Monatsarchiv für Dezember 2019

RTelenovela

2019

Dienstag, den 31. Dezember 2019
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DIE BESTE PARTY
Thommis 40.

DAS BESTE KONZERT/EVENT
AnnenMayKantereit in Hannover
“Die Hand ist ein einsamer Jäger” in Berlin

DER BESTE SONG
Juju feat. Henning May: Vermissen
außerdem:
Bosse: Ich warte auf dich
NF: The Search
Provinz: Reicht dir das
8kids: Wir bleiben Kids
Tim Bendzko: Hoch
White Lies: Tokyo
Sarah Connor: Vincent
Max Herre feat. Veronika Fischer: Nachts
Kate Miller-Heidke: Zero Gravity

DAS BESTE ALBUM

DER BESTE FILM
Midsommar
außerdem:
Systemsprenger
Der Fall Collini

DER SCHLECHTESTE FILM
Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu
außerdem:
Glass
Mein Bester & ich

BESTE TV-SENDUNG
Sense 8, Netflix
außerdem
Prince Charming, TV Now
Eurovision Song Contest 2019, Das Erste
Käthe und ich: Dornröschen, Das Erste
Druck – Staffel 3, Funk
Die Geschichte eines Abends, NDR

SCHLECHTESTE TV-SENDUNG
Tatort: Der höllische Heinz, Das Erste
außerdem
About you Awards – Die größten Social Media Stars 2019, ProSieben
Mein bester Streich: Prominent & reingelegt, ProSieben
Sorry für alles, ZDF
Goodbye Deutschland – Die Auswanderer: Laura und der Wendler, VOX
Der Bulle und das Biest, Sat.1

BESTER RADIOSENDER
radioeins

BESTES BUCH
Jan Weiler: Kühn hat Ärger
außerdem:
Ulrike Herwig: Das Leben ist manchmal woanders
Juan Moreno: Tausend Zeilen Lüge – Das System Relotius und der deutsche Journalismus

BESTER AUGENBLICK
Spaziergang durch die Lindenstraße (Video)

SCHLECHTESTER AUGENBLICK
Bad Segeberg: Auto kaputt.

Hits: 163

RT liest

Bücher 2019

Dienstag, den 31. Dezember 2019

Die Bücherliste 2019 umfasst 49 Bücher.

TOP 10
1. Jan Weiler: Kühn hat Ärger
2. Ulrike Herwig: Das Leben ist manchmal woanders
3. Juan Moreno: Tausend Zeilen Lüge – Das System Relotius und der deutsche Journalismus
4. OJ & ER: #ichwillihnberühren
5. Sarah Kuttner: Kurt
6. Ulla Schleier: Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
7. Axel Witte / Rainer Wittkamp: Taxi nach Rügen – Radegasts erster Fall
8. Tim Pieper: Tiefe Havel
9. Andreas Steinhöfel: Die Mitte der Welt
10. Fiona Barton: The Child

FLOP 3
47. Sven Regener: Wiener Straße
48. Nell Zink: Nikotin
49. Joachim Meyerhoff: Die Zweisamkeit der Einzelgänger – Alle Toten fliegen hoch, Teil 4

Hits: 137

RT im Kino

Kino 2019

Dienstag, den 31. Dezember 2019

Die Kino-Hitliste des Jahres 2019 umfasst diesmal 80 Filme.
Bis Platz 48 haben die Filme mindestens eine 7/10-Bewertung, erstmals dreimal gibt es in diesem Jahr die 10/10-Wertung, sowie sechsmal 9/10-Bewertungen. Bis Platz 9 sind es also absolute Top-Filme.

