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Der Bahnhof, der eine Barriere ist

Barrierefreiheit im Oranienburger Bahnhof? Darüber können die Leute, die auf diese Barrierefreiheit angewiesen sind, nur herzlich lachen. Seit Wochen ist dort der Fahrstuhl zum S-Bahnsteig gesperrt.

Die Reparatur dauert – und zwar bis März. Aber wie sollen Gehbehinderte oder Leute mit Kinderwagen denn in dieser Zeit auf den Bahnsteig kommen?
Die Bahn sagt, dass sie doch bitte mit der Regionalbahn bis Birkenwerder oder Gesundbrunnen fahren sollen, von da wieder zurück. Ich glaube, es hackt! Soll ich mit einem kaputten Bein eine halbe Weltreise unternehmen, nur weil ich in Oranienburg S-Bahn fahren will? Das wird ernsthaft als Alternative genannt, um mit der S-Bahn fahren zu können?
Heißt im Umkehrschluss eigentlich nur: Die S-Bahn ist für Behinderte derzeit nicht nutzbar. Es sei denn, jemand hievt sie die Treppe hoch.

Zudem hält es die Deutsche Bahn ja auch nicht nötig, weitere Zugänge zum Bahnhof zu bauen. Eigentlich wären welche nötig in Richtung Neustadt, was den ganzen Verkehr in Richtung Innenstadt entlasten würde, zudem kenne ich kaum einen Bahnhof, der nur so einseitig begehbar ist. Auch ein Zugang vom Parkplatz, der ziemlich weit entfernt ist, fehlt. Mit einem Zugang am anderen Bahnhofsende wäre den Pendlern ebenfalls viel geholfen.
Und dann gäbe es auch das Fahrstuhlproblem nicht – weil es diese Alternative gäbe.

Aber von Service hält die Bahn in Oranienburg wenig. Keine Schließfächer, kein Klo. Für einen Fernbahnhof ziemlich peinlich.

Und davon mal abgesehen: Wieso dauert eine Fahrstuhlreparatur bis März? Wird der Zugang gehäkelt?

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