Tagesarchiv für 25. März 2020

RTZapper

Luke, allein zu Haus

Mittwoch, den 25. März 2020
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DI 24.03.2020 | 18.00 Uhr | Sat.1

Das Fernsehen entdeckt ein ganz neues Genre für sich: Die Corona-Not-Sendungen. Das sind Shows, in denen die Promis zu Hause sitzen und sich per Videochat zusammenschalten.
Weil wir ja jetzt alle zu Hause sitzen müssen, sind solche Durchhalte-Unterhaltungsformate auch durchaus sinnvoll. Zumal sie vermutlich sehr wenig kosten und günstig Sendezeit füllen. Andererseits ist Unterhaltung in der momentan schwierigen Zeit sehr wichtig, und es ist erstaunlich wie flexibel und ideenreich die Sender plötzlich sind, wenn es heißt, neue Formate an den Start zu bringen. Nicht nur wegen der Formate an sich, sondern auch das Tempo ist atemberaubend.

Am Donnerstag war Sat.1 der Vorreiter für ein Coronavirus-Sonderprogramm. Der Sender kündigte ein neues Format an, das schon vier Tage danach auf Sendung gehen sollte. Luke Mockridge meldet sich nun montags bis freitags um 18 Uhr mit seiner neuen Sendung – live!
Allerdings hat der Titel “Luke, allein zu Haus” einen Haken. Luke ist nicht allein, und Luke ist nicht zu Hause.
“Luke, allein zu Haus” wird in einem Studio produziert, es gibt eine sehr kleine Kulisse, und so ein bisschen erinnert alles an “TV total”, nur einige Nummern kleiner.

Das Konzept: Luke Mockridge möchte uns die Zeit des zu Hause Rumsitzens versüßen und Quatsch machen. Am Montag haben allerdings alle Beteiligten gemerkt: Nur eine Idee zu haben, reicht nicht. Luke Mockridge wirkte im Laufe der Stunde, als ob er selbst gemerkt hat, dass sich das alles nicht trägt. Viel Leerlauf und Videochats, die wegen des schlechten W-Lans im Studio nicht so richtig funktionierten.
Einerseits wirkte das alles wie ein gesendetes Nichts. Aber andererseits war das eine spannende Art zu scheitern, denn das muss man sich ja auch erst mal trauen.
Wir als Zuschauer sind vom Fernsehen nur perfekte Abläufe geplant. Alles funktioniert, und war diese Improvisation, diese Langeweile schon wieder spannend.
Aber an einer ersten Sendung lässt sich ja oft wenig über das sagen, worauf es hinauslaufen soll.

Am Dienstag wirkte “Luke, allein zu Haus” schon sehr viel durchdachter. Zwar war Luke wieder nicht allein – ein Aufnahmeleiter und die Kameraleute, aber auch Schauspieler Frederick Lau war zu Gast und brachte Stimmung rein. Luke schaltete seine Mutter dazu, außerdem ging es in eine Familie, die auch zu Hause ausharrt.
Es ist keine perfekte Unterhaltung, es ist nicht die ganz große Nummer – aber für die aktuelle Kontaktsperre-Zeit ein nettes Format für den Vorabend, das hoffentlich noch ein paar spontane Überraschungen bereit hält. Das entwickelt sich sicherlich noch weiter.

-> Die Sendung bei Joyn

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ORA aktuell

Jetzt sieben Coronavirus-Fälle in Oranienburg

Mittwoch, den 25. März 2020
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Die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus ist in Oranienburg von eins auf sieben gestiegen. Das teilte die Kreisverwaltung in Oberhavel am Dienstag mit.

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RTelenovela

Lokal einkaufen in Zeiten des Coronavirus

Mittwoch, den 25. März 2020
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Wenn man wegen der Coronakrise den ganzen Tag zu Hause im Home-Office verbringt, dann muss es einfach sein, dass man einmal wenigstens rausgeht. Mein Auto habe ich das letzte Mal am Sonnabend bewegt.
Stattdessen bewege ich mich nur in meinem Viertel. Einmal um den Block.

So überlege ich dann immer, was ich draußen mache, wohin ich denn konkret gehen will. Am Dienstag war klar: Es sollte der Gang zum Bäcker sein. Ich wollte dort ein halbes Brot kaufen, und mit Absicht bin ich dafür nicht in den Supermarkt gefahren. Denn der hat meinen Einkauf gerade nicht ganz so zwingend nötig. Aber der Bäcker um die Ecke, der momentan Umsatzeinbußen hat, der braucht jeden Einkäufer, also auch mich.
Gleich neben ist ein Fleischer, und weil ich ja was brauche, was ich mir aufs Brot lege, kaufte ich da gleich noch Aufschnitt – und ein Stück Blutwurst. Also gleich noch was für die Pfanne.

Telefonisch habe ich mir heute in unserem Buchladen zwei Bücher bestellt, die in diesen Tagen erschienen sind und die ich auch schnell anfangen will, zu lesen. Einen Tag danach sind sie da, sie werden mir geliefert, oder ich kann sie draußen vor der Ladentür in Empfang nehmen.
Es wäre schön, wenn es alle diese Läden auch nach der Krise noch gibt.

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RTZapper

Großstadtrevier: Schlüsselmomente

Mittwoch, den 25. März 2020
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MO 23.03.2020 | 18.50 Uhr | Das Erste

Abschied von Jan Fedder. Nun auch im “Großstadtrevier”. Die am Montag im Ersten ausgestrahlte Folge “Schlüsselmomente” war die Letzte, in er zu sehen war.
Fedder war kurz vor dem Jahreswechsel in Hamburg gestorben. Schon davor war er auf den Rollstuhl angewiesen. Was er aber nicht wollte, war: aufhören.

In der 33. Staffel der Serie war er bis zum 23. März noch zu sehen. Allerdings nur noch in einer Nebenrolle. Dirk Matthies saß nur noch am Schreibtisch und nuschelte etwas, oder er saß mit seiner Kollegin im Auto.
1991 stieg Jan Fedder in die Serie ein, damals war er der junge, unkonventionelle Polizist, der auch schon mal Regeln umging und immer einen flotten Spruch auf den Lippen hatte.
Deshalb war es am Ende auch ein bisschen tragisch, ihn so krank zu sehen. Andererseits ist es von allen Beteiligten eine tolle Leistung. Fedder wollte weiter mitmachen, und man ließ ihn weiter mitmachen, passte das Drehbuch entsprechend an. Das spricht viel dafür, wie wichtig dem Team Jan Fedder war.

Im Mai soll noch eine richtige Abschiedsfolge zu sein, wo das Ausscheiden von Dirk Matthies aus dem Polizeidienst thematisiert werden soll.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 23. September 2020)

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