1. Midsommar
2. Systemsprenger
3. Der Fall Collini

4. Gut gegen Nordwind
5. Friedhof der Kuscheltiere
6. Das perfekte Geheimnis
7. Ich war noch niemals in New York
8. Der verlorene Sohn
9. Auerhaus

10. Deutschstunde
11. Prelude
12. 7500
13. Good Boys
14. Spider-Man: Far from Home
15. Angel has fallen
16. Midway – Für die Freiheit
17. Trautmann
18. Beautiful Boy
19. Die Frau des Nobelpreisträgers
20. Lara
21. Shazam!
22. Ben is back
23. Club der roten Bänder – Wie alles begann
24. Green Book
25. Plötzlich Familie
26. Rocketman
27. Ma
28. Long Shot
29. Chaos im Netz
30. Vice – Der zweite Mann
31. Made in China
32. After the Wedding – Jede Familie hat ein Geheimnis
33. Kroos
34. Marriage Story
35. Stan & Ollie
36. Zwischen uns die Mauer
37. Der König der Löwen
38. Traumfabrik
39. Creed II – Rocky’s Legacy
40. Rate your Date
41. Yesterday
42. Late Night – Die Show ihres Lebens
43. After Passion
44. Es – Kapitel zwei
45. Die zwei Päpste
46. Wir
47. Alfons Zitterbacke
48. Ad Astra – Zu den Sternen

49. Dem Horizont so nah
50. Die Goldfische
51. Sweethearts
52. All my Loving – Eine Geschichte von drei Geschwistern
53. Joker
54. Fahrenheit 11/9
55. Pets 2
56. Benjamin Blümchen
57. Gelobt sei Gott
58. Last Christmas
59. Jonathan
60. Kalte Füße
61. Drei Schritte zu dir
62. Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks
63. Und der Zukunft zugewandt
64. mid90s
65. Der Spitzenkandidat
66. Polaroid
67. Berlin, I love you
68. Once upon a Time in … Hollywood
69. Der Leuchtturm
70. Le Mans 66 – Gegen jede Chance
71. Die Eiskönigin 2
72. Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit
73. Monsieur Claude 2 – Immer für eine Überraschung gut
74. The Report

FLOPS:
75. Wir – Der Sommer, als wir unsere Röcke hoben und die Welt gegen die Wand fuhr
76. A Toy Story – Alles hört auf kein Kommando
77. Men in Black International
78. Mein Bester & ich
79. Glass
80. Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu

Hits: 130

RTZapper

Das war 2019!

Dienstag, den 31. Dezember 2019
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Das Medienwort des Jahres ist vermutlich 2019 ein Name: Greta. Greta Thunberg ist 16, Schwedin und die wohl bekannteste Umweltaktivistin unserer Zeit. Kommt Greta ins Spiel, dann werden alle nervös. Die Medien, weil sie mit Greta-Artikel wieder Klicks bekommen. Die Fans, weil sie Greta für alles feiern. Die Hasser, weil sie Greta für alles, nun ja, hassen.
2019 ist das Jahr – wie auch 2018 und 2017 und … – der Shitstorms, deren Wellen in immer kürzen Abständen durch das Web rollen. Immer wieder ist irgendwo die Empörung groß, weil irgendwer irgendwas gesagt hat, was irgendwer aus irgendwelchen Gründen ganz schlimm fand.

Schlimm findet die CDU im Jahr 2019 das Internet aber auch. Ein gewisser Rezo ist es, der auf Youtube vor der Europawahl von der “Zerstörung der CDU” spricht. Bis Jahresende hat das Video 16,49 Millionen Klicks, darin zählt Rezo die Versäumnisse der Politik auf, gerade in Sachen Umweltbelange. Man solle doch nicht die CDU wählen, und die SPD eigentlich auch nicht, die AfD ebenfalls nicht.
Das schlägt Wellen, nicht nur bei dem Wahlergebnis. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht danach davon, dass es ja nicht sein könne, dass Youtuber auf diese Weise Wahlen beeinflussen wollen.
Die CDU will mit einem Antwortvideo kontern. Philipp Amthor soll es richten, und das Video wird so geil, dass es danach nicht veröffentlicht wird. PR-Desaster. Genau wie das Monate danach gestartete Youtube-Format “CSYou”.
Aber mit PR-Desaster kennt sich Annegret Kramp-Karrenbauer aus. Ende Februar tritt sie beim SWR im “Stockacher Narrengericht” als Klofrau auf – wie jedes Jahr. Mit Witzen über das dritte Geschlecht – “Das ist für die Männer, die noch nicht wissen, ob sie noch stehen dürfen beim Pinkeln oder schon sitzen müssen.” – sorgt sie für Zoff. Darf sich eine so hohe Politikerin so über Randgruppen lustig machen? Das ist die Frage.

