Tagesarchiv für 25. August 2020

ORA aktuell

Trauer am Runge-Gymnasium: Heidrun Baumgardt-Knox ist tot

Dienstag, den 25. August 2020

Heidrun Baumgardt-Knox ist gestorben. Sie war viele Jahre Lehrerin für Darstellendes Spiel am Oranienburger Runge-Gymnasium und war dort für unzählige Theateraufführungen zuständig.
1971 begann sie, an der damaligen Runge-Oberschule zu unterrichten. 1989 gründete sie die Theatergruppe “Obst”. Im Sommer 2007 wurde sie in den Ruhestand verabschiedet. Im selben Jahr zog sie nach Nordengland.
Wie ihre Familie in einer Zeitungsannonce mitteilte, starb sie am Montag im Alter von 74 Jahren “nach schwerer, tapfer ertragener Krankheit.”

Die Trauerfeier findet am Freitag, 4. September, um 11 Uhr auf dem Waldfriedhof in Birkenwerder statt.

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RTZapper

Grimme-Preis 2020

Dienstag, den 25. August 2020
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FR 21.08.2020 | 22.25 Uhr | 3sat

Normalerweise wird der Grimme-Preis immer im März vergeben. Doch in diesem Jahr ist nichts normal. Coronavirus. Auch der Ersatztermin im August ist gestrichen worden.
Deshalb gab es die Verleihung am Freitagabend bei 3sat als Doku. Moderator Jo Schück reiste zu den Preisträgern überreichte ihnen den Grimme-Preis und redeten ein wenig über die Werke, für die sie ausgezeichnet worden sind.

Klaas Heufer-Umlauf empfing Jo Schück auf einem Steg irgendwo in Brandenburg. Er (und sein Team) bekam den Preis für “Joko & Klaas live”, die 15-Minuten-Sendung bei ProSieben, die sie für Aktionen aller Art nutzen. Nicolas Puschmann, der Prince Charming, empfing Jo Schück in einer Hotelbar. Für die erste schwule Datingshow gab es auch den Grimme-Preis – völlig zurecht, denn in der Reihe ging es nicht nur ums Verkuppeln, sondern auch um Toleranz – und auch um Liebe. Bürger Lars Dietrich traf Jo Schück auf einer Art Lagerhalle, er bekam den Preis für die Kinder-Musiksendung “Leider laut” im KiKA.
Preise gingen auch an die Serien “Skyline”, “How to sell Drugs online (fast)”, “Der Pass”, den Film “Hanne”, an “Chez Krömer” und viele andere.

Dass die Verleihung diesmal nicht im Rahmen einer Gala geschah, ist natürlich schade. Das aber vor allem für die Ausgezeichneten. Denn natürlich ist es festlich, wenn man irgendwo zusammenkommt und feiert.
Für den Zuschauer war die Doku aber vielleicht sogar unterhaltsamer. Denn Jo Schück reiste dafür durch Deutschland, traf verschiedene Leute und führte spannende Gespräche in abwechslungsreichen Kulissen.

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RT im Kino

I still believe

Dienstag, den 25. August 2020

Du lieber Gott…

Mit dem Schulabschluss in der Tasche verlässt Jeremy (KJ Apa) seine Heimat Indiana, um am christlichen College in Kalifornien zu studieren. Er will Musik machen, er will berühmt werden. Er trifft auf den Rockstar Jean-Luc La Joie (Nathan Parsons) und ist fasziniert von seiner Musik. Jeremy arbeitet hinter den Kulissen, und auf einem der Konzerte entdeckt er Melissa (Britt Robertson) im Publikum – und verliebt sich sofort in sie. Und während Jeremy von Jean-Luc Hilfe bekommt, um etwas aus dem Musiktalent zu machen, nähern sich er und Melissa immer weiter an. Sie werden ein Paar – doch das Schicksal schlägt sehr bald sehr hart zu.

