Tagesarchiv für 7. September 2020

RTZapper

Werbung: Lidl

Montag, den 7. September 2020
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FR 04.09.2020 | 21.35 Uhr | Sat.1

Lidl lohnt sich, heißt es ja immer. Am Freitagabend warb Lidl auf Sat.1 mit wahnsinnigen Sonderangeboten. Die sollen dafür sorgen, dass die Menschen in den Discounter rennen und den Laden möglichst leerkaufen.

So kostet die 0,33-Liter-Dose Coca-Cola jetzt nur noch 66 Cent! Der Wahnsinn! Da zieht’s doch einem glatt die Schuhe aus!
Also, eher aus Verwunderung, dass das nun so total billig sein soll. Zumindest wenn man sich an frühere Zeiten erinnert. Anfang der 90er-Jahre hat dieselbe Dose Coca-Cola nämlich gerade mal 39 Pfennig gekostet, also etwa 20 Cent. Wenn die Cola jetzt also mehr als dreimal so viel kostet wie vor 30 Jahren, da sieht man diesen Werbespot gleich mit anderen Augen.

Aber es scheint schon seit einiger Zeit eine Strategie des Brause-Abfüllers zu sein, die kleinen Mengen besonders teuer zu machen. So kostet der halbe Liter Cola gerade mal fünf Cent weniger als der ganze Liter.
Sieht man diese Verhältnisse, und wenn man dann noch bedenkt, dass bei den Discountern die 1,25-Liter-Flaschen oft weniger kosten als kleinere Mengen im Supermarkt, dann wirkt das 66-Cent-Angebot gleich noch lächerlicher.

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RT liest

Stephen King: Mr. Mercedes

Montag, den 7. September 2020

Ein Schock in einer Stadt im Mittleren Westen der USA. Ein Mercedes rast auf eine Menschenmenge zu. Die Leute stehen auf einem Parkplatz für eine Jobbörse an – bis das Auto auf sie zurast. Es kommt zur Katastrophe, aber der Täter kann entkommen.
Bill Hodges ist zwar seit Monaten pensioniert, aber der Detective klemmt sich trotzdem hinter den Fall. Er will rausfinden, wer diesen Mercedes gesteuert hat. Zumal sich der Täter dann auch noch bei ihm meldet – im Darknet auf einer Chatplattform. Nicht nur das: Der Fremde kündigt eine weitere Bluttat an.
Hodges lässt das alles keine Ruhe, er beginnt Ermittlungen.

“Mr. Mercedes” heißt der Roman von Thriller- und Grusel-Altmeister Stephen King. Er ist zudem der Auftakt einer Trilogie.
Der Beginn des Romans liest sich sehr spannend. Die Szenerie ist sehr gespenstisch, so grauenvoll ist die Tat und so erschütternd sind die Auswirkungen.
Doch King kann die Spannung nicht halten, nicht mal ansatzweise. Der Roman hat fast 600 Seiten, und viele, viele Seiten davon sind Beschreibungen des Alltag in dieser US-Stadt. Die Ermittlungen von Hodges sind schleppend, genauso wie Kings Roman, der eine halbe Ewigkeit nicht von der Stelle kommt. Dieser Krimi ist schlicht nicht spannend, und gerade aus Kings feder ist das extrem enttäuschend.

Stephen King: Mr. Mercedes
Heyne, 591 Seiten
3/10

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RTZapper

Die Festspiele der Reality-Stars – Wer ist die hellste Kerze?

Montag, den 7. September 2020
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FR 04.09.2020 | 20.15 Uhr | Sat.1

Der Tobi Wegener zum Beispiel. Er war Kandidat bei “Love Island”. Das machte ihn zu einem, hüstel, Promi. Dementsprechend durfte er dann zu “Promi Big Brother”. Und weil er ja nun ein Promi war, ging es weiter zu den “Promis unter Palmen”. Von einem Reality-Format zum nächsten.
Und um dem, was er da so macht und wofür er bekannt ist, einen Namen zu geben, gibt es seit einiger Zeit den Begriff “Realitity-Star”. Wer nie Formate wie die oben genannten schaut, wird Tobi Wegener also gar nicht kennen.

