Monatsarchiv für September 2020

KeineWochenShow

#194 – O’zapft is nicht!

Sonntag, den 20. September 2020
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Das Oktoberfest fällt aus – zumindest das in München. Das gibt es aber eine gleichnamige Serie, und wir erörtern, wie wir sie finden.
Ansonsten müssen wir uns in dieser Woche aber mit der Polizei beschäftigen. Mit dem braunen Sumpf in NRW, aber auch in Oranienburg gibt es damit offenbar Probleme. Und Polizeigewalt spielt auch eine Rolle, in Treuenbrietzen würgte ein Polizist einen Journalisten – und log dann dreist.

Außerdem geht es um Reichsbürger, um den Zoff um “Schroeder & Somuncu”, um das grandiose US-Open-Finale und um einen Hennigsdorfer, dessen Name auf einer Terrorliste steht.
Das und mehr in KeineWochenShow #194 auf Youtube.

Hits: 23

ORA aktuell

Oranienburgerin gewinnt bei “Wer wird Millionär?”

Sonntag, den 20. September 2020
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Eine Oranienburgerin schaffte es am Montag auf den Ratestuhl bei Günther Jauchs RTL-Show “Wer wird Millionär?”. „Die Woche war wirklich aufregend“, sagte Simone Quilitz der Märkischen Allgemeinen. “Ich kann das alles noch gar nicht richtig realisieren, auch wenn ich die Sendung mit Freunden zusammen angeschaut habe.“

Nach der 32.000-Euro-Frage wollte Jauch wissen: „Wer benötigt eine Fiktionsbescheinigung?“. „Ich war mir unsicher.” Am Ende ging sie mit 32.000 Euro nach Hause. Sie möchte gern nach Grönland und in die Karibik reisen.

Hits: 30

RTZapper

Zapp: Polizeigewalt gegen Reporter

Sonntag, den 20. September 2020
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MI 16.09.2020 | 23.20 Uhr | NDR

Was ist eigentlich mit der Polizei los? Ein rechter Sumpf wird aufgedeckt, und dabei geht es nicht nur um den in NRW. Immer mal wieder gibt es Meldungen über Polizeigewalt. Und darüber, wie Kollegen diese Gewaltausbrüche decken und dafür lügen.
Das zeigt ein Fall, der bereits vor einem Jahr, im September 2019 in Treuenbrietzen, seinen Anfang hatte. Zwischen dem Foto- und Videojournalisten Julian Stähle und einem Polizisten kam es zu einer Auseinandersetzung. Erst verbal, dann attackierte der Polizist den Journalisten, er würgte ihn, Julian Stähle fiel zu Boden.

Stähle zeigte den Polizisten an, der Polizist wiederum zeigte Stähle an, wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Im ersten Fall verlor Stähle offenbar, im zweiten Fall sagte ein zweiter Polizist als Zeuge aus und untermauerte, was sein Kollege sagte. Demnach sei Stähle selbst hingefallen.
Blöd nur: Stähles Kamera lief. Ein Film, der bis dahin zurückgehalten worden ist.

Huch. Wie unangenehm, für die Polizei. Offenbar beim Lügen ertappt und mit dem Video konfrontiert, klappte der Polizeizeuge vor Gericht gleich mal zusammen – wie sein Lüegengebilde.
Nicht nur, dass hier ein Polizist wie Rambo aufgetreten ist und der meinte war, er könne dem Kameraschnösel jetzt mal zeigen, wo der Hammer hängt. Sondern auch, dass sein Kollege daneben stand, alles gesehen hat und vor Gericht alles so dargelegt hat, dass sein Kollege gut da stand. Eine Hand wäscht die andere.
Einmal mehr steht die Polizei in keinem guten Licht da. Und selbst der Innenminister Brandenburgs, Michael Stübgen (CDU) sowie der Polizeiabteilungsleiter Herbert Trimbach verteidigten das Verhalten der Polizisten, selbst als das Video bekannt war. Der Vorgang sei relativ normal, so Trimbach. Ähm, nein, ist es nicht. Und, ja, eine solche Aussage ist widerlich und sollte eigentlich für zwei Rücktritte reichen.

-> Der “Zapp”-Beitrag auf Youtube

Hits: 34

RTelenovela

Überraschungsevent (41): MAXI – Unendlich Zeit

Samstag, den 19. September 2020
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(40) -> 18.6.2020

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, beim nächsten Mal ist sie dran.

Diesmal ging es raus aus Berlin – nach Kremmen. Im Hof der “Alten Lebkuchenfabrik” trat die Band “MAXI” auf.
Durch die Einfahrt ging es in den Hinterhof – wie er oft in solchen alten Kleinstädten zu finden ist. Einmal durch den Tunnel gelaufen, scheint man in einer eigenen kleinen Welt zu sein. Man kann dort übernachten, und es gibt auch ein schönes Café.

MAXI gibt es seit 2014, und angefangen haben Maxi, Robert und Olli mit Coversongs im akustischen Stil. Jetzt haben sie ein Album mit eigenen Songs aufgenommen, die sie in Kremmen präsentierten.
Ein wundervolles Konzert an wundervollem Ort. Leichte, schöne Musik an einem leider recht kühlen Spätsommerabend.
In den Songs wie “Unendlich Zeit”, “Nicht gut”, “Stopptaste” oder “Niemandsland” geht es um das Leben, um die Liebe, um Abschiede und Trennungen, um den Tod und darum, das Schöne im Leben zu entdecken.
Maxi hat eine tolle Stimme, und die Instrumentierung ist gelungen, Gitarre, Cachon, Xylophon, abwechslungsreich und interessant arrangiert. Da hört man gern zu.

