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Regina Scheer: Machandel

Machandel ist ein Dorf in Mecklenburg. Im Sommer 1985 kommen Clara und ihre Familie erstmals aus Ost-Berlin dorthin. Eigentlich hat Clara keine Beziehung zum Ort, aber uneigentlich liegen die familiären Wurzeln dort. Und uneigentlich ist Machandel mit Emotionen verbunden.
Claras Bruder Jan war 14 Jahre vor ihr im Schloss des Dorfes geboren worden. Jan lebte bei der Oma in Machandel, entstand sich aber später, die DDR zu verlassen.
Schon im ersten Sommer weiß Clara, dass sie diesen Ort liebt.

Mit dem Roman “Machandel” legt die Autorin Regina Scheer einerseits ihr Debüt vor. Andererseits wird davon gesprochen, dass es sich um einen großen Familienroman über die DDR handelt. Denn der Roman besteht aus lauter Kapiteln, die Clara und andere Teile der Familie in Ich-Form erzählen. So wird der Bogen gespannt vom Zweiten Weltkrieg, zum Beginn der DDR, über die Zeit des Kalten Krieges bis zum zur Wende.
Nur eines ist der Roman leider gar nicht: spannend.
“Machandel” wirkt leider wie eine Zusammenstellung von persönlichen Erlebnissen, die leider meistens alles andere als fesselnd erzählt sind. Die Erzählweise ist nüchtern und annahbar. Die Figuren kommen einem nicht nah. Der Autorin gelingt es kaum, irgendwelche Emotionen zu übertragen.
Schade, es ist absolut nicht das, was die PR-Anmerkungen auf dem Cover und dem Buchrücken versprechen.

Regina Scheer: Machandel
Penguin Verlag, 479 Seiten
1/10

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