Tagesarchiv für 20. August 2019

RT liest

Tim Pieper: Tiefe Havel

Dienstag, den 20. August 2019

(2) -> 14.6.2018

Überall auf ein Binnenfrachtschiff im Havelkanal bei Paretz. Der Kapitän sieht, wie ein Mann von der Brücke auf das Schiff springt – und er weiß, das wird ein Problem.
Wenig später treibt das Schiff führerlos im Kanal, der Kapitän ist tot. Die Kripo in Potsdam nimmt die Ermittlungen auf. Hauptkommissar Toni Senftleben ermittelt im Berufsschiffermilieu. Schnell wird klar: Drogen scheinen eine Rolle zu spielen, in Brandenburg an der Havel muss eine Übergabe stattgefunden haben. Und welche Rolle spielt Sandro, der vorbestrafte junge Mann, der auf einem Pferdehof arbeitet?

Der Buchtitel “Tiefe Havel” ist das Langweiligste an diesem Krimi. Aber die Verlage setzen offenbar darauf, Krimireihen nichtssagende Titel zu geben, die sich ähneln. Band 2 hieß “Kalte Havel”. Band 4 wird “Stille Havel” heißen.
Die Geschichte um die Ermittlungen sind sehr spannend. Nicht nur der Fall an sich ist packend. Auch unter den Ermittlern gibt es Probleme. Toni Sanftleben hat den Eindruck, dass einer seiner Mitarbeiter nicht bei der Sache ist. Und dann ist da noch sein Alkoholproblem und die offene Frage, wie es mit ihm und seiner Frau weitergeht.
Durch die relativ kurzen Kapitel und den Sprüngen zwischen den Handlungsorten und Handelnden entdeckt Tempo, und irgendwann will man den Roman gar nicht mehr aus der Hand legen.

Tim Pieper: Tiefe Havel
emons, 284 Seiten
9/10

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RTelenovela

Rügen 2019 (10): Ohne Frühstück wäre das Zimmer doch viel zu billig!

Dienstag, den 20. August 2019
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(9) -> 19.8.2019

Binz ist schön. Aber auch teuer. Sechs Nächte in Binz kosten vermutlich mehr als zwei Wochen Türkei. Ob das berechtigt ist, weiß ich nicht.
Das Schlimme ist: Die Binzer denken, ihre Absteigen sind immer noch viel zu preiswert.

Als ich mein Pensionszimmer bezog, fragte mich der Chef, ob ich denn mit oder ohne Frühstück bestellt habe. Diese Möglichkeit allerdings lässt mir das Bestellsystem gar nicht. Das bemerkte der Mann dann auch, um festzustellen, dass ich mit Frühstück – also 8 Euro pro Tag – gebucht habe.
Als ich anmerkte, dass ich das Zimmer gern ohne Frühstück haben wolle, schüttelte er nur den Kopf. Das sei nicht möglich. Warum er denn dann überhaupt frage, wollte ich wissen.
Daraufhin begann er zu rechnen. 83 Euro zahle ich pro Tag, ohne Frühstück wären es 75 Euro. Das sei ja viel zu billig, tönte er dann. Für den Preis würde ich ja in Binz überhaupt nichts bekommen.
Was mich ein bisschen wundert, denn an der Preistafel draußen, stehen 72 Euro für das Zimmer. Total billig.

Wie man darauf kommen kann, dass 75 Euro unfassbar wenig Geld für ein Zimmer ist, wo man nicht mal in der Lage ist, eine Seife oder Duschgel ins Bad zu stellen, erschließt sich mir nicht.
Vielleicht ist Binz wirklich auf dem Weg, zu versnobben.

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