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Wenn die Deiche brechen

DO 05.09.2019 | 22.00 Uhr | NDR

Krisenstimmung in den Niederlanden. Es stürmt und regnet gewaltig. Die Nordsee peitscht gegen die Küste und ihre Deiche. Weite Teile des Landes liegen entweder sind wenig über oder unter dem Meeresspiegel.
Die belgisch-niederländische Serie “Wenn die Deiche brechen” erzählt, was passiert, wenn wirklich die Katastrophe kommt, die alle befürchten. Die sechs Folgen liefen von Dienstag bis Donnerstag im NDR.

Da sitzen dann Regierungsleute zusammen und beraten, ob sie evakuieren. Dass sie dann nicht evakuieren hat am Ende wirtschaftliche und politische Gründe. Es gibt Intrigen und Drohungen. Und alle hoffen, dass es sowieso nicht so schlimm wird.
Aber die Katastrophe kommt. Die Deiche brechen, die Wassermassen überspülen ganze Landstriche.

Wir sehen das im Wasser versinkende Rotterdam. Ab und zu sehen wir Grafiken, welche Teile der Niederlande überschwemmt sind, und es sind viele.
Diese Serie rüttelt auf, denn so eine Katastrophe kann tatsächlich kommen. Der Klimawandel macht es möglich, dass außergewöhnliche Wetterlagen gewöhnlicher werden könnten.

Dass diese sechs Folgen nur im Spätprogramm des NDR laufen, ist einerseits schade. Denn die Story hat das Potenzial für das Hauptprogramm. Andererseits war dann eigentlich doch nur der Auftakt wirklich stark. Dort war zu sehen, wie die Katastrophe über das Land reinbrach. Das Problem: Die weiteren Folgen drifteten ein wenig zu sehr in eine Seifenoper ab. Da ging es um persönliche Schicksale, Streitigkeiten und Ränkespiele in der Politik. Da hätte es der Serie gut getan, hin und wieder doch noch den Blick aufs große Ganze zu zeigen, vielleicht doch noch mehr zu erklären und die Folgen zu zeigen. Aber leider ist das ja oft so bei diesen Katastrophengeschichten – dass sie mit der Zeit abflachen, weil der Fokus zu sehr auf die Soap gelegt wird.

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