Tagesarchiv für 14. April 2020

RTZapper

Tatort: Das fleißige Lieschen

Dienstag, den 14. April 2020
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MO 13.04.2020 | 20.15 Uhr | Das Erste

Das Saarland beglückte uns am Ostermontagabend nicht nur mit einem neuen “Tatort”-Ermittlerteam. Sondern auch mit dem besten “Tatort” seit langem.

Vladimir Burlakov spielt Kommissar Leo Höller. Er bekommt einen neuen Kollegen, Adam (Daniel Sträßer). Allerdings: Die beiden kennen sich, und sie kennen sich gut. Sie waren als Jugendliche gute Freunde. Aber es ist etwas vorgefallen, und es dauerte 15 Jahre, bis sie sich nun wiedersahen. Adam hat sich nach Saarbrücken versetzen lassen.
Diese Vergangenheit holt die beiden auch bei ihrem ersten gemeinsamen Fall ein. Erik Hofer wurde ermordet. Der Enkel des Firmenpatriarchen Bernhard Hofer sollte eigentlich die Firma übernehmen.
Verdächtige gibt es viele. War es der zweite Enkel, der vom Großvater böse ausgebootet wurde, weil er ihn für unfähig hält? Oder war es der Großvater selbst? Oder der Pförtner von der Firmenschranke?
Die Lösung führt über die schmerzvolle Firmengeschichte mit Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg und Bernhard, der damals nicht zimperlich war. Und über einen Hund, der offenbar beim Mord dabei war.

Dieser “Tatort” hatte alles, was ein guter Krimi braucht. Die Ermittlungen waren spannend, weil sehr lange völlig unklar blieb, wer den Mord begangen hat. Viele Vermutungen, aber lange keine Lösung. Dazu die erschütternde Nebengeschichte um die beiden Kommissare selbst, die als Jugendliche einiges mitmachten. Alles eingetaucht in einen flirrenden Soundtrack, der den Puls steigen ließ.
Dazu tolle Hauptdarsteller, die ihre Unsicherheiten untereinander, mit Adams Familie und mit dem Fall selbst toll darstellten. Dieter Schaad (94!) spielte den Firmenpatriarchen, den alten vom Leben gezeichneten und verbitterten Mann, dem im wahrsten Sinne des Wortes das Herz bricht.
Dieser Film war eine emotionale Achterbahnfahrt, die noch einige Minuten nach Ende nachwirkte, und dass es nun Monate dauern wird, bis es Teil 2 zu sehen gibt, ist echt bedauerlich.

-> Der Film in der ARD-Mediathek (bis 26. September 2021)

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ORA aktuell

Oranienburger Handballclub: Trainer Christian Pahl hört auf

Dienstag, den 14. April 2020
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Christian Pahl gibt seinen Trainerjob beim Drittliga-Verein Oranienburger Handballclub (OHC) ab. Er war sieben Jahre im Amt und will zum Saisonende aufhören. Falls während des Coronavirus der Spielbetrieb abgebrochen wird, hat er sein letztes Spiel bereits hinter sich gebracht.

Allerdings bleibt der 39-Jährige dem OHC und der ersten Männermannschaft erhalten – er bleibt sportlicher Leiter.

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RTZapper

Andrea Bocelli: Music For Hope

Dienstag, den 14. April 2020
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SO 12.04.2020 | 19.00 Uhr | Youtube

Auch der Tenor Andrea Bocelli reiht sich ein in die Riege der Künstler, die ein spezielles Coronakonzert geben. Allerdings macht er das nicht in seinem Wohnzimmer, sondern er macht das große Ding draus – und sorgt für Gänsehaut.

“Music for Hope” war der Titel des Konzertes am Ostersonntagabend, übertragen auf Youtube. Andrea Bocelli war dafür im Mailänder Dom – und natürlich alleine, ohne Publikum.
Der Startenor gab fünf Songs zum Besten: “Panis Angelicus”, “Ave Maria”, “Sancta Maria” und “Domine Deus”. Für “Amazing Grace” verließ er den Dom, er sang das Lied vor dem imposanten Gebäude, draußen auf dem ebenfalls menschenleeren Platz.

Andrea Bocelli gab seinen Zuhörern Momente der Freude, der Zerstreuung und vielleicht auch Hoffnung. Schon während der Übertragung sahen wohl um die 2 Millionen Menschen zu. Bis Dienstagmorgen hatte das Video auf Youtube 30,63 Millionen Klicks.
Kultur, die die Menschen jetzt brauchen und annehmen.

-> Die Übertragung auf Youtube

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RTelenovela

Fasten in Zeiten des Coronavirus

Dienstag, den 14. April 2020
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Aschermittwoch war die Welt hierzulande noch relativ in Ordnung. Es begann wieder die Fastenzeit, und diesmal hatte ich mir Folgendes überlegt:
Keine Cola oder Colamixe, und auch keine Fanta oder Ähnliches.
Kein McDonalds oder Burger King.
Keine Süßigkeiten, vor allem keine Schokolade.
Keine Puddings oder Ähnliches.
Eine richtige Mahlzeit am Tag. Trinken ganz normal erlaubt.
Bis zum Ostersonnabendabend sollte das so gehen.

Es lief auch alles ganz gut. Eisern hielt ich durch. Selbst im Büro widerstand ich allen Zwischendurch-Genüssen, die immer mal wieder rumgingen. Selbst bei Kuchenpausen war ich nur Beobachter. Ich war stolz auf mich, und das Fasten zeigte auch schon Wirkung.
Doch dann begann die Coronakrise.
Seit Mitte März bin ich im Homeoffice. Heißt: immer zu Hause. Nur noch selten kommt man raus, Vor-Ort-Termine gibt es kaum noch oder man erledigt die Dinge telefonisch.

Aber wenn man permanent zu Hause ist, nur noch einmal am Tag rauskommt, dann ist das Fasten besonders anstrengend. Die Zeit ist schon traurig und trostlos genug – und so beschloss ich während der ersten Homeoffice-Woche, einen Punkt beim Fasten 2020 zu streichen. Ich gab die Regel auf, nur einmal am Tag richtig essen zu dürfen. Diesen Frust wollte ich mir in der Frustzeit nicht auch noch geben.
Alle anderen Punkte blieben aber bestehen, und die hielt ich auch bis zum Ostersonnabendabend durch.

Am Abend des Ostersonnabends gönnte ich mir dann einen Pudding, Kinder Riegel und Cola. Seltsamerweise war die Cola-Euphorie beim Trinken gar nicht so groß. Kann es sein, dass Coca-Cola früher anders und besser geschmeckt hat? Ich werde auf Cola nicht verzichten, aber es wird sie seltener geben. Sag ich jetzt mal.

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