Und worüber dürfen sich eigentlich Komiker noch lustig machen? Über Frauen mit Doppelnamen jedenfalls nicht. Kramp-Karrenbauer. Bernd Stelter bekommt beim “Karneval in Köln” jedenfalls Besuch auf der Bühne. Eine Zuschauerin teilt ihm Auge in Auge mit, dass sie seine Doppelnamen-Gags irgendwie doof findet. Nur eine Woche später stürmt eine Frau die Bühne des “Moma-Cafés” des ZDF-Morgenmagazins. Sie wollte wissen, ob denn hier eigentlich alle einen anlügen, sie sprach von Lügenpresse, Lügenfresse und wollte fragen, ob bei ihr die Mainzelmännchen zu Hause seien. Alles ganz wichtige Fragen, die dringend geklärt werden müssen.

Oh, Moment: Greta hat wieder was gesagt. Sie fordert mehr Panik. Wichtige Sondermeldung. Es folgen Lob und Empörung.

Apropos Empörung: Rammstein hat sich was Dolles geleistet. In einer Vorschau für den Song und das Video zu “Deutschland” werde der Holocaust relativiert. Heißt es. War dann aber nicht so, der Shirtstorm rollte trotzdem durchs Twitterland.
Sat.1 löst seine Shitstorms lieber im Ausland aus: in Thailand. Ach was, ein Krieg steht im Raum! Im Frühstücksfernsehen reißen sie blöde Witzchen über den thailändischen König. Der und angeblich ganz Thailand finden das empörend, und bei Sat.1 schmeißt man sich in den Staub und entschuldigt sich untertänigst. Fast fließen Tränen. Ohje. Wird Sat.1 etwa zur Strafe zum thailändischen Regierungsfernsehen?
ARD und ZDF in Deutschland sind diesem Vorwurf auch 2019 immer wieder ausgesetzt. Dabei zeigen Formate wie “Die Anstalt”, “heute show” und “Extra 3” dass das nun wirklich nicht sein kann. Und auch Magazine wie “Report”, “Kontraste” oder “Frontal 21” decken Skandale auf, die der deutschen Politelite sicherlich nicht gefallen haben.

Achtung, Greta hat wieder was gemacht. Mit einem Schiff reist sie über den Atlantik in die USA. Jubel von den Fans. Kritik von den anderen, und überhaupt, das ist ja aus Gründen gar nicht so umweltfreundlich, wie alle sagen.

Bloß keine Schwäche zeigen. Nicht immer gelingt das. Ein Bundestagsabgeordneter bricht am Rednerpult zusammen, live übertragen von phoenix und dem Parlamentsfernsehen. Vorher machen sich die AfD-Leute noch lustig über ihn, als er beginnt zu stocken. Bei einem Auftritt stolpert Peter Altmeier nach einer Rede und fällt von einer Treppe. Das sieht böse aus. Gleich mehrere Male bekommt Kanzlerin Angela Merkel Zitteranfälle. Es beginnt das große Rätseln über eine mögliche Krankheit. In allen drei Fällen verbreitet sich über das Netz auch eine Welle der Häme. Politiker haben keine Schwäche zu zeigen, immerhin bekommen die doch so viel Kohle und tun dafür nichts, so wird, nun ja, debattiert.
Vor einem Millionenpublikum kollabiert “Tagesschau”-Sprecher Jan Hofer. Er wirkt fahrig, seine letzte Ansage kann er nicht mehr machen, die Sendung wird abgebrochen. Tage zuvor war er noch von morgens um kurz vor 10 bis nachts nach 23 Uhr in jeder Nachrichtensendung on Air. Bei der ARD will man von Überarbeitung nicht sprechen.

