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#timeline

MO 03.02.2020 | 20.15 Uhr | ntv

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Wenn Micky Beisenherz eine neue Sendung startet, dann sollte man da schon mal genauer hinschauen. Denn er gehört zu den Autoren des Dschungelcamps, und wer ihn auf Twitter verfolgt, weiß, dass er ein kluger, gewitzter Kopf ist, der mit seinen Meinungen zu den Themen, die uns bewegen, immer wieder spannende Impulse setzt.
Am Montagabend lief bei ntv seine neue Talkshow “#timeline”. Darin orientiert er sich an den fünf Themen der Woche, die auf seiner Twitter-Timeline eine Rolle spielten. Siehe oben. Und das in 40 Minuten.

Ja, das war ganz interessant, aber gleichzeitig auch enttäuschend, weil es dann doch irgendwie eine ziemlich herkömmliche Talkshow war.
Beisenherz hatte sich zur Premiere Kevin Kühnert und Laura Wontorra eingeladen. Keine besonders gute Wahl. Beide sind sie interessant, aber sie waren quasi null gegensätzlich. So kam es, dass sie in dieser Sendung fast immer einer Meinung waren.
So plauderten sich dir drei durch die Themen der Woche, aber ein bisschen mehr Kontroverse und vielleicht Streit hätte schon sein dürfen.

Die Sendung ist nur 40 Minuten lang, für jedes der fünf Themen bleiben genau sieben Minuten. Vielleicht sollte man auch da variieren – oder ein oder zwei Themen weglassen. Oder eine Schnellrunde einführen, wo in ganz kurzen Stichworten weitere Themen abgehandelt werden können.
Ein bisschen mehr Einfallsreichtum darf bei “#timeline” schon sein. So hebt sich die Sendung, abgesehen vom Twitter-Ursprung, kaum von anderen Formaten ab. Es muss mehr Platz sein für Micky Beisenherz’ Bissigkeit.
Vielleicht sollte er sich – wie bei Harald Schmidt und Gregor Gysi – einen festen Partner suchen. Auf jeden Fall mehr Gegensatz wäre gut. Harmlose Plauderei wird auf Dauer lahm.

-> Die Sendung auf Youtube

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