Tagesarchiv für 15. April 2020

ORA aktuell

Coronavirus: Kleine Oranienburger Läden können bald wieder öffnen

Mittwoch, den 15. April 2020
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Am 22. April können in Oranienburg wieder viele kleine Geschäfte öffnen. Allerdings gelten für Betreiber und Kunden Hygienebestimmungen. Abstände seien einzuhalten, bei sehr kleinen Läden würden Zutrittshöchstzahlen gelten.
Das haben der Ministerpräsident Brandenburgs und der Landrat von Oberhavel beschlossen.

Die Kontaktsperre gilt jedoch auch in Oranienburg weiterhin – nun bis zum 3. Mai. Bis dahin sind auch weiterhin alle Veranstaltungen verboten. Großveranstaltungen und Feste sind schon jetzt bis 31. August untersagt.

Unterdessen gibt es in Oranienburg 29 bestätigte Fälle von Menschen mit dem Coronavirus. Das ist die höchste Zahl im Landkreises Oberhavel, Oranienburg ist aber im Landkreis auch die größte Stadt.

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RTelenovela

Polizeistaat in Zeiten des Coronavirus

Mittwoch, den 15. April 2020
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So billig habe ich schon lange nicht mehr getankt. Gerade mal 1,169 Euro kostete der Liter bei SB-Tank in Sachsenhausen am frühen Abend.

Gegenüber, bei McDonald’s war der offenbar übliche abendliche Stau am McDrive. Das Restaurant ist dicht, nur am Drive-in bekommt man was.
Es scheint tatsächlich Leute zu geben, die das immer noch nicht mitbekommen zu haben. Ein Lieferwagen fuhr an der Schlange vorbei, auf den Parkplatz. Ein Herr stieg aus und lief in Richtung Eingang, um dort festzustellen, dass der Laden dicht ist und die Autos nicht umsonst am McDrive anstehen und die Leute darin warten. Der Mann düste im Auto wieder ab – und stellte sich mit seinem Wagen auch nicht in die Schlange.
Ich war seit Februar das erste Mal bei McDonald’s. Der Verbot gehörte zu meiner Fastenzeit, und das habe ich auch durchgezogen. Sicherlich wäre es schöner gewesen, ins Restaurant zu gehen, sich am Automaten was zu bestellen und bei einem guten Buch gemütlich drinnen zu essen.

So nahm ich das Bestellte mit und fuhr auf den Parkplatz am Oranienburger Schlosshafen. Im Radio lief der “Fest und flauschig”-Podcast, und ich futterte, was ich vorher gekauft hatte.
In Sichtweite zu mir standen drei Männer und unterhielten. Einer hatte einen Hund dabei, und er warf den Ball, damit der Hund ihn holen konnte.
Aber in der heutigen Zeit ist es nicht gestattet, zu dritt irgendwo rumzustehen und zu plaudern. Es dauerte keine zehn Minuten, da standen plötzlich drei Polizisten vor der Gruppe – die drei Polizisten hielten übrigens auch nicht wirklich einen Sicherheitsabstand ein.
Sie schienen den Männern jedenfalls klarzumachen, dass es verboten sei, dort rumzustehen, denn die Gruppe trennte sich. Ob sie eine Strafe zahlen müssen, war nicht zu sehen – aber ich glaube nicht.

So richtig die Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus auch sind – es ist auch erschreckend, wie schnell wir plötzlich in einem Polizeistaat leben. Da steht man so rum, und plötzlich ist die Polizei da. Und selbst ich in meinem Auto war mir nicht mehr sicher, ob sich eigentlich da in meinem Auto stehen darf und im Auto sitzend das Fastfood verdrücken darf. Ich hatte mich schon drauf vorbereitet, dass die Polizei auch mich gleich verhaftet. Aber sie sahen mich aus der Entfernung eventuell nicht.
Eine der Polizistinnen telefonierte aber länger, und ich sah schon einen Mannschaftswagen anrauschen, damit die Beamten mein Auto auseinander nehmen könnten.
Tatsächlich kam dann auch ein Mannschaftswagen und stoppte neben einem zweiten. Ob es einen größeren Polizeieinsatz gab, weil auf der anderen Seite der Havel drei Jugendliche auf terroristische Weise miteinander plauderten, habe ich nicht mehr mitbekommen. Ich hatte aufgegessen und fuhr los. In der Hoffnung, einer Festnahme zu entgehen.

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RTZapper

Der Name der Rose

Mittwoch, den 15. April 2020
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MO 13.04.2020 | 20.15 Uhr | Servus TV

1327 in einem Kloster in den Alpen. Es gibt mehrere mysteriöse Todesfälle. Der dort gerade anwesende Franziskaner-Mönch William von Baskerville (John Turturro), der sowieso umstritten ist wegen seiner von den päpstlichen Lehren abweichenden Interpretation der Bibel, versucht Licht in das Ganze zu bringen. Sein Adlatus Adson von Melk (Damian Hardung) soll ihm dabei helfen – wobei der gleichzeitig mit der ersten Liebe zu kämpfen, eine Frau, die in der Gegend herumstreunt.

“Der Name der Rose” zog in den 80ern ein Millionenpublikum in die Kinos. Sean Connery spielte damals den Mönch und Christian Slater seinen jungen Begleiter.
Über Ostern lief nun die achtteilige Serie bei Servus TV, die letzten beiden Folgen am Ostermontagabend. Vorteil für die Serie: Die Geschichten konnten mehr in die Tiefe gehen. So wird die komplizierte Liebelei zwischen Adson und der Fremden viel ausführlicher beschrieben. Auch ist mehr Zeit, in das Klosterleben einzutauchen. Waren im Film damals sehr viel mehr merkwürdige Freaks zu sehen, ist das Serie nicht ganz so. Die Darsteller, allen voran die beiden Hauptfiguren, überzeugen.
Die Atmosphäre war mystisch, überhaupt hat dieser Serie eine spannende Stimmung verbreitet. So ist die 2019er-Auflage der Geschichte eine durchaus sehenswerte Serie geworden.
Schade, dass sie beim kleinen Servus TV in Deutschland kaum Aufmerksamkeit bekommen hat.

-> Die Serie in der Servus-TV-Mediathek (zeitlich begrenzt)

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