Tagesarchiv für 2. August 2020

RTZapper

Battle of the Bands – Boys vs. Girls

Sonntag, den 2. August 2020
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DO 30.07.2020 | 20.15 Uhr | RTL zwei

Bei RTL zwei suchen sie mal wieder eine Band, die dann einen Song auf Platz 98 für eine Woche in den deutschen Charts platziert. Aber so ein lahmes Casting wäre dann für RTL zwei dann doch zu langweilig.
Am Donnerstagabend startete dort “Battle of the Bands” Dort treten Boy und Girls gegeneinander an.
Das klingt absolut nicht aufregend, und das ist auch alles andere als aufregend. Was im Jahr 2000 irgendwie spannend gewesen wäre, wirkt 2020 einfach nur noch lächerlich.

Sechs Boys und sechs Girls stehen sich bei diesem Battle gegenüber. Innerhalb von einer Stunde müssen sie eine Performance planen und dann auch präsentieren.
Dabei zeigt sich: So richtig toll singen kann da keiner, und dass man bei einer Gesangscastingshow mit einem Playback arbeiten muss, spricht auch nicht gerade für die Teilnehmenden. Nicht mal lippensynchron war das, was da fabriziert worden ist.
Und während die Boys, ähm, sangen, zerrissen sich die Girls das Maul darüber, dass das ja alles eher mäßig sei. Spricht sich gut im Glashaus, und als die Boys fertig waren, wisperten die Girls, wie toll sie das alles fanden. So von wegen aufrichtiger Kritik.

Danach durften die Girls noch einen Boys rauswählen, und die Boys wählte ein Girls raus. Die einen wählten die Person, die zu gut war, um die eigene Gruppe nicht zu gefährden, die anderen wollten fair bleiben und die wirklich schlechteste Person rauswählen.
Nun ja, bei diesem wirren Konzept kommt ganz sicher eine charttaugliche Band raus, die uns die nächsten 50 Jahre, äh, Tage, äh, Sekunden begleiten wird.

Und weil man bei RTL zwei weiß, dass die Halbwertzeit der neuen Band vermutlich schon vor Ende der Ausstrahlung abgelaufen sein wird, fügte man noch ein Soap-Element hinzu. Sich streitende Girls und Boys, Beleidigungen, Streits. Und wenn es zu öde wurde, geht halt jemand duschen.
Gut, dass so was selbst die jungen Leute nicht mehr interessiert. Die Einschaltquoten waren für RTL zwei eine Katastrophe, und ob wir das Ende von “Battle of the Bands” überhaupt noch erleben, ist fraglich.

-> Die Sendung bei TV Now

Hits: 171

KeineWochenShow

#187 – Aktenzeichen: AleXY ungelöst

Sonntag, den 2. August 2020
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Es wird Zeit für eine neue Show! Wir präsentieren: “Aktenzeichen AleXY ungelöst”! Mit Eduard Alexander Zimmermann! Einer der ersten Fälle kommt von der Kripo Schloss Oranienburg, denn dort wird ein Harsadeur gesucht, und wir stellen für diese Tätersuche gern Sendezeit zur Verfügung.

Außerdem fragen wir uns, ob wir ein schlechtes Karma haben: Wir testen jede Woche ein Bier, und nun heißt es, der Bierkonsum gehe zurück. Wir testen das Autokino Mildenberg, und nun erfahren wir, dass es wieder geschlossen wird. Über wen sollen wir künftig berichten, um dessen Niedergang heraufzubeschwören?

Es geht aber auch um das etwas andere Wacken-Festival 2020 und um die Frage, ob wir doch bald eine zweite Coronavirus-Welle bekommen werden. Wir sprechen über das Angelcamp mit Sido – und noch über einiges mehr in KeineWochenShow #187 auf Youtube.

Hits: 164

RTelenovela

Innehalten mit Roger W.

Sonntag, den 2. August 2020
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Und wieder brachten wir jemanden unter die Erde. Wieder versammelten wir uns auf dem Friedhof. Wir standen wir da und lauschten dem Trauerredner, der letzte Worte zum Verstorbenen vortrug.

Er war einer der besten Freunde meines Vaters. Seit mehreren Jahren schlug er sich mit einem Tumor herum. Zum zweiten Mal musste er operiert werden, und diesmal ist er danach nicht mehr aufgewacht.
Er wollte auf dem Friedhof in Lehnitz beerdigt werden, dort gibt es ein Areal, das ein wenig an einen Friedwald erinnert, aber eher wie eine Art Wildwiese wirkt.

