Tagesarchiv für 8. September 2019

KeineWochenShow

#140 – Das wahre Wort von Obelix

Sonntag, den 8. September 2019
Tags:

Wenn das Bild diesmal irgendwie dunkler ist und etwas schlechter aussieht, dann liegt das in KeineWochenShow #140 an der Technik. Wir mussten diesmal auf unsere ältere Kamera zurückgreifen. Schlicht und einfach, weil bei der neueren der Akku runter war und das so schnell nicht zu machen war.

Inhaltlich sprechen wir sehr ausführlich über die Wahlen in Brandenburg und Sachsen, und erörtern die Frage, warum so viele Menschen in den beiden Bundesländern eine Partei wählen, die in Teilen rechtsextrem ist. Aber auch um die CDU in Brandenburg geht es, bei der sich nach der Wahl ja einiges getan hat.
Durch die Wahl allerdings ist das Gedenken an den 80. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieg in den Hintergrund gerückt. Das kritisieren wir.

Und sonst so? Brexit! Eine mutige Charlotte Roche! Und Bell, Book & Candle in Kremmen. Das und mehr in KeineWochenShow #140 auf Youtube.

Hits: 145

ORA aktuell

Investor stellt Antrag auf Abriss des Oranienburger Speichers

Sonntag, den 8. September 2019

Dem alten Kornspeicher an der Oranienburger Lehnitzstraße droht einmal mehr der Abriss. Der Bauinvestor, die TAS-Unternehmensgruppe, der auf dem Areal zwischen Havel, Louise-Henriette-Steg, Pferdeinsel und Lehnitzstraße ein neues Wohngebiet plant, hat einen Antrag auf Abriss des Speichers gestellt.
Im Speicher waren eigentlich 22 Wohnungen geplant, doch Untersuchungen sollen nach Investorangaben ergeben haben, dass das nicht möglich sei. Die Kosten würden explodieren und seien unwirtschaftlich.

Das 1917 errichtete Gebäude steht in der Denkmalliste des Landes Brandenburg als Einzeldenkmal. Ein Abriss ist nicht ohne Weiteres möglich, jedoch dann, wenn die Kosten dauerhaft nicht aufgewogen würden. In einem Gespräch mit der Märkischen Allgemeinen teilte der Investor zudem mit, dass ein Abriss nicht zwingend unmittelbar bevor stehe, wenn eine Genehmigung erteilt würde, dann es würde sich mit allen Beteiligten zusammengesetzt.
Laut MAZ soll es am Dienstag ein Gespräch mit Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) mit dem Investor sowie Stadtverordneten geben.

Hits: 94

RTZapper

Stunden der Entscheidung – Angela Merkel und die Flüchtlinge

Sonntag, den 8. September 2019
Tags: ,

MI 04.09.2019 | 20.15 Uhr | ZDF

Wir schaffen das.
Dieser sehr richtige Spruch hängt Bundeskanzlerin Angela Merkel bis heute nach, und viele sind leider der Meinung, dass sie mit diesem Satz unrecht hatte.
Ein Knackpunkt ist dabei der 4. September 2015. Die Flüchtlingssituation in Budapest spitzt sich zu. Die Menschen wollten offenbar fast alle nach Deutschland. Die ungarische Regierung schaut zu, der Druck auf Österreich und Deutschland wächst.

Am Mittwochabend zeigte eine Doku im ZDF, was an diesem Tag passiert ist. “Stunden der Entscheidung – Angela Merkel und die Flüchtlinge” zeigte die Situation in Ungarn und was Merkel an diesem Tag getan hat. Heike Reichenwallner spielte Merkel, zwischendurch erzählten Zeitzeugen, auch Originalmaterial ist eingestreut worden.
Das Problem: Das war alles nicht wirklich neu. Immerhin ist die Story ja schon ein paarmal erzählt worden – wenn vielleicht auch nicht als Dokudrama.

