Monatsarchiv für Oktober 2019

KeineWochenShow

#146 – Hinter den Kulissen von Paris

Sonntag, den 20. Oktober 2019
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Bevor KeineWochenShow beginnt gibt es diesmal noch den Schnelldurchlauf der Christian-Bruhn-Hitparade. Der Komponist ist in dieser Woche 85 geworden, und wir singen zehn seiner Hits.

Außerdem sprechen wir über die Gamer, die mitschuld sein sollen an den rechtsextremen Tendenzen und Taten. Der Brexit, der irgendwann kommt, ist auch ein Thema. Auch geht es um Verpackungsmüll – in der Oranienburger Apotheke und im Discounter.
Und: “Ich war noch niemals in New York” – der Satz stimmt nur für einen von uns, der gleichnamige Film ist aber diesmal unser Tipp.

Das und mehr in KeineWochenShow #146 auf Youtube.

Hits: 33

RTZapper

Inside Borussia Dortmund

Donnerstag, den 17. Oktober 2019
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MI 16.10.2019 | Amazon Prime

Mehr als fünf Stunden Heldenverehrung: In vier Folgen blickt Aljoscha Pause für seine Doku “Inside Borussia Dortmund” hinter die Kulissen des Fußball-Bundesligisten.
Seit August ist die Dokureihe bei Amazon Prime verfügbar.
Die Doku zeigt vor allem eins: Wie ein Soundtrack einen Film ruinieren kann. Denn das fällt bei “Inside Borussia Dortmund” eklatant auf: der aufdringliche, nicht enden wollende Musikteppich, der die ganze Zeit umherwabert und leider nichts beizutragen hat – außer zu nerven.
Vermutlich soll die Musik ausdrücken: Das sind Helden, seht her! So klingt sie. Opulent und schwer.

Vielleicht ist diese Doku gar nicht so gemeint. Denn eigentlich geht es darum, den Fußballverein, seine Spieler und Entscheider eine halbe Saison lang zu begleiten. Es geht um den Anschlag auf den Bus, um Siege und Niederlagen. Da wird auch mal Kritik laut, aber dennoch wirkt der Film wie eine einzige Lobhudelei – was vielleicht auch daran liegt, dass ihm ein wirklicher Spannungsbogen fehlt. Eine WM mit einem Showdown ist eben doch spannender als eine normale Bundesliga-Saison.
Am interessantesten ist noch der vierte und letzte Teil der Doku, als es um vergeigte Spiele geht und endlich auch mal Eigenkritik laut wird.

So ist “Inside Borussia Dortmund” vermutlich nur für eingefleischte Dortmund-Fans wirklich spannend und interessant. Für alle anderen ist die Doku ein guter, aber nicht übermäßig fesselnder Einblick in den Bundesliga-Zirkus. Nur leider kann man eben nicht die Musik ausblenden.

-> Die Doku auf Amazon Prime

Hits: 80

RT im Kino

Ich war noch niemals in New York

Donnerstag, den 17. Oktober 2019

“Ich war noch niemals in New York”: Die Hits von Udo Jürgens sind Teil eines wunderbaren, kurzweiligen Musicals. Nun kommt der Film – und der Trailer lässt Böses erahnen. Dumpfer Klamauk, quietschbunte Kulissen und Klamotten, peinlich wirkende Musikeinlagen.
Aber es ist alles anders.

Lisa Wartberg (Heike Makatsch) ist im Stress. Sie ist Moderatorin und hat eine eigene Talkshow. Da bleibt für ein bisschen Freude und Liebenswürdigkeit und vor allem auch für die Mutter Maria (Katharina Thalbach) keine Zeit.
Als die aber nach einem Sturz ins Krankenhaus kommt, eilt auch Lisa zu ihr. Scheinbar hat Maria ihr Gedächtnis verloren. Sie weiß nur: Irgendwas war da mit New York. Sie haut aus der Klinik ab – zum Hafen. Dort fährt das Schiff nach New York ab. Lisa rast ihr mit ihrem Kollegen Fred (Michael Ostrowski) nach – und plötzlich sind alle drei blinde Passagiere auf dem Dampfer. Sie müssen arbeiten, um dort mitfahren zu können.
Auf dem Schiff treffen sie auf Axel (Moritz Bleibtreu) und seinen Sohn (Marlon Schramm) – sie sind auf einer besonderen Mission, und Axel und Lisa hassen sich schnell. Und Maria lernt Bordunterhalter Otto (Uwe Ochsenknecht) kennen…

