Tagesarchiv für 4. Juli 2020

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Mit eigenen Songs im Studio

Samstag, den 4. Juli 2020
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Die Band Maxi aus Schwante nimmt gerade in Berlin-Charlottenburg erstmals 13 selbst geschriebene Lieder für ein Album auf

MAZ Oberhavel, 4.7.2020

Schwante.
Rastlos. Sorgenfrei. Unendlich Zeit. Pack den Koffer. Bei diesen Stichworten handelt es sich um Lieder. Und gleichzeitig um echte Meilensteine.
Die Band Maxi aus Schwante gibt es bereits seit 2014, und bislang sind es vor allem Coversongs, mit denen Sängerin Maxi Ulrich (31), Schlagzeuger Robert Hörster (32) und Gitarrist Oliver Dolgener (30) auf sich aufmerksam machten. Jetzt aber wollen die Musiker auch mit eigenen Liedern überzeugen. Mit 13 selbst geschriebenen Songs sind sie momentan im „One Pro Music“-Studio in Berlin-Charlottenburg, um diese Lieder aufzunehmen.

Acht Tage lang dauern die Aufnahmen – gerade befindet sich die Band im zweiten Aufnahme-Wochenende. „Wir sind jetzt beim sechsten Song“, sagte Maxi Ulrich am Donnerstagnachmittag. Die Lieder schreiben die drei Bandmitglieder mehr oder weniger zusammen. „Aber das ist ziemlich unterschiedlich“, sagt Oliver Dolgener. „Manchmal habe ich eine Idee, die dann ausgearbeitet wird, dann schreibt Maxi auf diese Melodie einen Text, oder Maxi hat einen Text, und dann schreiben wir die dazu passende Musik.“
In allen ihren 13 Liedern, die sie momentan in Berlin aufnehmen, kommt ein Wort immer wieder vor. „Das ist uns letztens aufgefallen“, sagt der Gitarrist. Es ist das Wort „Zeit“. Deshalb überlegen Maxi, Robert und Oliver auch, dass das Wort auch irgendwie im Namen des Albums auftauchen sollte. „Im Lied ,Rastlos’ geht es darum, dass man nie zur Ruhe kommt, sich selber Druck macht, die Arbeit nicht zu schaffen und man in Richtung Burnout geht“, erzählt Oliver Dolgener. Und Maxi erzählt über das Lied „Briefe an mich“: „Da geht es darum, dass man alte Briefe findet und einen Flashback bekommt, die Briefe rekapituliert und die Gedanken niederschreibt.“

Bei den Liedern handelt es sich um deutschsprachige, handgemachte Musik. „Die Texte kommen wirklich aus dem eigenen Leben“, sagt Maxi Ulrich. „Jeder findet sich darin wieder.“ Die Musiker wollen sich treu bleiben. Wer mal einen Auftritt von Maxi erlebt hat, wird sich an die Lagerfeuer-Stimmung erinnern. Das wollen sie auch bei den jetzigen Aufnahmen rüberbringen. „Wir bleiben uns treu, wir bauen nichts ein, was wir live nicht spielen können“, sagt Oliver Dolgener. „Darauf legen wir großen Wert.“ Die Band verortet sich im Bereich der Singer-Song-Writer.

Die Aufnahmetage im Studio in Berlin-Charlottenburg beginnen immer gegen 10 Uhr. „Dann besprechen wir, welche Songs wir aufnehmen. Wir überlegen aber eigentlich schon am Vorabend, welche zwei Songs wir am nächsten Tag aufnehmen wollen“, erzählt Maxi Ulrich. Zwei- bis dreimal werde der Song in der eigentlichen Besetzung durchgespielt. Wirklich eingespielt für die Aufnahme werden die Elemente aber einzeln, zur Hilfe kommt am Anfang ein Metronom, das den Takt vorgibt. „Wir stehen nicht zusammen im Studio“, sagt Maxi Ulrich. „Wir sind ja eigentlich eine Live-Band, aber zum Beispiel der Gesang sollte schon so sauber wie möglich rüberkommen.“ Auch gebe es bei einer Live-Aufnahme immer mal Nebengeräusche. „Das ist schon komplett anders“, erzählt Oliver Dolgener. „Hier haben wir ja vor der Gitarre drei Mikros zu stehen, da hört man jedes Geräusch und auch jeden lauten Atmer.“ Das sei durchaus anstrengend, mache aber auch Spaß.
Die Aufnahmen laufen noch bis zum Sonntag. „Montag haben wir dann noch mal Zeit, alles durchzuhören“, sagt Maxi Ulrich. „Da haben wir keine Hektik.“ Danach beginnt Tonmeister Domenico Utpadel, die Musik abzumischen.
„Der Plan ist dann, unsere Songs bei allen gängigen Plattformen kostenfrei zur Verfügung zu stellen“, sagt Oliver Dolgener. Auch CDs würden produziert, vor allem, um bei Konzerten etwas verkaufen zu können. „Uns geht es ja nicht ums große Geld. Es ist auch für uns, dass Material da ist und überhaupt, um das mal festzuhalten, was wir so machen.“ Ob zu einzelnen Songs auch Musikvideos geplant sind, ist noch offen.

