Tagesarchiv für 5. September 2019

RTZapper

20 Jahre “Wer wird Millionär?” Das große Jubiläums-Special

Donnerstag, den 5. September 2019
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MO 02.09.2019 | 20.15 Uhr | RTL

Lange haben wir darauf gewartet, aber jetzt gibt es eine neue Antwort auf die Frage “Wer wird Millionär?”: Jan Stroh hat am Montagabend die Million gewonnen. Aber seltsamerweise blieb die Euphorie komplett aus. Da war eher Schweigen und Unglaube.

Am 3. September 1999 lief die allererste Ausgabe von “Wer wird Millionär?” mit Günther Jauch bei RTL. 20 Jahre gibt es die Rateshow immer noch, und das ist am Montag gefeiert worden.
Anders war, dass in dieser Sendung Fragen gestellt wurden, die anderen Kandidaten schon mal gestellt worden sind. Immer wurde dazu eingeblendet, aus welchem Jahr die Frage stammt, und immer wieder mal gab es auch eine Geschichte dazu – wenn zum Beispiel ein Kandidat grandios daran gescheitert war.

Und dann kam Jan Stroh. Der ist seit 20 Jahren Fan der Show, und der kennt die meisten Fragen. Weil er sich so was sehr gut merken kann. Und so machte er am Montag den Durchmarsch, wusste Antworten teilweise schon, bevor die vier Möglichkeiten eingeblendet worden sind – oft wusste er sogar, wann die Frage wem gestellt worden ist.
Alles ging fix, am Ende stellte Günther Jauch die Eine-Million-Euro-Frage, an die ich mich sogar erinnern konnte: Nämlich, welches Grimm-Märchen nicht mit “Es war einmal…” beginnt. A: Rumpelstilzchen; B: Hans im Glück; C: Die Sterntaler; D: Rotkäppchen.
Stroh konnte sich zwar erinnern, musste aber trotzdem zocken, um die Frage beantworten zu können. Und er gewann. Aber so richtig Stimmung aufkommen wollte nicht, als er die Million knackte. Ganz anders, als am 2. Dezember 2000 die Million das allererste Mal geknackt worden ist.
Das lag einfach daran, dass sich andere Leute, die Million ganz anders erquizzt haben – hier war es eher ein Erinnerungsspiel.

Dass das so verwässert wurde, ist einerseits reizvoll, andererseits schade. Weshalb der Millionär wohl vielleicht als spezieller Bonus-Millionär in die Geschichte der Show eingeht.

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RTelenovela

Mit dem ICE-Sprinter von Berlin nach München

Donnerstag, den 5. September 2019
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In vier Stunden von Berlin nach München – mit dem ICE-Sprinter. Das wollte ich mal probieren, und weil ich München ja sowieso mag, buchte ich mir ein Hotelzimmer und die Bahntickets.
Mit 153,80 Euro ist man dabei – das ist etwas gleich teuer wie Autofahren, aber ungleich stressfreier – wenn denn alles glattläuft.

Abfahrt in Berlin-Gesundbrunnen: 11.54 Uhr. Als ich den Zug betrete, bin ich in meinem Waggon ganz alleine. Der Nachbarwaggon ist komplett gesperrt, die Klimaanlage ist kaputt, heißt es.
Ich mache es mir auf meinem reservierten Sitz gemütlich, und es geht weiter zum Berliner Hauptbahnhof. Dort füllt sich der Zug sehr merklich.

Wir haben Berlin noch nicht verlassen, da kommt die Hiobsbotschaft. Zwischen Berlin und Halle gebe es eine Stellwerksstörung, wir müssten einen Umweg fahren, was eine Verspätung von etwa 45 Minuten bedeute. Die Leute im Waggon nehmen es erstaunlich gelassen.
Rechtzeitig bevor wir auf die Umleitungsstrecke fahren, kommt aber die Entwarnung: Alles okay, Stellwerk in Ordnung.

Ich dachte ja immer, dass der ICE-Sprinter durchfährt, ohne zu halten. Oder dass er nur einmal hält. Wir stoppen aber in Halle, Erfurt und Nürnberg. Zwischendurch erreichen wir eine Geschwindigkeit bis zu 299 km/h, die 300 erreichen wir nie. Hinter Erfurt rauschen wir durch die Tunnel des Erzgebirges.

Und offenbar fallen weitere Klimaanlagen aus. Erst kam eine Frau zum Schaffner, als der gerade mein Ticket kontrollierte. Es sei viel zu warm, und ihre Mutter habe Probleme. Man wolle sich kümmern, hieß es. Das Problem hatte sich scheinbar ausgeweitet, denn irgendwann kam eine entschuldigende Durchsage, dass in weiteren Waggon die Klimaanlage ausgefallen sei. Man könne sich andere Plötze suchen oder in einen anderen Zug umsteigen, der wenige Minuten nach uns ebenfalls nach München fahre.

Immerhin gibt es Kekse. Mehrfach kommt jemand vorbei, um rot eingepackte herzförmige “Lieblingsgast”-Gebäcke auszuteilen. Und die schmecken sogar.
Man hat in der 1. Klasse Strom am Platz, man hat W-Lan – die Zeit vergeht erstaunlich schnell.

Die ganze Fahrt waren wir einigermaßen pünktlich, in München angekommen waren dann aber doch 12 Minuten zusätzlich auf der Uhr. Aber dennoch: vier Stunden und 20 Minuten sind ganz okay. Mit dem Auto schafft man das auf gar keinen Fall.

-> Der Bericht als RTest auf Youtube

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