Tagesarchiv für 19. Dezember 2019

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Noch lange kein Ruhestand

Donnerstag, den 19. Dezember 2019
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In dem Buch „Sternstunden unterm Fernsehturm“ beschreibt Katrin Schrader aus Glienicke ihre Erlebnisse als Sprachlehrerin

MAZ Oranienburg, 18.12.2019

Glienicke.
Als Katrin Schrader pensioniert worden ist, war für die Lehrerin klar: „Ich wollte weitermachen.“ Die Glienickerin hatte sich überlegt, was sie nun machen wollte. Sie ist nun Lehrerin für Deutsch als Zweitsprache und arbeitet an der Deutschakademie am Berliner Alexanderplatz. „Ich habe mich dort beworben und dann dort angefangen.“

Sie lehrt Deutsch für Leute, die nach Deutschland und Berlin gezogen sind, um dort zu leben und zu arbeiten. Darunter sind Italiener, Brasilianer, Spanier, US-Amerikaner, Koreaner, Australier und viele Nationalitäten mehr. „Sie kommen aus allen möglichen Berufen, die nun eine Arbeit in Berlin haben. Psychologen, Architekten und vieles mehr.“ Andere wollen ihren Doktor in der Stadt machen und müssen dafür Deutsch können. Oder es sind Frauen, die mit ihren Männern und der Familie nach Berlin gekommen sind, und nun auch die deutsche Sprache lernen möchten.
Seit vier Jahren ist Katrin Schrader nun schon Lehrerin an der Deutschakademie. Bereits nach dem ersten Jahr hatte sie ein Buch über ihre Erfahrungen als Lehrerin dort geschrieben. „Aber das war mehr für den Privatgebrauch.“ 50 Exemplare hatte sie sich drucken lassen und an die Familie und Freunde verschenkt.

„Sternstunden unterm Fernsehturm“ heißt das zweite Buch, das kürzlich erschienen ist. „Ich erlebe dort jeden Tag viele interessante Sachen und mache mir immer Notizen.“ Sie erzählt in dem Buch von den Mühen und vom Spaß, den es mache, gemeinsam an einer Sprachschule dieses schwierige Unternehmen zu starten – nämlich eine ganz neue Sprache zu lernen. So berichtet sie von einem Mann aus Syrien, der von sich sagte, er sei nicht teamfähig. Er hielt sich von den Aktivitäten des Kurses immer fern. Zum Geburtstag aber, von dem er selbst sagte, er habe ihn vergessen, kaufte Katrin Schrader ihm eine Karte, ließ sie von den anderen Kursteilnehmern unterschreiben. Es wurde gesungen und gelacht, und später schrieb der Mann in die WhatsApp-Gruppe des Kurses: „Es war ein ganz erstaunlicher Tag für mich.“ und für Katrin Schrader eine Sternstunde, die dann auch namensgebend für ihr Buch geworden ist.

In der Regel gibt sie in Berlin einen Sprachkurs, montags bis donnerstags immer drei Stunden am Morgen. Das will sie auch noch so lange wie möglich machen. An Ruhestand denkt sie noch lange nicht.

„Sternstunden unterm Fernsehturm“ von Katrin Schrader ist im Selbstverlag „Books on Demand“ erschienen und kostet 11 Euro. Im normalen Buchhandel oder unter www.bod.de.

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Land und lecker im Advent

Donnerstag, den 19. Dezember 2019
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MO 16.12.2019 | 20.15 Uhr | rbb

Die adventliche Genussreise der WDR-Dokureihe „Land und lecker“, die im rbb wiederholt worden ist, führte am Montagabend ins Löwenberger Land. Die Landfrauen, die sich vier Wochen lang gegenseitig bekochen, kamen diesmal nach Großmutz auf den Vierseithof von Marina Koch. Sie betreibt das Gehöft mit ihrem Mann Roland, und auch Sohn Jonathan hilft fleißig mit.

Bevor es nach Großmutz ging, fuhren die Landfrauen allerdings erst noch nach Himmelpfort. Dort genossen sie die Idylle des Haussees und machen dort eine kleine herbstliche Paddeltour über den leicht nebligen See. Ein Ausflug, den die Frauen genossen haben.
Danach sahen sich die Gäste – die anderen Frauen kommen aus dem Schwarzwald, Ostwestfalen-Lippe und aus Bayern – auf dem Hof in Großmutz um, wo sie von der Familie Koch und den anderen Helfern schon begrüßt worden sind. Auch ein Spaziergang durch das Dorf war noch möglich. So ging es auch um den lebendigen Adventskalender im Dorf. Den Frauen, die in Großmutz zu Gast waren, fiel auf, dass nicht alle Häuser bewohnt sind.
Als sie aber den Hof der Kochs betraten, spürten sie gleich die dortige Herzlichkeit. Aber eigentlich geht es in der Sendung „Land und lecker im Advent“ um das Kochen.