“I still believe” erzählt eigentlich mehrere Geschichte in einem Film. Das Problem dabei ist, dass Andrew und Jon Erwin dies so oberflächlich machen, dass Emotionen nicht wirklich aufkommen. Der Film besteht aus lauter Stanzen, alles so wahnsinnig einfach. Jeremy verliebt sich auf den ersten Blick, und natürlich ist es die große Liebe. Jeremy wird ein Megastar, total selbstverständlich, und man bekommt gar nicht, wie es wirklich dazu kam. Alles geht furchtbar schnell, alles wirkt dadurch an der Oberfläche kratzend.
Ein zentrales Element ist die Liebe zu Gott. Überhaupt Gott. Das Beten. Der Glaube. Die Macher haben sich bemüht, das immer und immer wieder im Drehbuch zu berücksichtigen. Manchmal wirkt das unfreiwillig komisch, wie an der Stelle, wo Jeremy Melissa “I live you” singt, und sie ihn fragt, ob er Gott meine.
Weil alles so fix geht, geht das alles nicht ans Herz. Zudem ist der ganze Film absolut steril, geküsst wird erst beim x-ten Date, an Sex ist gar nicht zu denken, spielt gar keine Rolle.
Später wirkt “I still believe” dann nur noch wie Kirchen-PR, und das ist für Zuschauer, die damit wenig bis nichts am Hut haben, schon relativ schwierig, und selbst da wirken die Szenen, die rührig und traurig sein sollen, eher aufgesetzt und klischeemäßig. Der Film richtet sich aber auch vor allem an die große Religionscommunity – in den USA ist die christliche Musikbranche inzwischen immer stärker, auch wenn sie immer noch eher unter dem Radar läuft. So gibt es Jeremy Camp tatsächlich, seit 2000 hat er mehr als fünf Millionen Tonträger verkauft, und die Geschichte im Film basiert offenbar auf seinen Erlebnissen.

-> Trailer auf Youtube

I still believe
USA 2019: Regie: Andrew Erwin, Jon Erwin
Studiocanal, 115 Minuten, ab 6
4/10

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RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (61): Parkkarte ist ungültig

Dienstag, den 25. August 2020
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(60) -> 18.7.2020

Direkt neben dem Hauptbahnhof in Wiesbaden befindet sich ein Einkaufscenter. Mit dem Auto hat man in der Tiefgarage auch immer einen Platz.
Mit meinem Ticket laufe ich nach einem Bummel durchs Center zum Parkautomaten, ich bezahle und gehe zum Auto. Durch das Fahrbahnlabyrinth gelange ich dann zur Ausfahrt-Schranke. Ich stecke das Ticket an den Schlitz, es wird reingezogen, es ruckelt, und es ruckelt weiter, und am Ende sagt mir der Automat: Ticket ungültig.
Hm.
Zweiter Versuch. Wieder ruckeln und ruckeln und Ticket ist ungültig.
Na toll.
Ich setze zurück, ein Auto hinter mit muss auch zurücksetzen, es kann schließlich an mir vorbei, und dort funktioniert das Ticket auch.
Ich fahre inzwischen an die zweite Schranke. Aber da passiert dasselbe. Ich drücke den Notknopf. Und noch mal. Aber es meldet sich niemand.
Ich setze wieder zurück und fahre zurück Richtung Parkautomat.

Der Parkautomat, an dem ich vorhin noch bezahlt habe, erkennt das Ticket auch nicht mehr. Gegenüber ist das Hausmeisterbüro, es ist nicht besetzt. Aber auf einem Zettel steht ganz unten und ganz klein eine Handynummer. Ich rufe sie an, und tatsächlich meldet sich jemand. Warum ich denn nicht den Notknopf gedrückt habe. Ich antworte, dass ich das zweimal getan habe, es sich aber niemand gemeldet habe.
Der Hausmeister ist immerhin vor Ort, er hält sich im Hintergrund des Büros auf und kommt nach vorne. Nochmal fragt er, warum ich nicht den Notknopf gedrückt habe, und ich sage…
Er drückt mir schließlich ein neues Parkticket in die Hand, er hatte noch ein ganzes Paket mit Not-Tickets. Er vermutet, dass ich das Ticket ans Handy gehalten habe, dadurch könnten die Daten gelöscht worden sein. Darauf muss man ja auch erst mal kommen.
Mit dem Not-Ticket konnte ich ausfahren und erreichte wieder das Wiesbadener Tageslicht.

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