Ein bisschen flottere Arbeit wünscht man sich dagegen von der “Tagesschau” an dem Abend, als in Paris Notre Dame brennt. Eine kurze Sondersendung im Ersten und später eine hektisch zusammengestellte Live-Übertragung bei tagesschau24 lösen die Debatte über die Schnelligkeit der Nachrichtenübermittlung aus. Ob die stundenlangen Mutmaßungen und Kameraschwenks über die brennende Kathedrale bei ntv besser sind, ist unklar.
Legendär sind dagegen die stundenlangen Übertragungen aus dem britischen Parlament. Stichwort 1: Brexit. Stichwort 2: Order!

Greta! Jetzt bekommt sie auch noch die Goldene Kamera! Das Mädchen haut wieder eine Rede für den Klimaschutz raus, und kurz danach bekommt die Schauspielnewcomerin einen SUV geschenkt. Glückwunsch!

Schalten wir besser mal nach Österreich. Dort heißt das Wort des Jahres nicht “Greta”, sondern “Ibiza”. FPÖ-Rechtspopulist Hans-Christian Strache lässt sich von einer versteckten Kamera reinlegen. Auf Ibiza trifft er sich mit einer angeblichen Oligarchin. Es geht um Investitionen in Österreich und um Gefälligkeiten, die die Pressefreiheit aushebeln. Aus für die FPÖ in der Regierung. Pressekonferenzen. Neuwahl. Mega-Quoten für den ORF2.
In Deutschland dagegen sorgen die Rechtspopulisten der AfD immer wieder für Schlagzeilen. Bjö…, äh, Bernd, äh, Björn Hocke bricht ein Interview mit dem ZDF ab, weil er emotional aufgewühlt sei. Und er werde nie wieder ein Interview mit dem Journalisten führen, was er bedauern könnte, wenn Höcke mal eine wichtige politische Persönlichkeit sei.
Der mdr dagegen setzt Uwe Steimle gleich ganz ab. Oder besser: beschäftigt ihn nicht weiter. Darüber ist Uwe Steimle empört. Er würde gern vom mdr, den er für einen Staatsfunk hält und der regierungsnah sei und rückständig, weiterarbeiten. Der mdr sieht das anders. Der Arbeit- und Geldgeber mag es nicht, beschimpft zu werden. Uwe Steimle, das Opfer. Findet Uwe Steimle. Er redet von einem Berufsverbot. Seine Auftritte sind ausverkauft. Dort erzählt er dann von seinem Berufs, … ähm. Merken Sie selbst, oder?
Dieter Nuhr soll übrigens auch neurechts sein. Er äußert sich kritisch zu “Fridays for Future” und zu Greta. Dass er sich auch kritisch zur AfD äußert, scheint egal zu sein. Meinungsfreiheit gegen die Forderung, Dieter Nuhr abzusetzen.

Und, ach ja. Greta. Dieter Nuhr hat wieder was Böses über Greta gesagt. Bringt Schlagzeilen. Bringt Klicks. Lob und Hass, na, Sie wissen schon.

