Tagesarchiv für 22. März 2020

RTZapper

Rita

Sonntag, den 22. März 2020
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FR 20.03.2020 | Netflix

In der momentan schwierigen Zeit, in der wir im idealerweise alle zu Hause sitzen und nirgendwo hin können, suche viele Leute nach unterhaltsamen Serien ohne Apokalypsen oder Katastrophen. Serien über das mehr oder weniger normale Leben.
Eine solche Serie ist “Rita” – verfügbar auf Netflix. Sie hat nichts mit der Comedy “Ritas Welt” zu tun. Die dänische Serie handelt von einer etwas unkonventionellen Lehrerin.

Rita Madsen (Mille Dinesen) ist 42 und macht im Alltag und im Job vieles anders als die Normalos. Gerade deshalb ist sie bei den Jugendlichen in der Schule so beliebt. Sie ist streng, aber liebevoll und hat viel Verständnis für die Probleme ihrer Schützlinge. Dass Schulleiter Rasmus (Carsten Bjørnlund) in sie verliebt ist, ignoriert sie. Zunächst. Gerade weil sie so unkonventionell ist, wäre das allerdings auch eine schwierige Beziehung, und was würden die Kollegen eigentlich sagen?
Aber auch zu Hause ist einiges los. Rita hat drei Kinder. Ricco (Morten Vang Simonsen) versucht, wirtschaftlich auf die Beine zu kommen, Molly (Sara Hjort Ditlevsen) ist arbeitslos, kümmert sich aber auch nicht wirklich, und Jeppe (Nikolaj Groth) geht noch zur Schule – dieselbe wie seine Mutter – und entdeckt, dass er auf Männer steht.

Im Grunde genommen erzählt die Serie (bislang vier Staffeln mit je acht Folgen, eine fünfte Staffel folgt im Laufe des Jahres) wenig, was man nicht schon von anderswo kennt. Aber die Figuren, allen voran natürlich Rita selbst, sind so sympathisch, so anpackend und positiv, dass man sich in der heutigen Zeit genau solche Leichtigkeit wünscht. Natürlich gibt es auch Krisen in dieser Serie, es handelt sich ausdrücklich nicht um eine Comedyserie. Es geht um Probleme von Jugendlichen, aber auch das Zusammenleben in der nicht immer so heilen Familie. Es wird eine gute Balance zwischen lustig und ernst gefunden. Genau so etwas brauchen wir momentan. Dass mit Staffel 4 Ritas Synchronstimme wechselt, ist allerdings schade.

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KeineWochenShow

#168 – Krisenstimmung

Sonntag, den 22. März 2020
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Wir müssen reden.
Über Corona. Über die aktuellen Zahlen. Über die Frage, was danach kommt und wann das sein könnte. Über die Wirtschaft, Kultur, das Fernsehen. Über den Forscher Christian Drosten. Über Unterhaltung in Zeiten der Krise. Und über Klopapier.
Corona total.

Dass wir diesmal draußen aufzeichnen, hängt tatsächlich auch damit zusammen. Im Keller sitzen wir dicht beisamen, und das wäre irgendwie nicht so toll. Deshalb als Freiluftveranstaltung, unter einem Carport.
Wir wir in den nächsten Wochen aufzeichnen, ist noch nicht klar. Falls es eine Ausgangssperre gibt, schalten wir uns vielleicht von zu Hause zusammen. Aber mal abwarten…

Ein Bier gibt es aber trotzdem, auch einen Musik- und einen Buchtipp. Das alles und mehr in KeineWochenShow #168 auf Youtube.

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RTelenovela

Oranienburg in Zeiten des Coronavirus

Sonntag, den 22. März 2020
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Oranienburg am Sonnabendmittag. Normalerweise herrscht da noch ziemlich Trubel. Aber momentan ist ja eher nichts normal. Gerade steht die Frage im Raum, ob es wegen des Coronavirus eine Ausgangssperre geben soll, und aus der Politik kommen die Signale, dass es an uns liegen werde, wie wir uns verhalten, ob wir freiwillig daran, zu Hause zu bleiben.

Auf dem Bahnhofsplatz jedenfalls ist nahezu nichts los. Auch entlang der Stralsunder Straße ist niemand zu sehen. Ein Blick in die Innenstadt ist fast schon gespenstisch. Nichts los. Vereinzelte Autos, ein einziger Spaziergänger in der Ferne.
Zumindest in der Oranienburger City hält man sich offenbar an die Empfehlung, nicht rauszugehen.
Anderswo soll es nicht ganz so sein – am Müggelsee in Berlin musste wohl die Polizei einschreiten, weil dort mehr als 100 Leute den Frühling genossen.