Der Film beginnt etwas nervig und chaotisch und wird dem Trailer, der vielleicht nicht wirklich Werbung für den Film macht, gerecht. Alles ist laut, die Musik ist laut, die Dialoge gehen in der Hintergrundmusik und in der Hektik unter.
Das ändert sich aber zum Glück. Schnell wird dann klar: “Ich war noch niemals in New York” ist ein fröhlicher und bisweilen erstaunlich ernster und trauriger Film. Dieses Musical erzählt eine Reihe von Geschichten, und alle sind sie auf ihre Weise amüsant, spannend, lustig, auch traurig und rührend.
Dass Regisseur Philipp Stölzl das gelungen ist, muss man ihm hoch anrechnen.
Und hinzu kommen natürlich noch die vielen Musikeinlagen mit den wunderbaren Udo-Jürgens-Hits. Sie fügen sich sehr gut ein und sind auch erfreulich gut inszeniert und sogar gesungen. Nur an einer Stelle wirkt einer der Songs ein bisschen albern – aber genau das wird bald auf’s Korn genommen.
Am Ende wird man beseelt und beschwingt aus dem Kino kommen, weil man zwei extrem unterhaltsame Stunden erlebt hat.

-> Trailer auf Youtube

Ich war noch niemals in New York
D 2019, Regie: Philipp Stölzl
Universal, 129 Minuten, ab 0
9/10

Hits: 77

ORA aktuell

Fußball-Landespokal: Fans stürmen Oranienburger Spielfeld

Mittwoch, den 16. Oktober 2019
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Beim Achtelfinale des Fußball-Landespokals in Oranienburg gab es am Sonntag einen Zwischenfall. Im Spiel zwischen dem Oranienburger FC und dem SV Babelsberg 03 stürmten nach einer Stunde Fans beider Lager das Feld.
Es soll zuvor Auseinandersetzungen im Fanbereich gegeben haben – laut OFC sollen es aber keine OFC-Fans gewesen sein, die provoziert haben.

Die Polizei hatte die Lage schnell unter Kontrolle. Dennoch sind beide Teams kurzzeitig in die Kabinen geschickt worden.
Oranienburg verlor übrigens 0:3.

Hits: 75

RT im Kino

Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit

Mittwoch, den 16. Oktober 2019

Die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern. Noch heute ist sie nicht überall gegeben. Aber in den USA der 50er-Jahre sah das noch ganz anders aus als jetzt.
Damals waren die Geschlechter zwar auch gleichgestellt – aber eben nur theoretisch. So dürfen Frauen zum Beispiel nicht Richterin werden.
Ruth Bader Ginsberg (Felicity Jones) will das nicht hinnehmen. In Harvard hat sie ihr Jurastudium zwar als Jahrgangsbeste abgeschlossen, aber so richtig nutzt ihr das nichts. Sie kann Professorin werden, würde aber lieber im Gericht arbeiten. Sie will den Kampf gegen die Umstände angehen, und es wird ein jahrelanger Kampf.

“Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit” erzählt von einem wichtigen Thema, und es ist vor allem eins, das vielleicht heute gar nicht mehr so im Fokus der Öffentlichkeit steht.
Leider ist es Mimi Leder nicht gelungen, daraus einen spannenden Film zu machen. Felicity Jones spielt zwar recht gut, aber ihre Figur bleibt dennoch seltsam unnahbar. Das führt auch dazu, dass ein bisschen die Emotionen fehlen, die so ein Film dann auch braucht. Ganz anders übrigens als der Eindruck, den man im Trailer bekommt.
Da sind dann vermutlich informierende Dokus noch interessanter.

