, konnte es ja nur einen geben: Sido.
Am Sonnabend trat er in der Berliner Waldbühne auf.

Fast ein halbes Jahr lang gab es keine großen Konzerte. Eine ganze Branche liegt am Boden. Das Coronavirus und die Sicherheitsmaßnahmen machen Großevents zu einer schwierigen Sache, wenn sie denn überhaupt erlaubt sind.
Bis zum Jahresende sind Großveranstaltungen weiterhin nicht erlaubt. Allerdings können Bundesländer und Kommunen auch selbst entscheiden, wenn die Ansteckungslage unproblematisch ist. Für Berlin scheint das zu gelten. Seit Anfang September sind große Events erlaubt – mit entsprechendem Hygienekonzept.

Sogleich startete in der Waldbühne eine kleine Open-Air-Konzertreihe. Roland Kaiser, Helge Schneider, Schlagernacht – und eben auch Sido.
Normalerweise passen etwa 22.000 Menschen in die Waldbühne, gier waren nur jeweils 5000 zugelassen. Tickets konnten nur Haushaltsangehörige oder Ehe- und Lebenspartner erwerben. Auf dem Ticket steht der Name, man muss auch einen Ausweis mitbringen. Will man das Ticket jemand anderem geben, muss man es vor Ort umschreiben lassen.
Alles ziemlich kompliziert.

Wir kommen an der Waldbühne an, da hören wir schon die Lautsprecherdurchsagen. Abstand halten. Rechtsverkehr. Maske auf. Auf den Plätzen bleiben, da kann die Maske abgenommen werden.
Tatsächlich wird am Eingang nicht nur das Ticket kontrolliert – am Einlass wird auch auf den Ausweis geschaut. Die Maske haben wir schon über Mund und Nase gezogen – wie alle hier.
Es geht echt gesittet zu, und weil der Andrang ja nicht so groß ist und alle Abstand halten müssen, ist auch das Gedränge nicht groß. Fast schon angenehm.

Auch an den Buden gibt es kaum Schlangen, und wenn mit Abstand. Der Liter Cola kostet schlappe 11 Euro, Alkohol gibt es nicht, das Bier ist alkoholfrei. Immerhin gibt es auch Pommes, Bratwurst und Brezeln.
Wir gehen an unseren Platz, im Block direkt neben der Bühne. Auf den Plätzen kleben die Platznummern, jeder weiß, wo er sich hinzusetzen hat. Ich finde das gut. Ich bin ja noch nie ein Fan von gewesen, schon sonst wann am Event-Ort aufzutauchen, weil man den besten Platz haben will und man Angst haben muss, dass kein guter Platz mehr da ist. Auch mag ich es nicht, dicht gedrängt zu sitzen.
Für die Branche ist die Situation schlimm. Aber ich fand die Situation sehr angenehm. Und erstaunlicherweise wirkte die Waldbühne mit den vielleicht 4000 bis 5000 Leuten nicht leer. Durch die Verteilung der Menschen gab es keine komplett freien Räume.

Nach einem Vorprogramm kam er dann: Sido. Berlin ist sein Heimspiel, aber auch er war das erste Mal in der Waldbühne. Insofern war es auch für ihn ein großer Moment. Nicht nur, weil er nach diversen Autokino-Konzerten jetzt wieder vor richtigem Publikum auftreten konnte.
Er forderte die Leute auf, aufzustehen, und dann standen wir bis zum Ende. Wir feierten, wir tanzten und lauschten, was Sido zu sagen hatte. Er kiffte zwischendurch, holte einen Jungen auf die Bühne, mit dem er rappte, und nach gut 105 Minuten sagte er Tschüss, und das Konzert war zu Ende.
Und wieder die Durchsagen, wieder die Masken auf, und gesitteter Nachhauseweg.

Sicherlich, es war alles ein bisschen anders. Aber letztlich dann doch sehr entspannt, und war man erst mal am Platz, war sowieso alles entspannt. Nur ein bisschen kalt.

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RTelenovela

Mittwochs, 13 Uhr

Donnerstag, den 10. September 2020
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Damals, in den 80ern, Mittagsschlaf im Kindergarten. Kiko II in Oranienburg. Ich fand Mittagsschlaf immer doof und habe darauf gewartet, dass die Ruhepause vorbei ist.
Immer mittwochs war während dieser Zeit einmal die Sirene zu hören. In Oranienburg wurden damals mittwochs um 13 Uhr die Sirenen getestet. Diese Tests gibt es heute noch, sonnabends gegen 10 Uhr heulen die Sirenen einmal ganz kurz auf.

Heute Vormittag um 11 Uhr startet deutschlandweit erstmals der Warntag, er soll nun immer am zweiten Donnerstag im September stattfinden. Es wird getestet: Funktionieren die Sirenen? Wie klingen bestimmte Alarme? Und was sagt die Warn-App auf dem Handy? Gibt sie ein Signal? Solche Tests sind wichtig, denn im Katastrophenfall geben uns die Signale Hinweise, geben die Apps oder auch Radio und Fernsehen weiterführende Infos. Damit im wirklichen Ernstfall – er möge nie eintreten – jeder von uns weiß, woher wir wichtige Infos herbekommen.

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