Als der Trauerredner über sein Leben spricht, da erwähnt er auch meinen Vater, als es um dessen Freunde geht. Wie ja überhaupt der Tod dieses Mannes auch viele Erinnerungen an meinen Vater und dessen Beerdigung nach sich zog. Es war einerseits ein Stich ins Herz, andererseits aber auch ein warmes Gefühl, das diese Erwähnung auslöste.
Einer der Songs, die auf dieser Beerdigung gespielt wurde, war von Roger Whittaker – dessen Musik verbinde auch ebenfalls sehr mit meinem Vater. Auch er war Fan von Whittaker, und seine Musik lief immer auf den Partys in der Familie.

Diese Stunde auf dem Friedhof in Lehnitz war deshalb mal wieder eine Zeit des Innehaltens, und ich habe mich dort auch wieder gefragt, wie viele Beerdigungen ich in meinem Leben wohl noch erleben muss. Wenn der Lauf der Zeit voranschreitet.

Hits: 157

RTZapper

Vanilla X – Der Film

Sonntag, den 2. August 2020
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MI 29.07.2020 | 22.05 Uhr | Sat.1

Endlich mal ein richtiger Porno! Also, richtig im Sinne von: mit Gefühl. Mit schönen Bildern und so. Ohne diesen, nun ja, billigen Schweinkram. Nicht nur poppen, sondern auch, ähm, liebhaben. Und kuscheln.
Sat.1 hat uns gezeigt, wie ein guter Porno auszusehen hat. Oder besser: Wie Mütter meinen, wie ein guter Prono auszusehen hat. Oder noch besser: Wir konnten sehen, wie Mütter einen Porno schauten, den sie selbst gedreht haben und den sie ganz hervorragend fanden: “Vanilla X – Der Film”.

Aber ganz von vorn: Am Mittwoch zuvor lief bei Sat.1 die zweiteilige Doku “Mütter machen Porno” an. Mütter schauten Porno und fanden sie schlimm. Weil sie so explizit sind und es ja gar nicht um die Liebe geht. Ihr Ziel: selbst einen Porno drehen.

Das klingt sehr aufregend, dachte man sich bei Sat.1 – und zeigte nicht nur die erschütterten Mütter beim Schlimmen-Porno-schauen, sondern auch, welchen Film sie denn gern sehen wollen. Sie drehen selbst einen Porno, und natürlich lief auch der in Sat.1, am Mittwochabend.

Eine Disco, Mann und Frau tanzen, finden sich geil, und es beginnt eine Fantasie, in der sie sich näher kommen. Küssen. Lächeln. Streicheln. Ausziehen, Streicheln. Auch, ähm, blasen. Und am Ende, na, wir wisst schon.
So genau bekommen wir das nicht zu sehen, denn Sat.1 ist schließlich der Familienkuschelsender. Deshalb ist alles verpixelt worden, was zu verpixeln ist. So war die Kopulation nur zu erahnen. Aus rechtlichen Gründen sei das nicht anders gegangen, heißt es zu Beginn, und Sat.1 wollte natürlich aus Quotenquoten keineswegs darauf verzichten, uns diesen heißen Porno ganz offiziell zu zeigen.
Aber eigentlich gab es auch nicht den Film zu sehen, sondern wir sahen die Frauen, die ihren eigenen Film sahen und kommentierten. Und Szenen aus einem Kino, wo der Film auch gezeigt worden ist und wo sich die jungen Männer und Frauen arg zusammenreißen mussten, weil ja nun kaum jemand gewöhnt ist, einen Porno zu schauen, ohne, na, du weißt schon… Die spannende Frage wäre, ob danach die Herrenklos länger besetzt waren als üblich.

Die Frauen legten wert auf schöne Bilder, und deshalb mochten sie ihren eigenen Film. Sie wollen Gesichter sehen. Sie wollen sehen, wie das Ohr beim Sex aussieht. Wie sich die Frau umdreht, bevor er wieder in sie, na, du weißt schon. Es soll halt keine Rammelei sein, sondern was Sinnliches. Sie sollen sich wirklich total lieb haben – wie das eben so ist in Disco-Sex-Fantasien.
Seltsam ist nur, dass die Porno-Mütter so tun, als gebe es solche sinnlichen Sexfilme nicht. Selbst ihre Kinder stellten in Folge 1 der Doku fest, was es alles für Spielarten in Pornos gibt.

Und übrigens schaute auch der Pornoproduzent zu, der seine Filme natürlich ganz anders dreht. Großaufnahmen und natürlich auch groß im Bild, wenn er am Ende, na, du weißt schon. Und mehr Schnitte, und überhaupt. Vermutlich wird er sich am Mütterporno eher kein Beispiel nehmen, denn der Erfolg seiner Filme gibt es vermutlich recht.
Und, ähm, Sat.1, wo gibt es eigentlich die ungeschnittene Version des Films zu sehen? Auf Pornhub oder im Mütter-Pornofilm-Netzwerk?

-> Die Sendung bei Joyn

Hits: 220