-> Trailer auf Youtube

Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit
USA 2018, Regie: Mimi Leder
Fox, 116 Minuten, ab 0
4/10

Hits: 160

RTZapper

Dinner Date

Dienstag, den 15. Oktober 2019
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MO 14.10.2019 | 18.35 Uhr | zdf neo

Bei zdf neo könnten sie es sich eigentlich bequem einrichten: Mit den Wiederholungen von “Bares für Rares” am Vorabend holt der Sender immer sehr hohe Quoten. Ab und zu versuchen sie es dennoch mit einer richtigen Eigenproduktion, die das Etikett “neo” wirklich verdient.
Ab Montag startete das erste “Dinner Date”, und diese Datingsendung macht sogar wirklich Spaß.

Man könnte zwar meinen, dass sich das “Dinner Date” sehr mit der fast gleichzeitig laufenden Sendung “First Dates” bei VOX ähnelt, aber das ist letztlich nicht so.
Katharina bekommt fünf Menü-Vorschläge von fünf Männern. Drei darf sie sich aussuchen, um dann die Männer zu besuchen.

Ihr erstes Dates ist ein Kopf größer als sie – und er hat eine Glatze. Etwas, das Katharina eigentlich schon mal ausgeschlossen hatte, aber sie konnte ja nur anhand der Menüs entscheiden. Der zweite war ein Musiker mit einem sehr offenen Hemd. Der dritte glänzte durch den streichelbedürftigen Kater Felix – und durch seinen Humor. Letzterer gewann das Ganze auch, er durfte mit Katharina zu einem zweiten Date

Das “Dinner Date” ist kein tiefschürfendes Format, sondern harmlos-gute Unterhaltung. Wir sehen, wie die Männer sich auf das Date vorbereiten (vermutlich wird das Spiel auch mal andersrum gespielt), ob sie nervös sind oder ob die Witzchen machen. Hinzu kommt eine launige Kommentierung der Szenen.
Am Ende erfahren wir sehr lapidar, dass es ein weiteres Treffen der beiden dann (noch?) nicht gegeben habe. Das ist zwar schade, für die Sendung selbst aber eigentlich zweitrangig.
Das “Dinner Date” muss man nicht sehen, aber man kann es sehr gut.

-> Die Sendung in der ZDF-Mediathek (bis 12. Januar 2020 in D, AUT, CH)

Hits: 105

RTelenovela

Angeblich unverpackt

Dienstag, den 15. Oktober 2019
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Immerhin: Wir denken inzwischen öfter mal an die Umwelt. Selbst wenn wir unsere guten Vorsätze nicht immer umsetzen (können) – das Thema ist im Hinterkopf. Und auch in der Wirtschaft.
Bei Netto in Oranienburg stand ich in der kleinen Gemüseabteilung. Ein riesiges Schild wies darauf hin: “Bis zu 100 unverpackte Obst- und Gemüse-Artikel”. Ja, die denken auch an die Umwelt. Das ist sehr löblich. Allerdings: Blick man sich dann in der Abteilung um, stellt man ernüchtert fest: Eigentlich hat sich nichts geändert. Also, außer das große Schild.

Direkt davor liegt Rosenkohl. In großen Plastiktüten verpackt. Links daneben sind die Bohnen. In großen Plastiktüten verpackt. Darunter die Möhren. Unverpackt, immerhin. Die Tomaten: verpackt, mit viel Plastik. Daneben der Rettich, unverpackt. Auf der anderen Seite liegen die Eisbergsalate – in Plastik verpackt. Darüber Weintrauben – in einer Plastikkiste. Links daneben Johannisbeeren, auch in Plastikbehältern. Immerhin: Um die Gurken war keine Plastikhülle, daneben lagen auch lose Tomaten.
Fazit: Einzig bei den Gurken sah ich eine Veränderung, denn auch die waren sonst immer eingepackt.

Im Großen und Ganzen ist die Werbebotschaft aber durchaus eine Blendung der Kunden. Denn in Wirklichkeit scheint sich in der Obst- und Gemüseabteilung kaum was verändert zu haben.

Hits: 79