Tagesarchiv für 7. November 2019

RT im Kino

Das perfekte Geheimnis

Donnerstag, den 7. November 2019

Handys auf den Tisch! Einen Abend lang müssen alle Nachrichten vorgelesen, ankommende Bilder gezeigt und Anrufe auf Lautsprecher gestellt werden. Absolute Offenheit.
Ein Pärchenabend. Diesmal treffen sich alle bei Eva (Jessica Schwarz) und Rocco (Wotan Wilke Möhring), und das auch noch am Abend einer Mondfinsternis. Leo (Elyas M’Barek) kommt mit seiner Frau Carlotta (Karoline Herfurth), Simon (Frederick Lau) mit seiner neuen Freundin Bianca (Jella Haase), und nur Pepe (Florian David Fitz) kommt allein, weil seine neue Freundin, die noch keiner zu Gesicht bekommen hat, kränkelt.
Eva macht den Vorschlag, das Handyspiel zu beginnen. Die Männer sind unsicher, denn natürlich sind ja auf ihren Smartphonen eventuell Dinge, die keiner sehen soll. Und tatsächlich drängt Leo Pepe, doch schnell noch die Handys zu tauschen.

“Das perfekte Geheimnis” ist ein Ensemblefilm, der faszinierend gut funktioniert. Das Interessante an der Geschichte ist, dass die drei Jahre alte Komödie “Perfect Strangers” schon in elf Ländern verfilmt worden ist. Bei Netflix kann man sich die französische Variante “Nichts zu verbergen” ansehen.
Regisseur Bora Dagtekin hat sich eine tolle Schauspielschar zusammengesucht. Die Zusammensetzung funktioniert hervorragend, oft wirken die Szenen, als seien wir tatsächlich zufällig dabei. Die Dialoge sind locker und nicht gestelzt, alle spielen hervorragend, wenn sie plaudern, Witze machen, über Witze lachen, verunsichert sind oder einfach nur blöd.
Ohne zu viel zu verraten: Natürlich eskaliert das Ganze, und das ist mal lustig, mal geradezu erschütternd und immer packend. So wird auch das Publikum durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt.
“Das perfekte Geheimnis” gehört definitiv zu den Topfilmen dieses Jahres.

-> Trailer auf Youtube

Das perfekte Geheimnis
D 2019, Regie: Bora Dagtekin
Constantinfilm, 111 Minuten, ab 12
9/10

Hits: 126

RTZapper

Brisant

Donnerstag, den 7. November 2019
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MI 06.11.2019 | 17.15 Uhr | Das Erste

Im “Brisant”-Studio gibt es jetzt eine Treppe. Sie sieht ein bisschen billig aus, und schön ist auch was anderes. Und sie ist auch nicht echt.
Das Boulevardmagazin des mdr im Ersten ist in ein virtuelles Studio umgezogen. Wirklich gut getan hat das der Sendung aber nicht.

Zu sehen ist das, wenn man “Tagesschau” und “heute” vergleicht. Die ZDF-Nachrichten sind 2009 ins virtuelle Studio umgezogen, und seitdem herrscht Langweile, weil es eigentlich kaum für schöne Grafiken genutzt wird und einfach nur hässlich ist. Optisch hat “heute” seitdem kräftig verloren.
Als die ARD sich für die “Tagesschau” ein neues Studio baute, hat man das glücklicherweise nicht virtuell gemacht. Stattdessen setzte man auf eine große Wand im Hintergrund für Grafiken und große Bilder, und die wird seitdem gut genutzt. Ein extrem gelungener Relaunch.

Im neuen virtuellen Studio von “Brisant” gibt es jetzt eine Treppe. Sie ist schlecht animiert und sieht aus wie eine Skizze vom Architekten, noch nicht ganz fertig. Und wenn die Moderatorin falsch steht, dann sind ihre Beine mit den Stöckelschuhen genau zwischen zwei Stufen, was, nun ja, nicht ganz realistisch aussieht. Das ist das Hauptproblem des “Brisant”-Studios. Man sieht, dass es nicht echt ist.
Absolut albern ist es, dass die Moderatorin so tut, als wenn sie für die Promi-Rubrik die Treppe hoch ins andere Geschoss gehen würde. Sie sagt das immer nur, aber wir sehen sie nicht Treppen steigen. Stattdessen steht sie nach dem Vorspann immer noch an selber Stelle, nur der Hintergrund ist anders.

PS: Sendungstitel und Vorspann sollten schon ein bisschen zusammenpassen. Aber die neue Erkennungsmusik klingt eher nach “Sanft und sorgfältig” als nach “Brisant”. Da fehlt der Schmiss.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 13. November 2019)

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ORA aktuell

Aus für das Oranienburger Sanitätshaus Schulz

Donnerstag, den 7. November 2019
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Das nächste Geschäft mit langer Tradition in Oranienburg schließt. Das Sanitätshaus Schulz in der Mittelstraße wird am 16. Dezember das letzte Mal geöffnet sein. Das bestätigte Barbara Schulz der Märkischen Allgemeinen. Das Geschäft gibt es seit 1963, seit 1995 in der Mittelstraße.

Das Sanitätshaus wird aus Altersgründen geschlossen. Ein Nachfolger sei trotz gut laufenden Geschäftes und günstiger Lage nicht gefunden worden.

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