2019 hat auch Comebacks parat. Jörg Kachelmann feiert seine Rückkehr in die ARD. Er darf wieder das “Riverboat” im mdr moderieren, wo auch gleich die Quoten steigen. Der Deutsche Fernsehpreis kommt mit einer Gala zurück, in den vergangenen Jahren wurde eher spartanisch gefeiert. Die Rettungsschwimmer aus Malibu sind wieder da – und das auch noch in HD. “Baywatch” auf Nitro jetzt noch schärfer. Die Youtube-Star-Zwillinge, die Lochis, verkünden das Ende ihrer gemeinsamen Karriere. Jahrelang haben sie klickstarke Videos und am Ende auch Songs produziert. Durch die Jugend geht ein Ruck. Zlatko kehrt ins “Big Brother”-Haus zurück. 2000 war er schon mal drin, 2019 als “Promi”. Sat.1 jazzt das zum Comeback des Jahres hoch. Es erweist sich als laues Lüftchen. Domian meldet sich mit einer Talkshow im WDR zurück – ganz ohne Telefon. Pittiplatsch ist wieder da – fast 30 Jahre nach dem Aus im DFF. Und auch Jürgen Kuttner macht wieder den “Sprechfunk” – allerdings erstmal nur im Internet auf radioeins.de.
Ein Comeback – also zumindest für 30 Minuten – hat auch ein gewisser Ernesto. Ihn kennt man als Ex-Mann von einer Ex-Anwältin in einer RTL-Trashshow. Nun tritt er in einer RTL-II-Trashshow auf. Nackt. Aber: Sensation! Nach einer Penis-Vergrößerungs-OP! Das schauen wir uns doch mal genau an. Und, ähm, ein bisschen, nun ja, haben wir uns da schon mehr…. ähm… also…

Das irritierendste Comeback 2019: tm3. Der Sender Family.TV nennt sich in tm3 um. Die Rechte am Markennamen waren frei, mit dem tm3 von damals hat das aber nichts zu tun. Doch das Glück hält nicht lange, Wochen später wird der Sender abgeschaltet. Immer wieder gibt es Lizenzprobleme, der Betreiber von Family.TV/tm3 zeigt Sendungen im Programm, an denen er gar keine Rechte hat. Zwangs-Aus.
Unfreiwillig und mit großem Knall endet auf radioeins die freitägliche Comedy “radiozwei”. Als sich Tommy Wosch und Martin “Gotti” Gottschild live on Air ernsthaft zoffen, ist es aus. Erst im Herbst kehrt Wosch allein mit einem neuen Format zurück.
Abschied nehmen heißt es auch vom “Neomagazin Royale”. Jan Böhmermann verlässt zdf neo, um im Herbst 2020 mit neuer Show beim ZDF weiterzumachen.
Nächtliche Spitzeneinschaltquoten erzielt Sky mit der letzten Staffel von “Games of Thrones”. Doch viele Fans sind enttäuscht darüber, wie die Serie endet.
Der langsame Abschied von der “Lindenstraße” geht dagegen weiter. Am 20. Dezember ist Drehschluss. Noch drei Monate. Ende März 2020 ist dann auch im Fernsehen Schluss.

Auch viele bekannte Menschen sind nicht mehr da. Abschied für immer. Bruno Ganz, Hannelore Elsner, Doris Day, Billie Zöckler, Lisa Martinek, Ursula Karusseit, Luke Perry, Wolfgang Winkler, Jan Fedder, Rudger Hauer, Gerd Baltus, Helmut Krauss, Peter Fonda, Max Wright und Ken Kercheval werden als Schauspieler fehlen. Die Sportler Rudi Assauer, Matti Kykänen und Niki Lauda. Die Musiker Marie Fredriksson, Peter Schreier, Karel Gott, Costa Cordalis, Wiglaf Droste, Keith Flint, Gus Backus, Alphonso Williams und Mark Hollis. Die Moderatoren und Journalisten Wilhelm Wieben, Wiebke Bruhns, Manina Ferreira-Erlenbach, Franziska Pigulla, Michael Jürgs, Werner Doyé und Walter Freiwald. Die Politiker Manfred Stolpe, Jörg Schönbohm, Robert Mugabe, Klaus Kinkel, Jacques Chirac und Anke Fuchs. Weltraumfahrer Sigmund Jähn, Autorin Rosamunde Pilcher, Kabarettist Werner Schneyder, Produzent Artur Brauner, Comiczeichner Guillermo Mordillo, Unternehmer Ferdinand Piech, Weltenbummlerin Heidi Hetzer, Designer Luigi Colani und Modeschöpfer Karl Lagerfeld.

