Tagesarchiv für 1. März 2020

KeineWochenShow

#165 – Euer Lied für Rotterdam

Sonntag, den 1. März 2020
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Seit dieser Woche kennen wir “Unser Lied für Rotterdam”. Wobei man ja eher von “Euer Lied für Rotterdam” sprechen muss, weil der NDR ja diesmal das Publikum außen vor gelassen hat. Sowohl was die Auswahl des Songs als auch die Präsentation anging.

Wir sprechen aber auch über das Coronavirus, wie es sich ausbreitet und wie in Deutschland darauf reagiert wird. Wie immer mit Angst.
Außerdem geht es um die Suche der Oranienburger Jugendlichen nach einem Ort zum Feiern, um den Machtkampf in der CDU und um eine Krise, die kaum beachtet wird.
Das und mehr in KeineWochenShow #165 auf Youtube.

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RTZapper

Sportschau: Bayern, Hoffenheim, Hopp

Sonntag, den 1. März 2020
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SA 29.02.2020 | 18.00 Uhr | Das Erste

Die Bayern haben in der Bundesliga die Hoffenheimer deklassiert. Am Sonnabend kassierte Hoffenheim sechs Gegentore. Aber das Ergebnis war zweitrangig. Denn diskutiert worden ist über was ganz anderes.
Zu sehen am Sonnabendabend in der Sportschau im Ersten.

Denn in der zweiten Halbzeit zeigten die Bayern-Fans Plakate, auf denen Hoffenheim-Manager Dietmar Hopp als Hurensohn beleidigt wird.
Zweimal kommt es deshalb zur Spielunterbrechung. Die Empörung ist groß. Durchaus zu recht.
Nach der zweiten Unterbrechung sind die Spieler beider Mannschaft zwar wieder auf dem Feld, sie kicken sich aber mehr als zehn Minuten lang nur sanft den Ball zu. Es passiert nichts mehr. Fußballerprotest. Und das unter dem Applaus vieler Menschen im Stadion.

Dass Dietmar Hopp so beleidigt wurde, wird als Skandal gesehen. Dass die Fußballer so reagiert haben, wird als vorbildlich angesehen.
Allerdings werden sich alle Beteiligten – die Fußballer, die Funktionäre, der DFB – an dieser Aktion messen lassen müssen. Denn beleidigt werden im Fußballstadion andere Menschen am laufenden Band. Da werden die Gegner beleidigt, es gibt Schmähgesänge, es gibt immer wieder rassistische Ausfälle.

Die Aktion am Sonnabend war richtig. In Zukunft wird sich aber zeigen müssen, ob alle Beteiligten in anderen Situationen genauso reagieren oder ob sie das nur tun, wenn es um einen Millionär geht, der einen Verein führt.
Dass Fans so tun, als sei es im Fußball vollkommen normal, durch Gesänge und Plakate andere zu beleidigen, ist bescheuert genug. Ob diese Fans recht haben – das ist in Zukunft die spannende Frage.

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