Tagesarchiv für 15. Oktober 2019

RTZapper

Dinner Date

Dienstag, den 15. Oktober 2019
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MO 14.10.2019 | 18.35 Uhr | zdf neo

Bei zdf neo könnten sie es sich eigentlich bequem einrichten: Mit den Wiederholungen von “Bares für Rares” am Vorabend holt der Sender immer sehr hohe Quoten. Ab und zu versuchen sie es dennoch mit einer richtigen Eigenproduktion, die das Etikett “neo” wirklich verdient.
Ab Montag startete das erste “Dinner Date”, und diese Datingsendung macht sogar wirklich Spaß.

Man könnte zwar meinen, dass sich das “Dinner Date” sehr mit der fast gleichzeitig laufenden Sendung “First Dates” bei VOX ähnelt, aber das ist letztlich nicht so.
Katharina bekommt fünf Menü-Vorschläge von fünf Männern. Drei darf sie sich aussuchen, um dann die Männer zu besuchen.

Ihr erstes Dates ist ein Kopf größer als sie – und er hat eine Glatze. Etwas, das Katharina eigentlich schon mal ausgeschlossen hatte, aber sie konnte ja nur anhand der Menüs entscheiden. Der zweite war ein Musiker mit einem sehr offenen Hemd. Der dritte glänzte durch den streichelbedürftigen Kater Felix – und durch seinen Humor. Letzterer gewann das Ganze auch, er durfte mit Katharina zu einem zweiten Date

Das “Dinner Date” ist kein tiefschürfendes Format, sondern harmlos-gute Unterhaltung. Wir sehen, wie die Männer sich auf das Date vorbereiten (vermutlich wird das Spiel auch mal andersrum gespielt), ob sie nervös sind oder ob die Witzchen machen. Hinzu kommt eine launige Kommentierung der Szenen.
Am Ende erfahren wir sehr lapidar, dass es ein weiteres Treffen der beiden dann (noch?) nicht gegeben habe. Das ist zwar schade, für die Sendung selbst aber eigentlich zweitrangig.
Das “Dinner Date” muss man nicht sehen, aber man kann es sehr gut.

-> Die Sendung in der ZDF-Mediathek (bis 12. Januar 2020 in D, AUT, CH)

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RTelenovela

Angeblich unverpackt

Dienstag, den 15. Oktober 2019
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Immerhin: Wir denken inzwischen öfter mal an die Umwelt. Selbst wenn wir unsere guten Vorsätze nicht immer umsetzen (können) – das Thema ist im Hinterkopf. Und auch in der Wirtschaft.
Bei Netto in Oranienburg stand ich in der kleinen Gemüseabteilung. Ein riesiges Schild wies darauf hin: “Bis zu 100 unverpackte Obst- und Gemüse-Artikel”. Ja, die denken auch an die Umwelt. Das ist sehr löblich. Allerdings: Blick man sich dann in der Abteilung um, stellt man ernüchtert fest: Eigentlich hat sich nichts geändert. Also, außer das große Schild.

Direkt davor liegt Rosenkohl. In großen Plastiktüten verpackt. Links daneben sind die Bohnen. In großen Plastiktüten verpackt. Darunter die Möhren. Unverpackt, immerhin. Die Tomaten: verpackt, mit viel Plastik. Daneben der Rettich, unverpackt. Auf der anderen Seite liegen die Eisbergsalate – in Plastik verpackt. Darüber Weintrauben – in einer Plastikkiste. Links daneben Johannisbeeren, auch in Plastikbehältern. Immerhin: Um die Gurken war keine Plastikhülle, daneben lagen auch lose Tomaten.
Fazit: Einzig bei den Gurken sah ich eine Veränderung, denn auch die waren sonst immer eingepackt.

Im Großen und Ganzen ist die Werbebotschaft aber durchaus eine Blendung der Kunden. Denn in Wirklichkeit scheint sich in der Obst- und Gemüseabteilung kaum was verändert zu haben.

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