Die Coronakrise hat der Band eigentlich eher in die Karten gespielt. Zwar sind alle geplanten Auftritte abgesagt worden, so war aber immerhin schon früher Zeit, ins Studio zu gehen. Eigentlich war das erst für Oktober geplant. Ob, wie und wann eine Record-Release-Party stattfindet, steht auch noch nicht fest. „Es ist schon cool, mit Freunden zusammenzusitzen und zu spielen, aber erst mal müssen wir alles einspielen“, sagt Maxi Ulrich.

Hits: 200

RTelenovela

Konzertplanung in Zeiten des Coronavirus

Samstag, den 4. Juli 2020
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Konzerte? In einem großen Club mit vielen verschwitzten, tanzenden Leuten um einen herum? In Zeiten des Coronavirus ist das irgendwie undenkbar.
Während unter freiem Himmel inzwischen wieder kleine Konzerte und Lesungen stattfinden und auch drinnen kleinere Veranstaltungen, ist noch immer vollkommen unklar, was aus den “richtigen” Konzerten wird. Wann können wieder die Events stattfinden?

Ich bin ja schon länger nicht mehr der große Konzertgänger. Deshalb habe ich 2020 bislang auch nur zwei Konzerttickets. Eines lag direkt am Anfang der Coronakrise, und lange war unklar, ob Underworld am 21. März im Tempodrom in Berlin auftreten können. Die Regelungen machten es dann doch unmöglich, und damals war ich ehrlicherweise ziemlich froh, dass dann die Absage, beziehungsweise die Verschiebung kam. Der neue Termin ist der 1. Oktober. Allerdings kann man davon ausgehen, dass der Termin nicht zu halten ist. Bis 31. Oktober sind Großveranstaltungen verboten, und Underworld ist so eine Großveranstaltung – eigentlich eine große Elekroparty, eine Disco.

Das zweite Konzert ist erst im Oktober. Am 21. Oktober wäre ich zu Provinz gegangen, meine Musikentdeckung 2019. Ich freue mich sehr auf dieses Konzert. ABer auch das ist nun verschoben worden – auf den 15. April 2021.

Ich bin gespannt, wie sich die Lage in der Hinsicht entwickelt. Am Wochenende steht erst mal wahrscheinlich der erste Kinobesuch nach der Coronapause auf dem Programm.

Hits: 203

ORA aktuell

Sexueller Übergriff am Oranienburger Havelufer

Samstag, den 4. Juli 2020

Sexueller Übergriff am Donnerstagabend in Oranienburg. Wie die Polizei informiert, wurde eine 35-jährige Frau zwischen 20.30 und 21 Uhr offenbar am Havelufer gegenüber des Schlosses von einem bislang Unbekannten bedrängt und vergewaltigt. Sie hatte auf einer Bank gesessen, der Mann näherte sich ihr nach Aussage der Frau und berührte sie am Arm. Nachdem sich die Frau auf eine andere Bank gesetzt hatte, folgte ihr der Mann. Er soll sie festgehalten haben und sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen haben. Danach flüchtete er.

Bei der Suche nach dem Mann kamen auch Fährtenhunde und ein Hubschrauber zum Einsatz – bislang ohne Erfolg. Die Polizei bittet um Mithilfe. Der Mann soll 1,85 bis 1,90 Meter groß und sportlich sein. Er trug eine schwarze Hose und schwarzes T-Shirt. Er soll südländisch ausgesehen und kurze, lockige, dunkle Haare mit einer Afrofrisur gehabt haben. Er hat kein Wort gesagt. Hinweise an die Polizei unter 03301/8510.

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