Tagesarchiv für 6. September 2019

RTZapper

Das Sommerhaus der Stars – Das große Wiedersehen

Freitag, den 6. September 2019
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DI 03.09.2019 | 21.15 Uhr | RTL

RTL.de meldet: Elena Miras und Mike Heiter sind DAS Promipaar 2019.
Die Antwort ist ganz klar: Nein.

“Das Sommerhaus der Stars” bei RTL war 2019 eine Abfolge von Tiefpunkten und niveaulosen Aussetzern. Das Finale war da die absolute Minus-Krönung: Denn am Ende gewann besagte Elena mit ihrem Mike, und noch nie, nie, nie in einer solchen Promiquälshow habe ich einem, ähm, Promi diesen Sieg so sehr missgönnt.
Wobei in dieser Sendung nicht die Zuschauer das Wort hatten. Die Bewohner selbst wählten, wer fliegt. Aber ganz am Ende entschied ein einfaches Autoeinparken-Spiel, wer die Sause gewinnt.
Mit Elena hat allerdings die mit Abstand schlimmste Kandidatin gewonnen. Komplett respektlos, Ich-bezogen und ohne Manieren pöbelte sie sich durch diese Show. Sie beleidigte ihre Mitbewohner (ja, auch andere beleidigten, aber sie setzte dem ganzen die Krone auf), sie schrie und akzeptierte keine Widerworte. Eine Frau, der man eigentlich lieber nicht begegnen möchte. In keinster Weise hat sie sich diese 50.000 Euro verdient.

Wer aber meint, dass es nicht schlimmer geht, der musste nur dran bleiben, denn direkt nach dem Finale begann am Dienstagabend “Das große Wiedersehen”. Dort trafen sich noch mal alle Bewohner.
Elena keifte mal wieder rum und rühmte sich, dass sie ja nun gewonnen hat. Johannes zoffte sich mit Willi, ersterer warf dem zweiten vor, ein falsches Spiel zu spielen, obwohl ersterer es nicht besser machte.
Kate und Benjamin haben sich nach dem Sommerhaus-Trip getrennt, und Sabrina orakelte, ob denn Benjamin Boyce schwul sein könnte. Der wies das zurück, und irgendwie war es nur peinlich, auch weil völlig unklar war, was Sabrina damit bezwecken wollte.
Alle keiften sich an, und man kann gar nicht beschreiben, wie furchtbar das alles war. Man musste nur die Moderatorin Angela Finger-Erben beobachten, die nicht mal einen Monat nach der Geburt ihres Kindes diesen Trash leiten musste. Sie schaute, sie würde sie es einfach nicht fassen können, ihr Gesicht sagte: Ich will hier raus!

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RTelenovela

München (22): Nachts, draußen

Freitag, den 6. September 2019
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(21) -> 7.8.2011

München, Rückkehr nach acht Jahren. Meinen ICE-Ausflug wollte ich auch nutzen, zwei Nächte in München zu bleiben. Natürlich mietete ich mich – wie damals auch – ins Hotel am Rotkreuzplatz ein.
Es hat drei Sterne, und seit 2011 hat sich dort fast nichts geändert. Das muss aber nicht immer gut sein, denn so langsam kommt es in die Jahre. Die Technik wirkt alt, die Möbel haben Schrammen. Im kleinen Ein-Bett-Zimmer ist die Courch überflüssig, stattdessen wären Stuhl und Tisch schön. Aber das Frühstück ist toll, die Zimmer an sich nett, der Blick auf den Rotkreuzplatz schön, und in die City ist es auch überhaupt nicht weit.

Der Rotkreuzplatz ist bei den Menschen offenbar sehr akzeptiert und angenommen. Vom Morgen bis zum frühen Abend ist dort viel los. Die Menschen sitzen bei schönem Wetter auf den Bänken, es gibt ein paar Bäume, am Rande ein Café mit vielen Tischen draußen. Und wenn Markt ist, dann ist besonders viel los. Ein sehr lebendiger Platz, und das ist das beste, was einem Stadtteil passieren kann.

Wenn man vom Hauptbahnhof in Richtung Karlsplatz/Stachus geht, dann fällt das sehr schnell auf. In diesem Viertel halten sich scheinbar viele Türken und andere Südeuropäer und andere Nationalitäten auf. Die Stimmung ist eine ganz andere als in der Innenstadt. Das macht einen keine Angst, aber es fällt auf. Auf dem Gehweg wartet ein Bettler ohne Beine auf Spenden – und schreit den Leuten in einer fremden Sprache wütend hinterher. Es scheint, als müsse man froh, dass er keine Beine hat, sonst müsste man fürchten, dass er die Leute anpackt, so wie er sie anschreit.
Und noch etwas fällt auf, zumindest rund um den Stachus fällt das extrem auf: Dort gibt es sehr viele Obdachlose. Sie liegen in den Hauseingängen, teilweise liegen in Kaufhauseingängen ganze Familien oder Gruppen. Sie hüllen sich in Jacken ein, Tüten und Taschen liegen dort, einige noch eine Schüssel, in die Geld geworfen werden kann.
Diese Bilder passen irgendwie gar nicht zum reichen Bayern, darüber scheint irgendwie nicht gesprochen zu werden, vielleicht will das auch keiner wahrhaben. Aber in so einer Konzentration habe ich das selbst in Berlin noch nicht gesehen.

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