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Tischdecken werden zu Masken

Dagmar Martin, Rotraud Braesicke und weitere Frauen aus Bärenklau sind fleißig am Nähen – Die Spendeneinnahmen gehen an den Germendorfer Tierpark

MAZ Oberhavel, 31.3.2020

Bärenklau.
Sie werden jetzt überall dringend gebraucht: Schutzmasken für den Mund. In Bärenklau haben sich jetzt mehrere Frauen zusammengetan, um solche Masken herzustellen.

Sie machen das, „weil man weiß, dass man etwas Nützliches macht“, sagt die Bärenklauerin Dagmar Martin am Montag. „Ich bereite mich sonst auf unsere Tanzgruppe vor oder auf den Chor, und das geht ja jetzt gerade alles nicht. Und da man immer wieder hört, dass Masken gebraucht werden, dachten wir uns, dass wir uns da einbringen können.“ Gesagt, getan – schon in der vergangenen Woche entstanden auf diese Weise 166 Masken.
„Ich habe mich vorher beraten lassen“, sagt Dagmar Martin – nämlich von Rotraud Braesicke. „Ich bin Schneiderin“, erzählt sie im MAZ-Gespräch am Telefon. „Ich habe eine elektrische Maschine.“ Insgesamt sind sieben bis acht Frauen aus Bärenklau an der Aktion beteiligt. „Das macht jede für sich zu Hause“, so Rotraud Braesicke. „Ich habe eine Art Prototypen hergestellt, den hat Dagmar Martin dann verteilt.“ Und dann konnte die Arbeit auch schon losgehen.
„Wir nähen die Masken aus Stoff“, so die Bärenklauerin weiter. Es fing an mit Tischdecken. Sie stammen aus dem Dorfkrug in Bärenklau, noch aus der Zeit vor den heutigen Besitzern. „Die haben wir damals bekommen, vom damaligen Wirt der Gaststätte. Aber die passen auf keinen Tisch drauf, sind zu breit und zu kurz, haben seltsame Maße. Da haben wir dann gedacht: Die können wir doch dafür nehmen. Und die sind sehr schön, und man bekommt auch gut Luft dahinter, man kriegt keine Atemnot.“ Die Tischdecken seien aus 100-prozentiger Baumwolle. Sie werden zurecht geschnitten und mit Bändchen versehen.

Die Masken gehen einerseits an das Caritas-Seniorenzentrum St. Elisabeth in Velten. Andererseits aber auch an die Einwohner von Bärenklau. „Wir haben das in Bärenklau ein bisschen bekannt gemacht“, erzählt Dagmar Martin. „Wir habe schon einige abgegeben.“ Gegen eine Spende in Höhe von fünf Euro seien sie zu haben. „Der Erlös geht dann an den Tierpark in Germendorf. Die freuen sich da vielleicht.“ Dagmar Martin findet, dass der Park unbedingt weiter bestehen müsse. „Da gehen die Leute doch so gern hin.“ Die Leute im Seniorenzentrum brauchen für die Masken allerdings nichts zu spenden, ergänzt die Bärenklauerin. Zu St. Elisabeth seien schon 36 der Masken gegangen.

Dagmar Martin hat auch eine Meinung über die Diskussion, bald die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Corona-Virus zu lockern: „Ich bin nicht dafür, wir sollten das jetzt einmal richtig durchziehen. Die Diskussion, das jetzt zu lockern, ist Quatsch.“

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2 Kommentare zu “Tischdecken werden zu Masken”

  1. Katrin Karrenbauer

    Sehr geehrter Herr Tiesler,

    wir, meine Mutter und ich haben ihren tollen Artikel vom 31.03.2020 in der Maz gelesen. Ist ja eine tolle Sache Masken zu nähen und den Erlös an den Tierpark Germendorf zu spenden.
    Meine Mutter hat gut erhaltene Stoffe die dafür geeignet sind.
    Können Sie uns bitte eine Kontakt-Telefonnummer oder E-Mailadresse von den nähenden Frauen in Bärenklau übermitteln? Wir würden und freuen auch einen Beitrag leisten zu können.

    Vielen Dank vorab.

    Mit freundlichen Grüßen
    Katrin Karrenbauer und Waltraud Wiedenberg

  2. RT

    Hallo, bitte schreiben Sie an Robert.Tiesler@MAZ-online.de – da kann ich Ihnen dann die Nummer schicken.

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