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MaPa

FR 29.05.2020 | Joyn

Das Leben ändert sich vom einen Tag zum anderen radikal. Metin Müller ist allein mit seiner noch nicht mal ein Jahr alten Tochter Lene. Seine Freundin Emma lag eines Morgens tot im Bett. Weg, einfach so.
Metin ist überfordert. Mit dem Baby. Mit der Trauer. Und mit seiner Mutter, die ihn einfach nicht allein lassen will. Lene hält ihn auf Trab, aber immer wieder überfällt ihn die unendliche Trauer darüber, dass seine Freundin nicht mehr ist.
Für Lene ist Metin nun MaPa, Mama und Papa.

“Mapa” heißt die sechsteilige Serie, die beim Streamingdienst Joyn verfügbar ist und die gemeinsam mit dem rbb produziert worden ist. Sie handelt einerseits von der Trauer, von der unfassbare Überforderung, die so ein schreckliches Ereignis mit sich bringt. Aber es geht auch um die skurrilen Momente, die Metin erlebt. Wenn Menschen, die ihm begegnen, in traurig-lustige Fettnäpfchen treten.
“Mapa” ist eine Sadcom, oder auch Sad Comedy, traurige Comedy. Diese Balnace aus Traurigkeit und Komödie gelingt dieser Serie sehr gut. Muss man sich gerade die Tränen wegdrücken, kommt auch gleich ein Schmunzeln oder ein leiser Lacher. Die Serie erzählt aber auch von der Verarbeitung von Trauer, die Zuschauer tauchen ein in die letzten Wochen des Paares, die Liebe und die Zweifel, weil nicht immer alles so gut lief, wie sie es sich vielleicht vormachten.
Max Mauff spielt Metin Müller, in dieser Hauptrolle glänzt der Schauspieler. Es ist nicht seine erste Hauptrolle, aber seine Performance in dieser Serie kann sich wirklich sehen lassen. Wenn er mit großen, aber traurigen Augen das Baby wickelt, dann kann man sehr gut nachfühlen, was da in seinem Inneren passiert.

Nach sechs Folgen würde sich eine 2. Staffel sicherlich anbieten, wobei natürlich grundsätzlich die Geschichte von der Trauer irgendwann auserzählt ist. Es sei denn, man möchte Metin und Lene auch beim weiteren Erleben begleiten.

-> Die Serie bei Joyn

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