Sie war übrigens auch begeistert! Und in die “Alte Lebkuchenfabrik” wollen wir auch noch mal, wenn es nächstes Jahr wieder wärmer ist…

Hits: 55

RTZapper

Oktoberfest 1900

Samstag, den 19. September 2020
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MI 16.09.2020 | 20.15 Uhr | Das Erste

2020 ohne Wiesn. Zumindest fast, und eigentlich doch nicht.
Wegen des Coronavirus fällt das Oktoberfest in München in diesem Jahr aus. Ein schwerer Schlag für die Branche und die Fans.
Da passt es doch ganz gut, dass ausgerechnet in diesem Jahr Das Erste mit einer Serie über das Oktoberfest an den Start geht. Allerdings handelt es sich nicht um eine kuschelige Serie, die in der Jetztzeit spielt. Stattdessen liefen am Dienstag und Mittwoch die ersten vier Folgen von “Oktoberfest 1900”. Allerdings ist der Sechsteiler nicht wirklich ein Ersatz für die Wiesn.

Es geht um Curt Prank, der sich 1900 mehrere Budenplätze auf dem Oktoberfest erschleicht. Sein Ziel: Er will dort ein riesiges Zelt für 6000 Menschen errichten. Es folgen Intrigen unter den Unternehmern, in den Familien, es gibt Fremdgeher, heimliche Schwule, Anschläge. Und das alles auf ziemlich düstere Art. Das Oktoberfest selbst kommt irgendwann in Folge 4 mal vor.
Ein gutes Viertel der Zuschauer hat die Serie am zweiten Tag schon verloren, vielleicht haben die auch etwas anderes erwartet, als diesen dunklen Intrigenstadl.

-> Die Serie in der ARD-Mediathek (bis 31. Dezember 2020)

Hits: 111

ORA aktuell

Polizist darf nach Nazi-Sprüchen an Oranienburger Hochschule bleiben

Samstag, den 19. September 2020

Die Hochschule der Polizei in Oranienburg muss einen ihrer Polizeianwärter weiter ausbilden. Der 26-Jährige sollte während einer Übung mit dem Funkalphabet den Namen eines Kollegen buchstabieren. Der Student sagte: “Jude, Untermensch, Nazi, Gaskammer.” Oder “Genozid”, dazu gebe es unterschiedliche Angaben.
Der Mann sollte sofort entlassen werden, dagegen legte er Widerspruch ein. Das Verwaltungsgericht Potsdam gab ihm recht, wie die Märkische Allgemeine berichtete. Die Hochschule wandte sich nun an das Oberverwaltungsgericht.

Rainer Grieger, der Chef der Polizeischule, hatte im April 2019 gesagt, der Entlassene sei für den Polizeiberuf “charakterlich nicht geeignet”. Seitens des Gerichts sei die Frage, ob es sich um eine einmalige Sache handele oder es Ausdruck einer Gesinnung sei. Dies sei ungenügend dargelegt worden.

Hits: 54

RTZapper

Joko & Klaas live: A short Story of Moria

Freitag, den 18. September 2020
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MI 16.09.2020 | 20.15 Uhr | ProSieben

Dass die Situation im griechischen Flüchtlingslager Moria schlimmer sein muss, war uns klar denkenden Menschen ziemlich klar. Wie furchtbar es ist, wie dramatisch, wie grauenvoll – das haben uns am Mittwochabend Joko und Klaas gezeigt. Auf ProSieben. Am Mittwochabend. Zur Primetime.

Derzeit läuft dienstagabends wieder “Joko & Klaas gegen ProSieben”. Wenn sie gewinnen, dann bekommen sie am nächsten Tag um 20.15 Uhr genau 15 Minuten Zeit, in denen die beiden machen können was sie wollen. In “Joko & Klaas live” gab es schon Quatschaktionen und bemerkenswerte Momente.
Und diesmal: Moria.

Schon nach der Aufzeichnung der Show vor einem Monat war klar, dass man für die 15 Minuten etwas zu Moria machen wolle. Das Ziel: mehr Aufmerksamkeit. Das Großfeuer sorgte dafür bereits, dennoch sei diese Doku wichtig, so Joko Winterscheidt. “Wir wollen, dass künftig jeder weiß, welche Zustände mitten in Europa existieren. Nur zwei Flugstunden entfernt.”
In der #MoriaStory geht es um Milad Ebrahimi (21), er kam aus Afghanistan. Er erzählt davon, wie sein Boot nicht an die Küste durfte. Wie es im Wasser trieb. Tagelang. Ohne essen und trinken. Wir sehen die schlimmen Zustände. Tausende Menschen, viel, viel, viel mehr eigentlich ins Camp passen. Wir sehen Polizisten, die mit Tränengas auf Menschen schießen, die auf der Flucht vor dem Feuer sind. Tränengas gegen Kinder.
Das ist Europa. Unweit davon machen Touristen Urlaub.

Es sind Bilder, die aufrütteln. Vielleicht können sie etwas bewegen, und wenn es nur im Denken der Menschen ist.
Das Besondere an dieser Doku: Keiner hat mit ihr gerechnet. Es gibt solche Bilder sicherlich schon. Aber niemand aus der jungen Zielgruppe wird dafür Politmagazine einschalten. Dass sie nun damit überraschenderweise konfrontiert werden, das ist gut und richtig.
Und wenn die Politik dadurch und durch mehr Druck aufgerüttelt wird, wenn dadurch eventuell in Europa doch mehr Flüchtlinge aufgenommen werden, dann hat diese Doku ihren Sinn erfüllt.

-> Die Sendung auf Youtube

Hits: 76