Vor dem Aus gerettet wird dagegen der Berliner Verlag. Dran hängen unter anderem die Berliner Zeitung und der Berliner Kurier. Das Berliner Unternehmerpaar Silke und Holger Friedrich kauft den Verlag von der DuMont-Mediengruppe. Freude und Misstrauen. Immerhin sind die beiden kaum medienerfahren. Und dann kommt auch noch raus, dass bei Holger irgendwas mit der Stasi ist. Was er zunächst verheimlicht. Die Euphorieblase platzt.

Bei den Sendern platzen 2019 diverse Hoffnungen. RTL landet mit der Daily-Soap “Herz über Kopf” einen Flop. VOX versucht es mal wieder mit der schon öfter gefloppten Actionshow “Survivor” – und scheitert. Das ZDF hat kein Glück mit “Mein Lied für dich” und “Sorry für alles”.
Richtig gut läuft es dagegen weiter für den “Tatort” aus Münster. Der Fall “Spieglein, Spieglein” erreicht 14,01 Millionen Menschen. Quotenrekord 2019.

Und Greta? Müsste die nicht bald mal auf dem Schiff wieder in Lissabon angekommen? Nachrichtensender zeigen live und eine halbe Ewigkeit, wie ein Schiff aus dem Atlantik in Portugal anlegt.

Wird über Greta vor allem im Netz geredet, spielt sich auch das Mediengeschehen selbst zunehmend im Netz ab. Das herkömmliche analoge Fernsehen ist weiter auf dem Rückmarsch. Netflix begeistert mit Serien wie “Wir sind die Welle”, “Die Patchwork-Familie”, “How to sell Drugs online (fast)” oder “Sex Education”. Amazon Prime mit “Pastewka”. Außerdem geht Joyn an den Start, TV Now der RTL-Gruppe bietet unter anderem mit “Prince Charming” exclusiven Content. Und natürlich Youtube mit unendlich vielen Videos sowie diversen Funk-Formaten wie “Druck”.
Das Fernsehen muss sich anstrengen, wenn es weiter Aufmerksamkeit will. Das gelingt zum Beispiel mit “24h Europe” (arte), “Chez Krömer” (rbb), “Die Geschichte eines Abends” (NDR), “Käthe und ich” (Das Erste), “Die Unsichtbaren” (Das Erste) oder “Der Club der singenden Metzger” (Das Erste).

Was gab es sonst so? Thomas Gottschalk moderiert beim BR eine Literatursendung. Ja, wirklich! Bei Lanz zoffen sich Hasselhoff und Lindner. Hasselhoff gewinnt. Ja, echt! Böhmermann sagt was im ORF, und die Moderatorin distanziert sich. Ja, mei! Luke Mockrige prankt den “ZDF-Fernsehgarten” und ist … ähm, irgendwer fand das sicher lustig. Bei Funk gibt es eine 72-stündige Talkshow. Live! Und danach drei Tage Tiefschlaf. Die EU hat ein neues Urheberrecht. Und Youtube stirbt. Oder so ähnlich.
Achso, und: “I’m sorry! Zero Points!”

Schauen wir ein letztes Mal zu Greta: Die war auf dem Klimagipfel. Der war enttäuschend. Aber, bitte: Was war das denn?! Greta im ICE! Auf dem Boden sitzend! Wo sie doch 1.-Klasse-Tickets hatte!!! War dann zwar alles ein bisschen anders, aber da rollte der Shitstorm schon. Ist ja eh alles wurscht. Hauptsache Greta.

Nicht vergessen dürfen wir zu guter Letzt aber noch diese Feststellung. Enissa Amani ist eine Komikerin.
Echt!
Alles Gute für die 20er-Jahre.

