Tagesarchiv für 29. August 2020

RTZapper

Hotel Matze: Luke Mockridge

Samstag, den 29. August 2020
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MI 26.08.2020 | Spotify

Das erlebt man ja oft: Comedians sind zu Gast in einer Talkshow, bekommen dort 15 Minuten Gesprächszeit, und eigentlich spulen sie dann nur ab, was sie sowieso in ihren Bühnenprogrammen erzählen. Das ist dann ganz lustig, aber eigentlich auch absolut oberflächlich und nicht wirklich weiterführend.
Ganz anders im “Hotel Matze”. In diesem Interviewpodcast auf Spotify lädt sich Matze Hielscher Gäste ein und spricht dann ausführlich mit ihnen. Das kann eine Stunde dauern oder auch mal zweieinhalb.

Am Mittwoch ging die neue Folge online, und diesmal ist Luke Mockridge zu Gast. Dieses Gespräch gehört zu den bemerkenswertesten, die das “Hotel Matze” zu bieten hat. Denn hier zeigt sich Luke Mockridge eben nicht als der oberflächliche Comedian. Stattdessen erzählt er ernsthaft aus seinem Leben, von seinen Erfolgen, aber vor allem auch von seinen Zweifeln und Ängsten.
Spannend ist vor allem die Familiengeschichte der Mockridges. Luke ist einer von sechs (!) Söhnen von Bill Mockridge und Margie Kinsky. Wenn man den beiden zuhört – sie haben ein Buch geschrieben und machen drüber ein Bühnenprogramm -, dann scheint das Familienleben zwar auch anstrengend gewesen zu sein, aber vor allem lustig. Luke zeichnet nun von sich ein ziemlich anderes Bild. Denn er erzählt, dass er sich immer zurückgesetzt und minderwertig gefühlt habe. Unter den Brüdern habe er sich nicht durchsetzen können. Das sei oft schwierig gewesen, und erst durch seinen Plan, Comedian zu werden wollte und konnte er sich Anerkennung holen. Auf der Bühne zu stehen und Reaktionen vom Publikum zu bekommen, sei das Beste.

Gute 85 Minuten dauert dieses tiefgehende Gespräch, und es ist einfach nur toll, dass Luke Mockridge auch mal einen sehr anderen Einblick in sein Leben gibt und sich ganz ernsthaft so einem Dialog stellt. Sehr hörenswert!

-> Die Sendung auf Spotify

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RTelenovela

Der Garten mitten in der Stadt

Samstag, den 29. August 2020
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Leute, die nur in einer Wohnung leben, wollen immer öfter einen eigenen Garten. Gerade in Zeiten des Coronavirus hätten sie im eigenen Garten herumwerkeln und Zeit verbringen können. Die Betreiber von Schrebergärten merken das jetzt mehr und mehr. War die Warteliste für solche Gärten schon immer recht lang, ist sie jetzt noch viel länger.

Wir sitzen am Rande der City von Hannover. Hier gibt es mehrere Schrebergarten-Kolonien. Eine Straße führt dort rein, man stellt das Auto am Straßenrand ab, und dann geht auf das eingezäunte Gelände der Kolonie. Innerhalb dieses Geländes gibt es diverse Wege, an denen die Gärten liegen.
Dementsprechend ist es in den Gärten herrlich still, man erlebt die pure Idylle.
Allerdings muss, das habe ich mir sagen lassen, in diese Gärten ziemlich viel Zeit investiert werden. Einfach nur faul rumliegen – das ist nicht. Ein gewisser Anteil des Gartens muss aus dem Anbau von Obst- und Gemüse bestehen. Und natürlich müssen auch die Wege, Wiesen und Büsche gepflegt werden.

Wir verbringen den Abend am Grill – und mit vielen Dingen, die aus dem eigenen Garten geerntet worden sind. Zucchini, Salatblätter, Tomaten und noch einiges mehr liegen auf unseren Tellern und in den Schüsseln für unser Abendbrot.
Sitzt man in diesem Garten, entspannt man sofort. Es scheint, als befinde man sich abseits allem Alltagsstress. Setzt man sich aber ins Auto, dauert es nur gute fünf Minuten, und schon ist man in der Innenstadt.

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