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Zu Fuß über den Rhein

Oranienburg ächzt seit mehr als einem Jahr wegen des Brückenbaus über der Havel, die lange Umleitungen erforderlich macht. Ende Januar 2020 soll endlich alles fertig sein.

Das ist aber nichts gegen die Sanierung der Salierbrücke. Die führt über den Rhein und verbindet Rheinland-Pfalz mit Baden-Württemberg, Speyer mit Altlußheim, Hochenheim und Lußhof. Seit Januar ist sie gesperrt, und das bis zum Frühjahr 2021. Die B39 ist gekappt. Nur kleinere Busse dürfen rüberfahren, ein Shuttlebus bringt die Pendler von Lußhof nach Speyer. Man kann aber auch rüberlaufen, Radfahrer müssen ihr Rad schieben – was sie allerdings eher selten auch wirklich machen.

Von Altlußheim wollten wir neulich zur Herbstmesse nach Speyer. So fuhren wir also auch nach Lußhof. Dort ist extra ein Parkplatz gebaut worden. Über eine Rampe geht es hoch zur B39, und zu Fuß spazierten wir dann über den Rhein.
Scheinbar nutzten an diesem Sonntag viele Menschen diesen Weg, ist er doch immerhin ein netter Ausflugsweg.
Aber für die täglichen Pendler ist die Sperrung der Salierbrücke die Hölle, sie müssen große Umwege fahren. Zumal auch wieder gespart worden ist. Die zweispurige Straße müsste eigentlich vierspurig ausgebaut werden, der Bedarf wäre da. Man hätte also eine zweite Brücke bauen können mit den zwei neuen Spuren und den Verkehr so lange laufen lassen. Aber nein, das ging nicht, weil… Ja, wer weiß.

Als wir über die Salierbrücke liefen, da herrschte gutes Wetter. Bei Regen verzichten die Badener vermutlich öfter mal auf einen Ausflug auf die andere Rheinseite.

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