Am Nachmittag im Supermarkt war es auch erfreulich überschaubar. Während man von Edeka in Oranienburg schon große, neue Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen vernimmt – Einkaufswagen werden abgewischt, nur noch eine bestimmte Zahl Leute darf rein, passiert in der Hinsicht bei Rewe noch erstaunlich wenig. Um nicht zu sagen: fast nichts. Selbst der Spender mit der Desinfektion am Getränkeautomaten ist verschwunden.

Was mittlerweile extrem nervt sind die Empörungswellen, die durch die sozialen Netzwerke schwappen, wenn wieder jemand irgendwelche Jugendliche irgendwo gesehen hat. Oder wenn Leute in einem Café saßen. Dann wird da mit dem Finger hingezeigt, und man ist total empört, und das gehe ja alles gar nicht. Leute, macht euch doch ein schönen Tag, konzentriert euch auf euch selbst und lasst die Unbelehrbaren machen. Das Gezetere ist jedenfalls auch ganz schön ansgtrengend geworden. Aber was wären Facebook und Co. ohne diese Empörten.

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RTZapper

Ansprache der Bundeskanzlerin

Sonntag, den 22. März 2020
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MI 18.03.2020 | 19.15 Uhr | tagesschau24

“Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst.”

Sie lässt uns die Wahl. Wir haben Alternativen. Entweder die lockere Kette, und wir müssen verantwortlich handeln. Oder harte Bandagen, knallharte Regeln.
Am Mittwochabend wandte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Fernsehansprache an die Deutschen. Premiere hatte die Rede auf dem Nachrichtenkanal tagesschau24.

“Ich wende mich heute auf diesem ungewöhnlichen Weg an Sie”, sagte sie zu Beginn ihrer gut 13-minütigen Rede. Normalerweise redet sie nur zu Silvester in einer Ansprache direkt zu uns. Nun also in ihrer Amtszeit das erste Mal außer der Reihe. Dann muss es ernst sein.
Angela Merkel erklärte den Deutschen die Lage rund um die Sicherheitsmaßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus und der Pandemie. Das Interessante: Sie holte uns alle mit ins Boot, machte uns klar, dass es nicht nur auf die Politik ankommt. “Ich glaube fest daran, dass wir diese Aufgabe bestehen, wenn wirklich alle Bürgerinnen und Bürger sie als IHRE Aufgabe begreifen”, sagte sie.

Sie sprach auch zu den Menschen, die jetzt ganz vorn stehen in der Krise – die Menschen im Gesundheitswesen, die Forscher, die Leute in den Lebensmittelmärkten, den Apotheken – alle, die uns jetzt durch die Krise führen.
Sie erklärte, warum das öffentliche Leben jetzt fast still steht – um die Zahl der Neuerkrankungen zu verkleinern, um die Krankenhäuser nicht in Not zu bringen.
Sie zeigte Verständnis, dass es für alle nicht einfach sein würde, wies darauf, dass man sich bemühe, die Wirtschaft abzufedern, und es ging auch darum, kreativ zu sein in der Krise.

Merkel blieb immer dicht dran an den Leuten. Sie sprach einfache Sätze, die jeden erreicht haben müssten (außer die, die eh nicht mehr zuhören wollen). Während in anderen Ländern Kriegsrhetorik bemüht worden ist, verzichte sie darauf, sie fand eine Mischung aus Sanftem und Ernstem. Psychologisch sehr geschickt. Denn am Ende stand: Wir sind alle im selben Boot.
Bei aller Kritik an Merkel: Diese Rede war angemessen und gut. Was die Deutschen draus machen, wird sich zeigen. Und klar ist auch: Viele werden sie und ihre ruhige und besonnene Art vermissen, wenn sie mal abtritt.

-> Die Rede in der ARD-Mediathek

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ORA aktuell

Coronavirus: Sachsenhausen-Gedenklauf fällt aus

Sonntag, den 22. März 2020
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Wegen der Sicherheitsmaßnahmen rund um das Coronavirus und wegen der fehlenden Planungssicherheit ist der Sachsenhausen-Gedenklauf abgesagt worden. Er sollte am 1. Mai in Oranienburg stattfinden. “Aufgrund der aktuellen Situation war unsere Entscheidung alternativlos”, so die Veranstalter.
Der nächste Lauf ist erst wieder für den 1. Mai 2021 geplant.

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