Hits: 311

RT liest

Thomas Schwandt: Das Fanal – Terrorschiff aus Trelleborg

Dienstag, den 31. Dezember 2019
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Terroranschlag auf die Hanse-Sail in Rostock. Die Schwedenfähre “Mecklenburg” steuert auf dem Kurs von Trelleborg nach Rostock in Richtung Hanse-Sail-Festgelände, zum Rostocker Stadthafen. Es heißt, es handele sich um einen Gruß zum 800. Stadtjubiläum. Deshalb kann auch nicht verhindert werden, dass das Schiff die Unterwarnow runterfährt. Tausende sind auf der Hanse-Sail unterwegs, als die “Mecklenburg” auf die Haedgehalbinsel zufährt. Erst donnert das Schiff ungebremst drauf, dann erschüttert eine gewaltige Expolosion den Stadthafen.
Der Terror hat Deutschland erreicht.
Aber kann es sein, dass dieser Terror hätte verhindert werden können?
In Sicherheitskreisen war der Plan bekannt, eine Gruppe von Rostocker Geschäftsleuten fasst einen perfiden Plan. Die Idee: Deutschland müsse angesichts der Flüchtlingskrise endlich aufgerüttelt werden, und ein Terroranschlag könne für Aufruhr sorgen.

An sich hatte Thomas Schwandt eine ziemlich starke Idee, als er seinen Roman schreibt. Was passiert, wenn sich innerhalb Deutschland eine Art Terrorzelle bildet, um das Land in Unruhe zu stürzen?
Doch der Roman hat ein Problem: Er ist komplett falsch konzipiert. Denn er beginnt mit dem Terroranschlag, mit dem Grauen, mit dem großen Knall.
Und danach: Ernüchterung. Denn plötzlich begeben wir uns mehrere Jahre zurück und müssen eine lange Geschichte lesen über unzufriedene Menschen, die einen Plan schmieden. Jegliche Spannung ist dahin, denn das Ergebnis ist bekannt.
Bemerkenswert ist dennoch – und wer weiß ob das weit hergeholt ist -, dass Sicherheitskreise nichts gegen die Pläne tun. Weil bestimmte Menschen mit sich und ihren drohenden Karriereenden beschäftigt sind oder weil bestimmte Menschen Vorteile daraus ziehen wollen.
Seitenlang geht es in dem Buch darum, was die Geschäftsleute über die deutsche Politik denken. Über Flüchtlinge. Merkel – die hier natürlich anders heißt. Dabei liest sich das alles oftmals wie ein Fakt – und nicht aus der Sicht der Protagonisten. Durchaus problematisch, weil schlecht schreiberisch umgesetzt.
Merkwürdig ist, dass das Buch 2017 erschienen ist, aber die Geschichte bis zum 11. August 2018 reicht. So orakelt Thomas Schwandt über die Wahlen 2017, was angesichts der wahren Ergebnisse ein bisschen albern wirkt.
Grundsätzlich wäre auch spannend gewesen, was nach dem Anschlag passiert ist. Doch mit dem Fanal endet das Buch. Womit auch der Titel “Das Fanal – Terrorschiff aus Trelleborg” leider sehr reißerisch ist, denn um das Schiff geht es nur wenige Seiten, und ein Terrorschiff wird es erst, als es von den Terroristen geentert wird.
So bleibt als Fazit: Spannender Storyeinfall, konzeptionell mangelhaft umgesetzt.

