Tagesarchiv für 11. Juli 2020

ORA aktuell

Oranienburg-Eden: Mann sitzt stundenlang im Nadelbaum

Samstag, den 11. Juli 2020

Beamte des Sondereinsatzkommandos (SEK) mussten am Freitagnachmittag nach Oranienburg-Eden ausrücken. Ein 40-Jähriger war auf einem Grundstück auf einen Nadelbaum geklettert und drohte, sich runter zu stürzen.

Wie die Polizei der Märkischen Allgemeinen berichtet, wurde mit ihm mehrere Stunden lang verhandelt. Am Abend konnte er fixiert und von einem Notarzt behandelt werden. Es liegen nach Polizeiangaben psychische Probleme vor.

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RTelenovela

Beim Bulettenkönig ist der Kunde vielleicht später König

Samstag, den 11. Juli 2020
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Burger King ist ein echtes Phänomen. Der Laden lebt einzig und allein von Erinnerungen. Irgendwann damals war’s, als der Bulettenkönig mal richtig gut war.
Es kommt immer mal wieder vor, dass man Lust hat, dorthin zu gehen. Und immer wir man enttäuscht, immer wird man dran erinnert, dass die Glanzjahre von Burger King längst zu Ende sind.

Neulich in Vehlefanz. Ich gebe meine Bestellung in den Automaten ein. Einen Whopper-Cheese, Pommes, einen Chicken-Nugget-Burger und eine Cola ohne Eis. Zum Hieressen.
Dann wartet man am Tresen, dass man alles bekommt. In anderen Läden kann man sich an den Tisch setzen, und das Essen wird gebracht. Nach ein paar Minuten ist alles fertig. Die Burger und die Pommes sind in einer Tüte zum Mitnehmen. Ich sage, dass ich doch hier essen möchte. Also bekomme ich auch ein Tablett.
Am Tisch stelle ich fest: In meiner Tüte ist alles drin, aber keine Servietten. Nur die fettige Serviette auf der Pommestüte. Ich gehe noch mal zum Tresen und frage nach. Der Mann dahinter meint, es seien doch welche drin, und ich meine, wenn welche drin wären, würde ich ja nicht nachfragen.

Beim Essen stelle ich dann fest: Die Pommes sind lauwarm und kaum knusprig. War früher mal anders. Der Chicken-Nugget-Burger ist lauwarm. Die Nuggets schmecken alt, als wenn sie schon mehrfach immer wieder in der Fritteuse erhitzt wurden. Der Whopper ist lauwarm, das Brötchen kalt, das Fleisch echt mau. Vom Grillgeschmack, für den früher immer geworben wurde, ist nichts übrig. Und: kein Cheese. Der Käse fehlt. Aber da hatte ich schon keine Lust mehr, noch mal zum Tresen zu gehen. Man will die Leute dort ja nicht damit belästigen, dass man was anderes bestellt hat…

Mal wieder ärgerlich. Irgendwie ärgerlich ist aber auch, dass man das in einem Monat oder so wieder vergessen hat und sich überlegt, man könnte ja mal wieder zu Burger King gehen.
Es gab Zeiten, da fand ich, Burger King ist viel besser als McDonald’s. Die Zeiten sind lange vorbei.
Automat hieressen
Servietten
Tüte
kein Käse…

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RTZapper

Brandenburg aktuell: Chefredakteur zum AfD-Sommerinterview

Samstag, den 11. Juli 2020
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MI 08.07.2020 | 19.30 Uhr | rbb

Beim rbb haben diverse Redaktionen und damit auch Journalisten recherchiert, was es mit dem Rechtsextremismus und mit dem Brandenburger AfD-Vorsitzenden Andreas Kalbitz auf sich hat. Allerdings scheinen das Leute zu sein, die nicht mehr beim rbb sind, die gerade nicht verfügbar sind, die vielleicht gerade im Urlaub sind, dessen Bürotüren leider abgeschlossen sind, deren Telefone alle kaputt sind oder mit denen man schlicht nicht redet, wenn man ein Interview mit Kalbitz plant.
Anders ist nicht zu erklären, was da beim rbb passiert ist.

Am Sonntag gab es in “Brandenburg aktuell” eine neue Folge des Sommerinterviews. Die Sendungen werden immer an einem See aufgezeichnet, der Interviewte kann bestimmen, wo. In Senzig, am Seeufer plaudert die rbb-Frau Stephanie Teistler mit Kalbitz erst mal locker-flockig über Corona und Schlachtbetriebe.
Wie schön, und wie kuschelig.
Aber wäre es nicht erst mal spannender gewesen, Kalbitz zu fragen, warum er überhaupt noch in der AfD ist? Was denn nun mit dem parteiinternen Zoff ist? Das tut sie dann kurz vor Schluss, allerdings will sie von ihm nicht wissen, was Sache ist, sie spricht ihn auch nicht auf das Rechtsextremismus-Problem in der AfD an, sondern will wissen, was das mit dem Parteiarbeit macht. Ach Gottchen. Und sie fragt, ob Kalbitz was merke, dass seine Partei jetzt vom Verfassungsschutz beobachtet werde. Nein, er merke nichts, und er findet es auch doof, dass der Verfassungsschutz tut, was er tut. Ach was.

Es sind Fragen, die so tun, als seien sie irgendwie kritisch. Das sind sie aber nicht. Eigentlich gibt ihm die Interviewerin immer wieder nur die Möglichkeit, sich aus allen Problemen rauszureden, und kritische Nachfragen sind schon mal gar nicht drin.
Knappe sieben Minuten dauert diese Interview-Katastrophe. Der rbb raunt hier und da, dass es im Netz auch eine 40-Minuten-Version gäbe, verlinkt aber immer nur die kurze Version, die auch im rbb lief.

Am Mittwoch äußerte sich rbb-Chefredakteur Christoph Singelnstein zu diesem Interview, das für viel Kritik gesorgt habe. Er hat eine bessere Zusammenarbeit der rbb-Redaktionen angemahnt.
Das ist ausweichend und hochgradig peinlich. Erstens sollte doch drauf geachtet werden, wenn der rbb ein Interview mit AfD-Kalbitz plant, dass man das entsprechend vorbereitet. Jeder Redakteur, jede Redakteurin sollte wissen, worum es geht, wer da sitzt und was man da mal kritisch nachfragen sollte.
Und dass Singelnstein jetzt davon faselt, dass Redaktionen nicht zusammenarbeiten, dann muss man sich natürlich fragen, wer für solche Dinge zuständig ist. Ups, vermutlich Christoph Singelnstein.
Das war eine ganz schwache Leistung. Von der Interviewerin, von der Redaktion drumherum und natürlich auch vom Chef selbst.

-> Das Interview auf rbb24.de
-> Die Stellungnahme auf rbb24.de

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