Tagesarchiv für 13. Dezember 2019

ORA aktuell

Bombe 209 in Oranienburg entschärft

Freitag, den 13. Dezember 2019

Kurz vor 14 Uhr war es geschafft. Am Donnerstag ist in Oranienburg die 209. Bombe seit der Wende entschärft worden. Sie lag am Treidelweg, nahe des Oder-Havel-Kanals. „Es lief sehr gut, spitzenmäßig“, sagte Sprengmeister André Müller.

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RT liest

Gregor Sander: Alles richtig gemacht

Freitag, den 13. Dezember 2019

Daniel. Plötzlich ist er wieder da, und noch weiß Thomas nicht, was er eigentlich will.
Daniel und Thomas waren beste Freunde. Vielleicht sind sie es immer noch, so irgendwie.
Als die Wende kam, lebten sie in Rostock, bekamen da als Jugendliche den Umbruch mit, sie erlebten eine wilde Jugend an der Ostsee. Die ersten Freundinnen, ausschweifende Partys.
Später zogen sie nach Berlin. Gleich nach dem Mauerfall herrschte in der nicht mehr geteilten Stadt noch fast Anarchie. Daniel wird Koch, Thomas wird später Anwalt.
Aber irgendwann ist Daniel verschwunden, offenbar ist er mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Jetzt, Thomas ist inzwischen 50 und ziemlich frustriert, erinnert er sich, und werden er und Daniel wieder zueinander finden?

“Alles richtig gemacht” heißt der Roman von Gregor Sander. Aber natürlich haben in dieser Geschichte alle nicht alles richtig gemacht.
Der Roman wird auf zwei zeitlichen Ebenen erzählt. Einerseits die Geschichte der Jugend nach der Wende. Andererseits das Jetzt, die Zeit des Erwachsenseins mit seinen Problemen.
Dabei gelingt es Gregor Sander insbesondere die Nachwende-Geschichte auf fesselnde Weise zu erzählen. Auf schöne Weise beschreibt er, was die jungen Leute damals erlebt haben. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind so dargestellt, dass man als Leser reingezogen wird.
Leider fasert die Story gegen Ende des Romans ziemlich aus. Die Spannung fällt aus irgendwelchen Gründen sehr ab, und das ist sehr schade. Der Roman kann das starke Niveau leider nicht durchgängig halten.

Gregor Sander: Alles richtig gemacht
Penguin Verlag, 240 Seiten
6/10

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RTelenovela

RIP Bonsai

Freitag, den 13. Dezember 2019
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Fast elfeinhalb Jahre hat er durchgehalten. Seit 2008 war er mein treuer Begleiter. Nun ist er von mir gegangen: mein Bonsai.

Ich muss dazu sagen: Ich habe keinen grünen Daumen. Bekomme ich eine Pflanze geschenkt, dann halten die bei mir nicht lange durch. Ich gieße zu viel, zu wenig oder gar nicht. Ich brauche klare Anweisungen, und wenn es heißt: Die Pflanze braucht alle paar Tage mal ein paar Tröpfchen, dann sagt mir das nix.
Aber in der Regel gibt es dennoch immer die eine oder andere Pflanze, die länger durchhält.

Den Bonsai habe ich zu meinem 30. Geburtstag von meinen Kollegen bekommen. Damals wohnte ich erst ein Vierteljahr in meiner Wohnung. Der Bonsai zog ein, und es gelang mir, ihn zu pflegen. Der Teller, auf dem er stand, musste immer nass sein, da musste immer Wasser drin stehen. Das war eine Anweisung, die selbst für mich klar verständlich war. Und so wurden wir Freunde, auch wenn ich ihn vermutlich hätte mal beschneiden müssen. Der Bonsai war am Ende für Bonsai-Experten vermutlich eine Katastrophe.

Elfeinhalb Jahre, wie gesagt. 2008 bis 2019. Meine letzte Rügen-Reise war für mein Bonsai der Anfang vom Ende. Vermutlich ein oder zwei Tage zu lange trocken gestanden. Davon hat er sich nicht mehr erholt. Die Blätter hingen, und da hat auch das Tellerwässern nicht mehr geholfen.
Lieber Bonsai, war schön mit dir!

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