Und insofern ist die Frage: Was wollte uns das ZDF damit sagen? Dass Angela Merkel richtig und humanitär gehandelt ist, ist nicht durch diese Doku rausgekommen. Auch wenn heute gern die bekloppte Mär der “Grenzöffnung” herumwabert. Und wer der Meinung ist, dass Merkel an diesem 4. September 2015 Deutschland ruiniert habe, wird sich durch diesen Film nicht umstimmen lassen.
Vor allem zeigt der Film eines nicht: was danach geschah. Denn ist es ja bekannt, und das wird im Film auch betont, dass es sich um eine Sondersituation gehandelt habe, als beschlossen worden ist, dass die Ungarn-Flüchtlinge nach Deutschland geholt werden. Dass nicht gewollt war, dass es sich um eine Dauersache handele. Spannender wäre also, zu zeigen, ob und wie die Lage danach außer Kontrolle geriet.
Aber vermutlich würden die Merkel-Hasser so oder so weiter Merkel hassen, egal, was in irgendeinem Film über sie gesagt wird. Deshalb war dieses Dokudrama eine “Good will”-Aktion, die in der Tat gut gemeint, durchaus okay gemacht, aber am Ende vielleicht nicht zu Ende gedacht war.

Hits: 101

RTelenovela

München (24): Treiben lassen

Sonntag, den 8. September 2019
Tags: ,

(23) -> 7.9.2019

Sich treiben lassen. Als ich um 11 Uhr im Hotel auscheckte, hatte ich noch sechs Stunden Zeit, bis mein ICE nach Berlin abfahren sollte. Ich ließ meinen Koffer noch im Hotel und stieg am Rotkreuzplatz in die U-Bahn. Und dann: einfach los. Ohne Ziel.

Zunächst ging es zum Olympia-Einkaufszentrum, der Endstation der U-Bahn, die dort fuhr. Ich verließ allerdings nicht den Bahnhof, sondern fuhr mit der U3 und der U6 nach Harras.
Wer “Lindenstraße”-Fan ist, der könnte mit Harras etwas anfangen. Denn der Bus, der durch die Lindenstraße fährt, endet in Harras. Das war jahrelang so, ob es immer noch so ist, müsste ich mal drauf achten.
Eigentlich wollte ich in Harras in die S-Bahn umsteigen, aber das erschien mir dann auf dem S-Bahnsteig stehend, eher nicht zielführend.

Irgendwann kam ich schließlich am Ostbahnhof an. Dort mussten wir 2009 immerhin, wenn wir ins Motel One wollten, in dem wir damals unsere Bleibe hatten.
Ich lief durch die langen Tunnel, nahm einen der Ausgänge und landete auf dem Orleansplatz. Den kannte ich noch nicht, und dort fand ein Markt statt. Es gab diverse Fressbuden mit Fisch, Fleisch, Hähndl und natürlich nebenan die Bierstände – ich nahm mir ein Radler, setzte mich an einen der Tische und las in Ruhe in der Zeitung.

Später lief ich rüber zum Busbahnhof am Ostbahnhof. Dort fahren die Busse in verschiedenste Richtungen, auch direkt zum Rotkreuzplatz, wo ja mein Koffer noch war. Aber dafür war es noch zu früh, ich entschied mich für einen Bus, der zum CityRing fuhr. Und so zuckelte ich durch die City, irgendwann wurde es grüner, und plötzlich tauchte links der Englische Garten und der Chinesische Turm auf. Damit hatte ich nicht gerechnet, aber das war perfekt. Spontan stieg ich aus, ging zum Turm, kaufte mir ein Fleischpflanzerl mit Bratkartoffeln und süßem Senf und setzte mich in den Biergarten.
Am frühen Nachmittag war der Trubel gering, und es war einfach nur entspannend.

Ich ich zurück zur Bushaltestelle lief, hatte ich noch fünf Minuten. Direkt hinter der Haltestelle, begann eine Parkanlage, durch die ein kleiner Flüsschen verläuft. Die pure Idylle. Dass der Wasserlauf Oberstjägermeisterbach heißt – nun ja. Vermutlich steckt irgendeine Geschichte dahinter.
Mit dem Bus ging es zurück ins Zentrum, und anhand des Planes sah ich, dass wir auch am Stiglmeierplatz vorbeikommen. Dort wiederum fährt auch die U-Bahn zum Rotkreuzplatz. Ich stieg also um, fuhr dorthin und genoss noch ein wenig die Atmosphäre auf dem Rotkreuzplatz.

An diesem Tag wusste ich nicht, wohin ich in München fahren werde. Sich einfach treiben zu lassen, macht großen Spaß und macht so richtig relaxed. Nur zu empfehlen.

Hits: 97