Und wer nicht solche Formate schaut, wird wahrscheinlich am Freitag auch nicht Sat.1 eingeschaltet haben. Sat.1 rief “Die Festspiele der Reality-Stars” aus und fragte: “Wer ist die hellste Kerze?” – moderiert von Jochen Schropp und Olivia Jones.

Heraus kam ein Kindergeburtstag, und das auf überraschend kurzweilige und lustige Weise. Und das nicht nur, weil Schropp und Jones die Stars mitunter ordentlich auf die Schippe nahmen. Auch die meisten Promis, äh Reality-Stars, äh Kandidaten nahmen sich an dem Abend nicht so ernst. Julian F.M. Stöckel krähte immer wieder, dass er gewinnen wolle, Claudia Obert forderte immer wieder Alkohol und Thorsten Legat war der Vollstrecker, der die Ausgeschiedenen mit einer Torte bewerfen durfte.
Nur Gina Lisa Lohfink war das Ganze wohl ernster als die anderen. Sie verschwand einfach von der Bildfläche, nachdem sie ausgeschieden war, während alle anderen noch blieben.

Die Stars mussten ihr Wissen beweisen (die war teilweise nicht viel), sie mussten sich in den Reality-Formaten auskennen, und sportlich ging es manchmal auch zur Sache.
“Die Festspiele der Reality-Stars” ist natürlich Trash, aber er ist gut gemacht, und (fast) alle wissen, dass sie im guten Licht dastehen, wenn sie das alles von der heiteren Seite sehen. Gerne wieder.

-> Die Sendung bei Joyn

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RTelenovela

Masken-Schlendriane in Zeiten des Coronavirus

Montag, den 7. September 2020
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Im Osten Deutschlands sind die Fallzeiten für das Coronavirus wesentlich niedriger als zum Beispiel in Bayern oder Nordrhein-Westfalen. Damit das auch so bleibt, gibt es die Maskenpflicht innerhalb von öffentlichen Einrichtungen, in Geschäften, in der der Bahn.

Aber es scheint, dass die niedrigen Fallzahlen auch dafür sorgen, dass die Pandemie nicht mehr ernst genommen wird. Oder dass manche Leute nicht mehr so ganz in Erinnerung haben, wie man denn die Masken zu tragen.
Wie neulich im Edeka-Markt in Oranienburg. Ein älterer Herr kommt mir entgegen. Er hat zwar eine Maske, sie bedeckt aber nur den Mund. Die Nase ist frei. Vielleicht bekommt er Mann Atemnot, vielleicht hat er auch einfach keine Lust, vielleicht ist er auch ein bisschen doof. Einen Mindestabstand hält er jedenfalls auch nicht.
Ein etwas jüngerer Mann hat seine Maske auch nur über den Mund gezogen, eine Frau hat gar keine Maske im Gesicht.

Es besteht zwar eine Maskenpflicht im Laden, aber es scheint sich dort keiner drum zu scheren, mal jemanden darauf hinzuweisen, dass da gerade was nicht stimmt.

Bei McDonalds in Sachsenhausen kommen auch immer mal wieder Leute rein, die ihre Maske, nun ja, vergessen haben. Trotz entsprechender Hinweisschilder stehen sie maskenfrei am Terminal. Merkwürdigerweise wuselt zwar jemand vom Personal herum, um Tische abzuwischen und ein anderer, um die Namensliste ausfüllen zu lassen, aber dass da jemand die Maske nicht trägt, das wird dann doch ignoriert.

Ganz klar, ich bin auch kein Fan der Mund- und Nasenschutzmasken. Aber damit wir trotz Coronavirus unsere Freiheiten genießen wollen, müssen wir sie wohl noch eine Weile ertragen. Und es gibt auch Schlimmeres.
McD
Edeka

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RTZapper

Punkt 12: Familiendrama in Solingen

Montag, den 7. September 2020
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FR 04.09.2020 | 12.00 Uhr | RTL

Eine grauenvolle Tat. In Solingen soll eine 27-Jährige fünf ihrer sechs Kinder getötet haben. Nur ihr elfjähriger Sohn überlebte. Die Frau warf sich dann vor einen Zug und wurde schwer verletzt.
Alarm! Bei den Leuten von den Boulevardmedien setzte Schnappatmung ein und das Gehirn aus.

