Tagesarchiv für 1. Oktober 2019

ORA aktuell

LHG in Oranienburg feiert 25. Jubiläum

Dienstag, den 1. Oktober 2019
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Das Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium feiert das 25-jährige Bestehen mit einer Festwoche. Am 22. August 1994 ist die Schule eröffnet worden, die offizielle Einweihung fand am 30. September 1994 statt.

Am Montag gab es zur Feier des Tages von Lehrern gebackenen Kuchen für die Schüler. Schulleiterin Gabriele Schiebe sagte, dass in der Schule nicht immer alles gut laufe, aber man bemühe sich um ein gutes Lernumfeld.
Daniel Langhoff, der Vorsitzende des Fördervereins, ehrte zudem alle Lehrerinnen und Lehrer, die seit 1994 an der Schule sind.

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RTZapper

MDR Zeitreise: Wir sahen Ost – DDR-Fernsehen zwischen Kult und Kommunismus

Dienstag, den 1. Oktober 2019
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SO 29.09.2019 | 22.25 Uhr | mdr-Fernsehen

In diesem Jahr feiern wir den 30. Jahrestag des Mauerfalls, und deshalb laufen im Fernsehen momentan auch immer wieder Dokumentationen über die Wende und die DDR.
“Wir sahen Ost – DDR-Fernsehen zwischen Kult und Kommunismus” hieß am Sonntagabend eine Doku in der Reihe der “MDR Zeitreise”.

Da möchte man ja meinen, dass man beim mdr vernünftig recherchieren kann. Hat in einigen Fällen leider nicht so gut funktioniert.
So wurde behauptet, dass es 1969, dem Jahr in dem das 2. Programm des DDR-Fernsehens startete, in der Bundesrepublik auch nur zwei Programme gegeben habe. Dabei waren zu dieser Zeit dort auch schon die Dritten Programme auf Sendung.

Im Rückblick wurde auch die Doku erwähnt, bei der ein Team des Jugendmagazins “Elf 99” in der Wandlitzer Waldsiedlung war. Behauptet worden ist, dass sie im September 1989 gesendet worden ist. Dabei lief sie erst im November. Im September war das Fernsehen der DDR noch ziemlich auf dem SED-Kurs, die Medienwende begann erst im Oktober mit dem Sturz Honeckers, und die Wandlitz-Doku war erst nach dem Mauerfall im November möglich.

Auch scheint man beim mdr nicht die richtige Lust zu haben, sich in die Archive zu begeben. So war immer mal wieder im Hintergrund das alte Testbild des DDR-Fernsehens zu sehen.
Nur leider handelte es sich dabei um ein “nachgebautes” Testbild, das man auf Youtube sehen kann. Dort hat jemand so ein Testbild in der schärferen Fernsehnorm online gestellt – es sieht allerdings im Detail ein wenig anders aus. Überhaupt hat man immer öfter das Gefühl, dass sich die Fernsehmacher eher auf Youtube bedienen, als in die eigenen Archive zu gehen. So schien es, dass auch viele DDR-Fernsehausschnitte in der mdr-Doku eigentlich von Youtube stammten.
Andererseits ist das natürlich legitim: Wenn Fremdnutzer schon Fremdmaterial ins Internet stellen, dann kann sich ja auch der eigentliche Materialbesitzer daran bedienen. Im Fall des Youtube-Testbildes fiel es dann aber doch auf.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 28. September 2020)

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RTelenovela

Überraschungsevent (32): Kontakte 19

Dienstag, den 1. Oktober 2019
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(31) -> 29.7.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, im nächsten Monat ist sie dran.

Zwar handelte es sich um mein Event, aber dennoch wusste ich auch mal wieder nicht, was uns erwartet. Auf dem Ticket stand “Studio für Elektroakustische Musik der Musikhochschule Shanghai”. Das klang erst mal spannend, und anhand von Youtube-Videos wusste ich, dass das Ensemble KNM Berlin spannende Musik macht. Klangkunst. Aber was genau hinter dem steckte, was uns erwartete, blieb unklar.
Rausgefunden hatte ich vorher, dass unser Konzert Teil der Biennale für Elektroakustische Musik und Klangkunst sein würde. Titel: Kontakte 19.
Rausgefunden hatte ich auch, dass das Ensemble KNM Werke von Xiaojiao Dong, Tiantian Wang, Yuan Zhou, Yin Yang und Changbi An spielen würden. Bei Youtube fand ich von denen nichts.
Wir ließen uns also beide überraschen.

Das Ganze fand in der Akademie der Künste in Charlottenburg statt. Auch eine Premiere für mich, dort war ich bislang nicht. Die Überraschungsevents brachten mich mal wieder an einen für mich unbekannten Ort zu einem außergewöhnlichen Konzert.
Um 20 Uhr, als es längst losgehen sollte, war allerdings gerade mal Zutritt zum Saal. Ansonsten wuselten überall Leute rum, an diversen Stellen in der Akademie gab es Veranstaltungen.
Wir liefen durch einen Konzertsaal, rechts an der Bühne vorbei. Dahinter befand sich ein weiterer, kleinerer Saal. Dort würde unser Konzert stattfinden. Nach und nach nahmen alle Platz.

Und dann ging es auch schon los. Das Ganze funktionierte so: Immer ein Musiker aus dem Ensemble KNM kam auf die Bühne. Erst eine Geige. Zum live gespielten Musik kam noch je eine Klangkomposition hinzu. Unterstützende Geigenklänge, wabernde Töne, Bässe, Klopfen. Das klang toll, zumal im Surround-Ton.
Dann ging es weiter mit einer Trompete, Cello, einer Flöte und einem Flügel.

Es begann toll. Man machte am besten die Augen zu, um diese Klangkunst zu genießen. Die Trompete klang leider ein bisschen nervig, bei der Flöte hatte ich das Gefühl, dasselbe Stück wie bei der Trompete zu hören.
Spannend war der Mann am Flügel, der nicht Klavier spielte, sondern den Flügel als Resonanzraum nutze. Er schlug auf die Saiten, warf den Schwengel auf die Saiten, schlug an die Seiten aufs Holz – und so weiter.

Nach einer Stunde war alles vorbei. Und wir erlebten mal wieder etwas ganz Neues, ziemlich Spannendes. Schade war, dass bei diesem Konzert nicht ein Wort verloren wurde. Ich hätte schon gern was über die Künstler und Komponisten gewusst, die fast alle da waren. Das war durchaus ein Versäumnis – aber vielleicht ja auf solchen Konzerten schlicht nicht üblich. Da sind wir ja keine Experten…

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