Tagesarchiv für 11. November 2019

RTelenovela

Staufalle A114

Montag, den 11. November 2019
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Ich habe heute im Stau gestanden – auf der A114 zwischen dem Dreieck Pankow und Berlin-Pankow-Heinersdorf. Das Ärgerlichste daran ist aber, dass das eigentlich vollkommen unnötig wäre, wenn ein paar Verkehrsplaner einfach mal länger nachgedacht hätten.

Die Autobahnen rund um Berlin sind baufällig. Die A10 im Norden wird schon ausgebaut, die A111 ist im Norden von Berlin ein Pflegefall, die A114 im Nordosten ebenfalls.
Auf dem Pankow-Zubringer sind jetzt schon mehrere Baustellen.
Direkt im Dreieck Pankow ist immerhin schon dazugelernt worden, denn die zweite Spur ist dort gesperrt worden, was vernünftig ist, weil nach guten 200 Metern schon wieder eine Einengung kommt.

Am Ende dieser Baustelle wird die Autobahn wieder zweispurig. Bis zur zweiten Baustelle, bis zur nächsten Einengung. Dort bildet sich der Stau, und ich vermute, das würde nicht passieren, wenn die zweite Spur von vornherein gar nicht freigegeben wurde. Was einmal in der einen Spur flüssig ist, bleibt flüssig.
Dasselbe Spiel zwischen Baustelle Nummer 2 und 3. Zweispurig, Einengung, Stau.

Wer plant so was? Aber andererseits: Wer Berlin aus Autofahrersicht kennt, der weiß, dass die Stadt mit Fahrspurführungen oft sowieso merkwürdige, gefährliche Wege geht.

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RT liest

Lea Streisand: Hufeland, Ecke Bötzow

Montag, den 11. November 2019
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Franzi hat schon mal Amerika gesehen. Das sagt sie so, aber es ist eher, nun ja, unwahrscheinlich. Denn Franzi wohnt in der DDR – und die Mauer dort ist undurchlässig. Aber ihr bester Freund Rico hat gesagt: “England und Amerika sind wie die DDR und die BRD.” Zwischen den beiden deutschen Ländern stehe die Mauer, zwischen England und Amerika sei die Ostsee. Und weil Franzi ja schon mal an der Ostsee war…
Franzi wohnt in Berlin, der Hauptstadt der DDR. Ihr Kiez ist der Bötzowkiez, die Hufelandstraße und die Bötzowstraße, bis hin zum Filmtheater am Friedrichshain.
Franzi erzählt, wie sie dort aufwächst. Wie sie mit ihrer Mutter zur 1.-Mai-Parade will, vom Wunsch endlich Pionier zu sein. Und vom Mauerfall und wie ihre Lehrerin in der Schule sich auch erst mal umgewöhnen muss…

“Hufeland, Ecke Bötzow” heißt der Roman von Lea Streisand. Sie erzählt darin ihre eigenen Erinnerungen an die Kindheit in der DDR, während der Wendezeit und der Zeit danach. Wobei Franzi nicht Lea ist, wie sie betont.
Die Erzählungen darüber, wie Kinder diese Zeit erlebten, sind durchaus interessant. Gerade auch, wenn man sie selbst auch so oder so ähnlich miterlebt hat.
Schade ist aber die Oberflächlichkeit des Romans, denn leider sind die Geschichten mehr Streiflichter als ein Roman. Ist die Kindheit noch relativ ausführlich erzählt, kommt die Wende dann relativ lapidar. Das geht zwar aus Sicht des Kindes in Ordnung, weil das Mädchen sich vermutlich nie so genau damit beschäftigt hatte (und der Roman ist in Ich-Form), aber es wäre trotzdem spannender gewesen, da tiefer einzusteigen.
Die Nach-Wende-Erzählen sind dann leider bis auf wenige Ausnahmen schon fast langweilig, das letzte Drittel franst dann vollkommen aus.
Hätte sich die Autorin auf einen engeren Zeitraum konzentriert, wäre dieser Roman vermutlich sehr viel dichter und besser geworden.

Lea Streisand: Hufeland, Ecke Bötzow
Ullstein, 221 Seiten
5/10

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ORA aktuell

Streik an der Oranienburger Turm-Erlebniscity

Montag, den 11. November 2019
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Nach einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi ist am Sonnabend die Oranienburger Turm-Erlebniscity bestreikt worden. Der Warnstreik dauerte von 6 bis 22 Uhr und führte zur Schließung von Sauna und Erlebnisbad an diesem Tag.
Laut Verdi gehe es um die Aufnahme von Gesprächen über Tarifverträge des öffentlichen Dienstes für die Angestellten. Die Gewerkschaft bemängelt die „Verweigerungshaltung der Geschäftsführung, überhaupt in Gespräche einzutreten.“

Geschäftsführer Kay Duberow weist den Vorwurf zurück. Es seien seit 2014 mehrere Tarifverträge mit der aus seiner Sicht für den Turm zuständigen Gewerkschaft Nahrung, Genuss und Gaststätten (NGG) vereinbart, sagte er der Märkischen Allgemeinen. Diese würden den Mitarbeitern der Stadtwerke Oranienburg GmbH einen für die Branche “im Vergleich überdurchschnittlichen Lohn“ zusichern.

Offenbar hat sich bei weitem nicht die ganze Belegschaft an dem Warnstreik beteiligt.

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