RTL postierte am Donnerstag die Reporterin Alexandra Callenius in Solingen. Sie berichtete über die Einzelheiten dieser Tat. Mit wichtigem Blick erklärte sie, dass man noch nichts Genaueres weiß. Aber man vermutet, dass… Das und das soll passiert sein. Man behauptet, dass… Und es ist alles sehr, sehr unklar.
Und sonst so? Die Gegend sei anonym, keiner spreche miteinander. Und wie sind eigentlich die Kinder gestorben? Ja, das wolle die Polizei nicht sagen, vielleicht wisse sie das auch noch nicht, aber es gebe das Gerücht, dass es so und so geschehen sei, aber wie gesagt, sie sage das alles im Konjunktiv, weil ja niemand so genau was wisse, aber man muss es trotzdem zwingend schon in die Kamera plaudern.

Klar, das war alles sehr dünn, was da am Donnerstagnachmittag live bei RTL.de im Internet erzählt worden ist. So dünn, dass Alexandra Callenius noch ein bisschen weiterbohren musste. So zerrte dann das RTL-Team einen Zwölfjährigen vor die Kamera. Unverpixelt und mit vollem Namen wurde der Junge zu seinem besten Freund befragt – zum Elfjährigen mit dem grauenvollen Schicksal. Zur Sprache kam auch ein WhatsApp-Chat, dessen Screenshots RTL zeigte.
Auch in “Punkt 12” am Freitagmittag zeigte RTL diese Screenshots. Diese intimen schriftlichen Dialoge, geschrieben zu einem Zeitpunkt der tiefsten Erschütterung eines Minderjährigen.

Diese Schnappatmung bei den RTL-Leiten und die Aussetzung des Gehirns hat vermutlich dazu geführt, dass die beim RTL nicht mehr so richtig ticken. Irgendwie nicht mehr ganz rund laufen.
Anders kann man sich diesen journalistischen Bankrott nicht erklären. RTL beruft sich darauf, dass sie die Mutter des Zwölfjährigen gefragt haben, ob sie ihn interviewen dürfen. Nun kann man sich zwar fragen, was das für eine Mutter ist, die ihren Sohn diesem Medienterror aussetzt, man kann aber auch fragen, was da beim RTL schief gelaufen ist. Wie man auf die Idee kommt, ein Kind vor die Kamera zu zerren, um ihn über den traumatischen Moment des besten Freundes erzählen zu lassen.

RTL hat das Material am Freitagnachmittag gelöscht. Für diese Fehlleistung aber um Entschuldigung zu bitten? Niemals! Schließlich habe doch die Mutter… und so weiter.

Dass die Bild-Zeitung später nachzog und auch den WhatsApp-Chat der beiden minderjährigen Jungen, der beiden Kinder veröffentlichte, sorgte dann für einen absolut verdienten und berechtigten Shitstorm. Dass Bild-Chef Julian Reichelt gar nicht so richtig verstehen will, was eigentlich das Problem ist, zeigt eigentlich nicht noch die absolute Gewissenlosigkeit dieses Mannes und seines Teams. Bei Twitter trendete der Hashtag #Drecksblatt. Mehr muss man dazu gar nicht sagen.

-> Einer der Live-Beiträge auf der RTL-Facebook-Seite

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ORA aktuell

Aus für die Hypovereinsbank in Oranienburg

Montag, den 7. September 2020
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Die Oranienburger Filiale der Hypovereinsbank ist dauerhaft geschlossen. Das wird den Kunden an der Eingangstür an der Bernauer Straße mitgeteilt. Es wird auf die nächste Filiale in Berlin-Pankow hingewiesen.

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