Tagesarchiv für 8. Juli 2020

ORA aktuell

Oranienburger Schreibwarenladen: Elke Ost ist gestorben

Mittwoch, den 8. Juli 2020
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Sie hatte fast 30 Jahre lang in Oranienburg einen Schreibwaren- und Lottoladen. Elke Ost ist am 3. Juli im Alter von 66 Jahren gestorben. Das gab die Familie in einer Traueranzeige in der Märkischen Allgemeinen bekannt. Sie lebte in Leegebruch.

Anfang der 80er-Jahre begann sie im Schreibwarenladen in der damaligen Leninallee in Oranienburg zu arbeiten. Es war ein Flachbau, der Anfang der 90er abgerissen worden ist. 1989 übernahm sie das Geschäft. 1990 zog sie mit dem Laden in die Breite Straße, 1996 in ein Eckgeschäft an der Havelstraße/Breite Straße. 2017 gab sie das Geschäft auf und in den Ruhestand, heute ist dort die Bäckerei Plentz.

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RTZapper

ZDF-Sport extra – Fußball-Relegation 2020 – 2./3.Liga

Mittwoch, den 8. Juli 2020
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DI 07.07.2020 | 18.00 Uhr | ZDF

Inzwischen wird schon wieder fast zwei Monate lang in Deutschland Profifußball gespielt. Mittlerweile haben wir uns fast daran gewöhnt, dass es bei den Live-Übertragungen nicht mehr so laut ist, dass man stattdessen besser mitbekommt, was auf dem Feld so gesprochen wird.

Am Dienstagabend übertrug das ZDF die Relegation der 2. und 3. Liga: das Hinspiel zwischen Nürnberg gegen Ingolstadt. Und wir als Zuschauer sind tatsächlich mittendrin. Wir hören, wenn Spieler meckern. Wenn Spieler schreien, dass man doch den Ball ins Aus geben soll, weil jemand verletzt auf dem Feld liegt. Wir hören Diskussionen, und wir hören auch, wie und auf welche Weise Spieler diskutieren.
Das ist spannend! Es sind Einblicke, die man unter normalen Umständen gar nicht bekommt, weil das alles gnadenlos übertönt wird. Es geht im Lärm sehr viel mehr unter – das merkt man erst jetzt.

Und man konnte am Dienstagabend den Unterschied merken. Denn parallel übertrug auch Amazon Prime Video dasselbe Spiel. Der Unterschied: Im ZDF gab es den Originalton, bei Amazon Prime Video eine künstliche akustische Stadionatmosphäre. Das klang irgendwie vertraut, und man muss den Tonleuten auch zugestehen, dass sie es ziemlich gut hinbekommen, die Emotionen gut der Situation anzupassen. Allerdings sieht man in vielen Kameraeinstellungen aber natürlich trotzdem, dass das Stadion leer ist. Und ein leeres Stadion mit jubelnden Leuten – das passt irgendwie nicht. Man hat sich auch an die Stille schon gewöhnt…

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RTelenovela

Cinemaxx in Zeiten des Coronavirus

Mittwoch, den 8. Juli 2020
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Einerseits freue ich mich sehr, dass nach dreieinhalb Monaten Pause nun endlich wieder die Kinos öffnen dürfen. In Mecklenburg-Vorpommern sind die Kinos schon sehr viel länger geöffnet, und ab und zu hatte ich überlegt, ob ich nicht mal nach Neustrelitz fahre – der nächste Kino-Ort von uns aus in MV. Aber daraus wurde nichts, es wäre weit mehr als eine Stunde Hinfahrt und auch Rückfahrt gewesen.
In Brandenburg dürfen Kinos eigentlich schon seit Anfang Juni wieder öffnen, aber zumindest in Oranienburg tut sich in der Hinsicht bis heute nichts.

Nun also Berlin, das Cinemaxx am Potsdamer Platz. Schön, wieder da zu sein. Und dennoch war der Besuch irgendwie bedrückend.
Sonntagabend, und das Kino ist ziemlich leer. Maske auf. Ein einziger Schalter ist geöffnet, und auch dort steht niemand, ich komme gleich ran. Die Platzfindung ist irritierend, weil mir die Verkäuferin zwar die Übersicht zeigt, sie darf aber nur bestimmte Plätze verkaufen. Das Ticket ist sehr viel preiswerter als sonst: 6,99 Euro für alle Plätze.
Danach muss man einen Zettel ausfüllen. Damit die Kinoleute wissen, wer wann da war, falls…
Mein Film läuft ganz oben, Getränke und Popcorn gibt es aber nur ganz unten. Auch dort ist nur ein Schalter geöffnet, zwei Leute stehen vor mir – mit Abstand. Das Kino ist nicht ganz leer, aber es sind nur sehr wenige Leute dort. Ich kaufe eine Cola und gehe nun ganz nach oben.
Ich schaue “Guns Akimbo”, leider keine gute Wahl zum Neustart, und wir sind zehn Leute im Saal. Eigentlich werden die Plätze so verkauft, dass die Reihe davor und dahinter nicht verkauft oder nur versetzt verkauft werden. Das scheint das Pärchen, das später kommt, vergessen zu haben. Sie setzen sich im ziemlich leeren Kino in die Reihe vor mir. Direkt vor meinen Sitz. Manchmal fasst man sich an den Kopf, und ich wechsele die Reihe und gehe eine weiter nach hinten.
Während man im Saal sitzt, kann man die Maske abnehmen, geht man wieder raus, muss auch die Maske wieder über Mund und Nase. Ich verlasse das Kino, nehme draußen wieder die Maske ab.

Schön, dass ich wieder ins Kino kann. Aber es macht auch traurig, wie wenig los ist, welcher Aufwand betrieben werden muss. Und ich frage mich, wie lange so ein Kino das wirtschaftlich durchhalten kann.

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