Martina Koch hat für die Landfrauen ein Drei-Gänge-Menü zubereitet. Los ging es mit Kesselsuppe, Salat und Wurstpotpourri. Als Hauptgang gab es eine Rinderroulade im Pilzbett mit Serviettenknödeln. Und die Nachspeise: Mascarpone-Crème mit beschwipsten Früchten und Klemmkuchen. Alles frisch in der Küche zubereitet. Den anderen Landfrauen hat es sichtlich geschmeckt.
Für die Region war diese Sendung fast schon eine Liebeserklärung. Selten wird die Idylle im Brandenburger Land so zelebriert.

-> Die Sendung in der WDR-Mediathek (bis 9. Dezember 2020)

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RT im Kino

Monsieur Claude 2 – Immer für eine Überraschung gut

Donnerstag, den 19. Dezember 2019

(1) -> 2.8.2014

Neues von Monsieur Claude Verneuil (Christian Clavier) und seinen Töchtern. Und von seinen Schwiegersöhnen. Nachdem sie so viel mitgemacht haben und sich umgewöhnen mussten, dass das Leben anders verlaufen kann, als sie sich das vorgestellt haben und das auch ganz schön sein kann. Inzwischen waren Claude und seine Frau Marie (Chantal Lauby) in allen vier Heimatländern seiner Schwiegersöhne.
Eines Tages aber teilen die Töchter ihren Eltern mit, dass sie Frankreich verlassen werden. Sie wollen mit ihren Familien ins Ausland, das konservative Frankreich hinter sich lassen.
Claude und Marie sind entsetzt – das wollen sie auf gar keinen Fall hinnehmen.

“Monsieur Claude 2 – Immer für eine Überraschung gut” heißt die Fortsetzung des französischen Filmhits von 2014. Wobei der Titel eine Übertreibung ist, denn viele Überraschungen kann man nicht erwarten.
Eigentlich war in Teil 1 auch alles erzählt. An den Witz von damals kommt Teil 2 dann auch bei weitem nicht ran. Der Aufguss ist lau, die Geschichte bei weitem nicht so originell wie im ersten Film. Sicherlich, es geht bei aller Heiterkeit um wichtige und ernte Themen – aber das hätte man vermutlich besser in einem ganz anderen Film erzählt…

-> Trailer auf Youtube

Monsieur Claude 2 – Immer für eine Überraschung gut
Frankreich 2018, Regie: Philippe de Chauveron
Neue Visionen, 99 Minuten, ab 0
4/10

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Das kalte Herz

Donnerstag, den 19. Dezember 2019
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SO 15.12.2019 | 0.35 Uhr (Mo.) | Das Erste

2016 kam die wunderbare Neuverfilmung des Märchens “Das kalte Herz” in die Kinos. Ein Märchen für ältere Leute, der er erst ab 12 Jahren freigegeben ist. Für Kinder ist er eher düster.
Ein Film, den man einem Feiertag auf einem öffentlich-rechtlichen Sender gern mal um 20.15 Uhr ausstrahlen könnte.

Außer, die ARD besitzt die Rechte daran. Die ARD hat für die Free-TV-Premiere des Märchens einen besonders exclusiven Sendeplatz gefunden: In der Nacht zu Montag um 0.35 Uhr. Mitten in der Nacht.
Wer dort die Zielgruppe dieses Films sein soll, weiß bei der ARD vermutlich niemand so genau. Dieser Sendeplatz ist eine Frechheit und eine Ohrfeige für die Macher des Films, und auch eine Ohrfeige für die Zuschauer.

Immerhin ist der Film einen Monat lang in der Mediathek verfügbar. Wenigstens etwas.

-> Der Film in der ARD-Mediathek (bis 15. Januar 2020)

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ORA aktuell

Bombensprengung im Friedrichsthaler Forst

Donnerstag, den 19. Dezember 2019
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Im Friedrichsthaler Forst in Oranienburg wird am Donnerstag eine Bombe gesprengt. Es handelt sich um eine 250-Kilogramm-Bombe mit zwei intakten mechanischen Zündern.

Ab 13 Uhr tritt ein 800-Meter-Sperrkreis in Kraft, der den kompletten Gewerbepark Nord betrifft. Gesperrt ist dann auch die Carl-Gustav-Hempel-Straße. Die Sprengung soll zeitnah erfolgen, mit einer Freigabe des Sperrkreises wird gegen 14.30 Uhr gerechnet.

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