Tagesarchiv für 30. August 2019

RT im Kino

Good Boys

Freitag, den 30. August 2019

Ein neuer Lebensabschnitt für die „Bean Bag Boys“: Die drei Freude Max (Jacob Tremblay, bekannt aus “Raum”), Lucas (Keith L. Williams und Tony (Brady Noon) gehen neuerdings auf die Junior High School. Das ist nicht nur aufregend, sondern natürlich wollen sie nun als cool und erwachsen gelten. Skaten, mal am Bier nippen – irgendwie tun sie sich damit noch schwer.
Weil nun aber eine Party ansteht, auf der garantiert auch geküsst wird, wollen die Jungs rausfinden, wie das eigentlich funktioniert. Aber im Porno küssen die, nun ja, irgendwie anders, und auch die Gummipuppe ist wenig hilfreich, weil die nicht gut küsst. Sie nehmen stattdessen die Drohne vom Max’ Vater, um die Nachbarin auszuspionieren. Doch das geht schief – und hat weitreichende Folgen.

“Good Boys” ist eine Komödie über die Erlebnisse von drei Jungs, die seit der Kinderzeit Freunde sind – und die auf dem Weg zum Erwachsensein um ihre Freundschaft ringen müssen.
Unter der Regie von Gene Stupnitsky entstand ein extrem kurzweiliger und witziger Film. Denn die Jungs geraten in Situationen, die oft herrlich absurd sind. Immer wieder gibt es einen Wortwitz, der Spaß macht. Wie das bei Pubertierenden so ist, kann es auch mal vulgär werden – das macht “Good Boys” aber an keiner Steller wirklich niveaulos.
Man mag die Jungs schnell, man fiebert mit ihnen mit, und man leidet auch mal. Eine Ode an die Jugend und an die Freundschaft.

-> Trailer auf Youtube

Good Boys
USA 2019, Regie: Gene Stupnitsky
Universal, 90 Minuten, ab 12
8/10

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ORA aktuell

Umzug verheimlicht: Oranienburger AfD-Abgeordneter unberechtigt im Parlament

Freitag, den 30. August 2019
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Mario Gagstädter (AfD) ist von Oranienburg nach Bergfelde gezogen – und das bereits am 1. Juli. Eine Meldung ist das, weil er Oranienburger Stadtverordneter war und seinen Umzug nicht mitgeteilt hatte. Der Umzug nach Bergfelde führt dazu, dass er nicht mehr Oranienburger Stadtverordneter sein kann. Dennoch ließ er sich nach der Kommunalwahl am 12. August vereidigen.

Wie der Oranienburger Generalanzeiger berichtet, kam das erst raus, nachdem eine Bürgerin das Rathaus auf den Umzug Gagstädters hingewiesen hatte. Laut Wahlbehörde hätte der AfD-Mann schon an der ersten Sitzung der Stadtverordneten nicht teilnehmen dürfen. Die Stadt Oranienburg fordert die Aufwandsentschädigungen für Juli und August zurück – das sind 360 Euro, außerdem den Laptop-Zuschuss in Höhe von 495 Euro.

Dass Mario Gagstädter den Umzug verschwiegen habe, bezeichnete Stadtverordnetenvorsteher Dirk Blettermann (SPD) als “Dreistigkeit”.

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RTelenovela

Mit der Bahn von Funkloch zu Funkloch

Freitag, den 30. August 2019
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Wer mit dem Regionalexpress durch Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern rollt, bekommt ein Gefühl dafür, wie es um die Telekommunikation in Deutschland bestellt ist. Und damit meine ich nicht den freundlicherweise viertelstündigen Aufenthalt mit dem RE5 in Löwenberg, wo man alles schnell noch auf dem Handy erledigen kann, was zu erledigen ist.
Denn spätestens zwischen Dannenwalde und Fürstenberg schwindet der Handyempfang – stellenweise sind die Funklöcher so tief, dass gar nichts mehr gibt und der Hinweis “Nur Notrufe” auf dem Display erscheint. Und vielleicht wird ja sogar das vom Funkloch verschluckt. Da atmet man echt auf, wenn man den Fürstenberger Bahnhof erreicht hat – bevor es im Wald nördlich davon technisch wieder ganz finster wird.
Ist man dann weiter in Richtung Rostock unterwegs, kann man immer wieder zusehen, wie die Balken schwinden. Da wäre W-Lan im Zug ganz schön.

Den hat man dann im ICE. Mit dem war ich dann zwischen Rostock und Stralsund unterwegs. Der Zug kam aus Hamburg und brachte offenbar die Urlauber an die Ostsee.
Schon seit langem kämpft die Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam um einen ICE-Anschluss. Die Potsdamer werden vermutlich weinen, wenn sie sehen, wo der ICE zwischen Rostock und Stralsund überall hält.
So stoppt der ICE scheinbar auf einem Acker namens Ribnitz-Damgarten West. Schaut man aus dem Fenster, blickt man aufs Feld. Da ist nichts. Erst bei der Ausfahrt sah ich dann, dass auf der anderen Seite noch ein richtiger Bahnsteig und ein Bahnhofsgebäude kam.
Zweiter Stopp: Velgast. Davon habe ich vorher noch nie gehört, aber wenn ein ICE dort hält, muss es ja ein bedeutsamer Ort sein.
Wie gesagt: Die Potsdamer sollten vielleicht nicht mit diesem ICE fahren – sie würden mit dem Kopf schütteln.
Aber wenigstens war der Handyempfang sehr gut – mit W-Lan.

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