Tagesarchiv für 11. April 2020

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Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion

Samstag, den 11. April 2020
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FR 10.04.2020 | 23.50 Uhr | mdr-Fernsehen

Durch die Coronakrise liegt auch das Kulturleben brach. Die Theater, Kinos und Kirchen sind geschlossen. Jetzt liegt es am Fernsehen und am Internet, die Kultur nach Hause zu bringen. Kulturschaffende aus allen Bereichen schließen sich zusammen, um ihre Kunst doch noch unters Volk bringen zu können.

Immer am Karfreitag findet in der Leipziger Thomaskirche die Bach-Passion statt. In diesem Jahr muss sie ausfallen, was wohl seit 150 Jahren das erste Mal geschieht.
Und auch schon jetzt steht fest, dass im Juni das Bach-Festival in Leipzig ausfallen muss. Dort sollte am 13. Juni Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion aufgeführt werden. Fällt auch aus.

Aber nicht ganz. Am Karfreitagnachmittag ist sie vor leeren Rängen in der Thomaskirche aufgeführt worden. Das Publikum saß stattdessen zu Hause und konnte das Konzert per Livestream im Internet verfolgen. Eine Aufzeichnung sendete der mdr am späten Abend.

Ein ergreifendes Konzert. Dass Bachs Kompositionen oft für Gänsehaut und pure Faszination sorgen, ist ja nichts Neues. Dass entsprechende Konzerte in der Thomaskirche was Besonderes sind, auch. Tenor Benedikt Kristjánsson sang großartig. Zugeschaltet worden sind zudem Bach-Chöre aus aller Welt, die Teile der Passion mitsingen konnten. Alle Sängerinnen und Sänger sind zusammengeschaltet worden, sie standen in ihren Büros oder Wohnzimmern. Alle hatten sie Kopfhörer auf, um im Takt zu bleiben. Dass sie es trotzdem geschafft haben, mehrstimmig zu singen, obwohl ja jeder allein zu Haus stand, war beeindruckend. Und auch die Thomaner aus Leipzig hatten auf diese Weise ihren Auftritt im Konzert.

Die Technik macht es möglich: Auch wenn wir nicht überall hinkommen, wir können trotzdem zusammen musizieren. Und wir können zu Hause nach so einem Konzert nach applaudieren. Auch wenn das dann natürlich etwas einsam klingt. Die Künstler hätten echten Applaus vor Ort verdient gehabt.

-> Das Konzert in der ARD-Mediathek (bis 10. Mai 2020)

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phoenix vor Ort: Bundeskanzlerin nach Treffen von Corona-Kabinett

Samstag, den 11. April 2020
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DO 09.04.2020 | 15.30 Uhr | phoenix

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde Bundeskanzlerei Angela Merkel von der Berliner Journaille niedergeschrieben. Sie wirkte kraftlos, habe keine Ideen, ziehe sich zurück, man höre nichts von ihr, sie gebe keine Impulse mehr.
Nichts mehr davon.
Denn einmal mehr zeigt sich momentan, wie wichtig Angela Merkel für Deutschland ist. Am Donnerstagnachmittag war das in der von phoenix live übertragenen Pressekonferenz zur Corona-Situation vor dem Osterfest einmal mehr nachdrücklich zu erleben gewesen.

Während Staatschefs wie Donald Trump oder Emmanuel Macron gerne kämpferische Kriegsrhetorik verwenden und insbesondere Donald Trump in den USA so tun als wäre er der Allwissende, der alles schon längst gewusst habe, spricht Angela Merkel auf ganz andere Weise zu den Menschen.
Sie erklärt was Sache ist. Sie sagt, was bekannt ist und was nicht bekannt ist. Sie macht keine Hoffnungen, wo sie es noch nicht machen kann. Sie sagt, dass es nach Ostern Gespräche und Entscheidungen geben werde. Sie sagt in diesem Moment nichts, was sie nicht wirklich versprechen kann.
Und vor allem: Sie macht keine Illusionen. Sie erklärt, dass Lockerungen der Kontaktverbote auch erst mal dazu führen, dass man schauen müsse, was die Lockerungen bewirken. Es geht um Vorsicht, damit Entscheidungen nicht zurückgenommen werden müssten.

FDP-Lindner poltert, dass die Regierungen mit den Menschen wie mit Kindern spreche. Das mag vielleicht sein, aber was ist daran falsch? Was die Regierung, hier Merkel, erklärt, müssen und sollen alle Menschen verstehen. Gerade jetzt ist es wichtig, die Dinge so auszudrücken, dass es alle verstehen, dass alle mitgenommen werden.
Und das schafft Angela Merkel momentan sehr gut. Dass es Menschen gibt, die mit den aktuellen Maßnahmen nicht einverstanden sind, das mag so sein. Allerdings sind die Gegenargumente auch nicht wirklich schlüssig.
Wichtig ist, dass die Menschen in dieser schwierigen Zeit Vertrauen in die Maßnahmen haben, die getroffen werden. Und das Vertrauen haben, dass verantwortungsvoll damit umgegangen werden, die Maßnahmen nach und nach zu lockern.
Dass darüber nachgedacht werden muss, wie es mit der Wirtschaft weitergeht, ist unstrittig, und ich bin mir sehr sicher, dass das passiert. Unstrittig sollte aber auch sein, dass alles zu seiner Zeit stattfinden muss.

Ich bin jedenfalls momentan sehr froh, dass wir eine Frau wie Angela Merkel an der Spitze des Landes haben. Besonnenheit und überlegtes Handeln – das brauchen wir.

-> Die Übertragung von phoenix auf Youtube.

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ORA aktuell

Oranienburger SPD trauert um Gerd Feierbach

Samstag, den 11. April 2020
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Die SPD in Oranienburg trauert um Gerd Feierbach. Er ist am Donnerstag im Alter von 81 Jahren gestorben.
Er gehörte der ersten freigewählten Stadtverordnetenversammlung 1990 in Oranienburg an und war der 1. Fraktionsvorsitzende der SPD nach der Wende.

Als am 16. Dezember 1989 die damalige SDP in Oranienburg gegründet worden ist, trug die Gründungsurkunde seine Unterschrift. Er wurde erster Sprecher. Sein Vorbild sei Willy Brandt gewesen, wie er sagte.
Seit 1996 kümmerte er sich um die Seniorenarbeit. Die AG 60 Plus der SPD wurde von ihm gegründe, auch im Seniorenbeirat war er aktiv.

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