Thomas Schwandt: Das Fanal – Terrorschiff aus Trelleborg
swb media publishing, 311 Seiten
5/10

Hits: 112

RT im Kino

Wir – Der Sommer, als wir unsere Röcke hoben und die Welt gegen die Wand fuhr

Montag, den 30. Dezember 2019

Acht Teenager verbringen in einem besonders heißen Sommer ihre Ferien, irgendwo an der belgisch-niederländischen Grenze. Doch so richtig einen Plan, was sie machen sollen, haben Simon (Tijmen Govaerts),Thomas (Aime Claeys), Jens (Friso van der Werf), Karl (Folkert Verdoorn) und Ruth (Maxime Jacobs), Liesl (Pauline Casteleyn), Femke (Salome van Grunsven) und Ena (Laura Drosopoulos) nicht. Sie langweilen sich.
Sie fahren in der Gegend, liegen am See, haben hemmungslosen Sex. Sie verachten die Elite und treiben üble Streiche an der Autobahn, die zu schweren Unfällen führen. Was sie aber auch nicht weiter stört.

Der niederländische Film “Wir – Der Sommer, als wir unsere Röcke hoben und die Welt gegen die Wand fuhr” hat einen fast humorvollen Titel. Aber eigentlich ist der Film brutal und roh. Aber eher: Die Jugendlichen im Film sind auf seltsame Weise verroht. Sex ist ein Spiel, das keiner ernst nimmt. Katastrophen auszulösen, löst bei ihnen selbst keine Skrupel aus.
Es sind Revoluzzer, so sehen sie sich vermutlich selbst. Aber in Wirklichkeit sind es ziemlich arme Würstchen, und es steht eigentlich immer die Frage im Raum, warum man sich das eigentlich antun muss. Diese Härte, diese Leere, diese Dumpfheit, die nie zu irgendwas führt, die keine Entwicklung hat. Und es gibt darauf auch keine Antwort…

-> Trailer auf Youtube

Wir – Der Sommer, als wir unsere Röcke hoben und die Welt gegen die Wand fuhr
Niederlande 2018, Regie: René Eller
Der Filmverleih, 100 Minuten, ab 18
3/10

Hits: 128

RTelenovela

Der Bahnhof, der eine Barriere ist

Sonntag, den 29. Dezember 2019
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Barrierefreiheit im Oranienburger Bahnhof? Darüber können die Leute, die auf diese Barrierefreiheit angewiesen sind, nur herzlich lachen. Seit Wochen ist dort der Fahrstuhl zum S-Bahnsteig gesperrt.

Die Reparatur dauert – und zwar bis März. Aber wie sollen Gehbehinderte oder Leute mit Kinderwagen denn in dieser Zeit auf den Bahnsteig kommen?
Die Bahn sagt, dass sie doch bitte mit der Regionalbahn bis Birkenwerder oder Gesundbrunnen fahren sollen, von da wieder zurück. Ich glaube, es hackt! Soll ich mit einem kaputten Bein eine halbe Weltreise unternehmen, nur weil ich in Oranienburg S-Bahn fahren will? Das wird ernsthaft als Alternative genannt, um mit der S-Bahn fahren zu können?
Heißt im Umkehrschluss eigentlich nur: Die S-Bahn ist für Behinderte derzeit nicht nutzbar. Es sei denn, jemand hievt sie die Treppe hoch.

Zudem hält es die Deutsche Bahn ja auch nicht nötig, weitere Zugänge zum Bahnhof zu bauen. Eigentlich wären welche nötig in Richtung Neustadt, was den ganzen Verkehr in Richtung Innenstadt entlasten würde, zudem kenne ich kaum einen Bahnhof, der nur so einseitig begehbar ist. Auch ein Zugang vom Parkplatz, der ziemlich weit entfernt ist, fehlt. Mit einem Zugang am anderen Bahnhofsende wäre den Pendlern ebenfalls viel geholfen.
Und dann gäbe es auch das Fahrstuhlproblem nicht – weil es diese Alternative gäbe.

Aber von Service hält die Bahn in Oranienburg wenig. Keine Schließfächer, kein Klo. Für einen Fernbahnhof ziemlich peinlich.

Und davon mal abgesehen: Wieso dauert eine Fahrstuhlreparatur bis März? Wird der Zugang gehäkelt?

Hits: 110