Tagesarchiv für 6. Januar 2020

RTZapper

Das Boot

Montag, den 6. Januar 2020
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FR 03.01.2020 | 20.15 Uhr | ZDF

Dass fast 40 Jahre nach der Veröffentlichung eines Kinofilms der dazu gehörige Romanstoff noch mal verfilmt wird, ist erst mal nicht verwerflich. 1981 kam “Das Boot” von Wolfgang Petersen ins Kino. 2018 lief auf Sky erstmals die achtteilige Serie, nun läuft sie erstmals im Free-TV. Am Freitagabend liefen die ersten beiden Folgen im ZDF.

Eine relativ unerfahrene U-Boot-Crew ist 1942 von La Rochelle in Frankreich aus unterwegs in den Kriegseinsatz. Für Kapitän Hoffmann ist das eine Herausforderung, denn auch er hat noch nicht wirklich Erfahrung in seinem Job. Und natürlich hat er einen nazitreuen Gegenspieler an Bord.

Aber so richtige Spannung will bei der Neuauflage von “Das Boot” einfach nicht aufkommen. Schon allein deshalb, weil an Bord und unter Wasser alles und alle so geleckt aussehen. Die Männer haben meist perfekt sitzende Frisuren, sind perfekt rasiert, ihre Klamotten sehen ordentlich aus. Zudem scheint im U-Boot völlige Stille zu herrschen. Keine Motorengeräusche, keine Wassergeräusche – alles wirklich klinisch rein.
Das könnte sich vielleicht im Laufe der Geschichte noch ändern, aber es wirkt auch am Anfang ziemlich unglaubwürdig.
Da sich auch sonst eher wenig Spannung aufbaut – zumal man irgendwie keinen Bezug zu den Menschen aufbauen kann, was bei einem Serienstart aber nicht ganz unwichtig ist.
Nach zwei Folgen ist die Reise für mich leider zu Ende.

-> Die Serie in der ZDF-Mediathek (bis 5. April 2020)

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RT im Kino

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Montag, den 6. Januar 2020

Berlin, 1933. Gerade sind die Nazis an die Macht gekommen, und für die Juden in Deutschland wird das Leben zunehmend schwierig.
Die neunjährige Anna Kemper (Riva Krymalowski) kriegt das zunächst alles nur am Rande mit. In der Schule hat sie gute Leistungen, und sie hat viele Freundinnen. Mit ihrem Bruder Max (Marinus Hohmann) versteht sie sich mal besser, mal schlechter.
Als sich Hitlers Macht verfestigt, ist für Vater Arthur (Oliver Masucci) klar: Die Familie muss weg aus Berlin. Er ist Journalist. Seine Kommentare und Kritiken sind von den Nazis nicht erwünscht. Mit seiner Frau Dorothea (Carla Juri) und den Kindern flüchtet er zunächst in die Schweiz.
Es muss schnell gehen, Anna muss sich entscheiden, welches Spielzeug sie mitnimmt. Das rosa Kaninchen, das sie so liebt, muss zu Hause bleiben. Und auch die geliebte Haushaltshilfe Heimpi (Ursula Werner) muss die Familie zurücklassen.
Aber können die Kempers dauerhaft in der Schweiz bleiben? Können sie irgendwann nach Berlin zurückkehren? Oder werden sie ewig Flüchtlinge bleiben?

“Als Hitler das rosa Kaninchen stahl” ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Judith Kerr. Wir begleiten die Kampers und vor allem Anna. Anna ist es, die die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt. Der Schock, Berlin zurückzulassen, etwas Neues aufbauen zu müssen. Nicht nur für die Kinder bedeutet das ein hoher Druck, wobei sie noch am besten damit klarkommen.
Aber die Familie muss sehen, wo sie bleibt. Und Geld muss auch rangeschafft werden, denn die Ersparnisse gehen bald aus.
Der Film erzählt, was es mit Menschen macht, die permanent auf der Flucht sind, weil sie in ihrem Land nicht mehr erwünscht ist. Es geht um die Suche nach einem neuen Zuhause, um Angst und um die Existenz.
Anna erzählt das alles auf ihre kindliche Art, was diesen Film sehr fesselnd und ergreifend macht. Als Zuschauer bangt man mit den Kempers.
Und nebenbei sieht man auch, wie schnell man zu einem Flüchtling werden kann. Wie sich die Lage damals in Deutschland zuspitzte. Und eben auch, dass man (anfangs) nicht bettelarm sein muss, um ein bestimmtes Flüchtlingsbild zu erfüllen.
Diese Familiengeschichte wirkt nach dem Filmende noch nach.

-> Trailer auf Youtube

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
D / Schweiz 2019, Regie: Caroline Link
Warner, 119 Minuten, ab 0
8/10

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RTelenovela

Das Marzipan-Holstentor

Montag, den 6. Januar 2020
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Wer Lübeck besucht, der kommt am Marzipan nicht vorbei. Natürlich gehörte ein Besuch bei Niederegger dazu. Natürlich einerseits ein echter Touri-Sammlungspunkt – und Touris waren wir ja auch -, andererseits aber echt interessant. Nicht nur zu sehen, was man aus Marzipan alles machen kann, ist spannend, und ein bisschen läuft einem da auch das Wasser im Mund zusammen.
Oben gibt es auch ein kleines Museum, in dem man nicht nur erfährt, wie Marzipan hergestellt wird. Es gibt auch einen kleinen Einblick in die Firmengeschichte, aber auch in die Lübecker Stadtgeschichte. Und besonders: Die großen Ausstellungsstücke wie das Holstentor bestehen alle aus Marzipan. Bitte nicht dran knabbern!

Apropos Holstentor. Das Wahrzeichen Lübecks ist rund 550 Jahre alt und ein wirklich interessantes Bauwerk. Lapidar gesagt, sieht es aus, es würde es leicht schräg stehen und irgendwann umkippen. Und steht man davor, könnte man den Eindruck haben, es bricht in der Mitte irgendwann nach unten weg. Aber vermutlich ist diese Unperfektheit ja genau das, was so ein altes Gebäude ausmacht und unverwechselbar macht.

Aufpassen sollte man nur beim Parken. Wer auf den Parkplatz am Holstentorplatz, nahe des dortigen Modegeschäftes, parkt, dem könnte auffallen, dass die Uhr des Parkautomaten bei der Einfahrt mehr als 20 Minuten nachgeht.
Das wäre kein Problem, wenn nicht die Uhr beim Bezahlautomaten genau richtig gehen würde. Ein bisschen Beschiss ist es nämlich schon, wenn man 1,50 Euro mehr bezahlen muss, obwohl die nächste Zeitgrenze gar nicht übercshritten worden ist – wegen der 20 Minuten-Differenz aber eben doch. Da sollte man vielleicht mal kritisch nachfragen, liebes Lübecker Ordnungsamt.

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ORA aktuell

Gelbe Tonnen ersetzen Gelbe Säcke

Montag, den 6. Januar 2020

Verpackungsmüll wird seit Jahresbeginn in Oranienburg nicht mehr in den Gelben Säcken abgeholt. Sie sind bislang alle zwei Wochen an den Straßenrändern eingesammelt worden.
Nach einer Entscheidung des Kreistages ersetzen nun Gelbe Tonnen die Gelben Säcke. Dazu hat jeder Haushalt im Herbst eine Tonne erhalten.

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