Tagesarchiv für 16. August 2019

RTelenovela

Rügen 2019 (6): Fernlüttkevitz

Freitag, den 16. August 2019
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(5) -> 14.8.2019

Im Norden von Rügen geht alles ein bisschen gemächlicher zu. Ein Ausflug führte mich nach Fernlüttkevitz. Der Ort gehört zu Putgarten, und Putgarten wiederum gehört zum Amt Nord-Rügen in Sagard.
Wenn man durch das Dorf fährt, dann kann man ahnen, dass dort früher ein bisschen mehr los war als heute. Das flache Haus, in dem sich früher die Gemeindeverwaltung befand, steht leer. Das Gutshaus dahinter ist verwunschen und fast vollkommen zugewachsen. Wobei ich weiß, dass sich da irgendwann was tun könnte.

Am Ortsausgang befindet sich ein landwirtschaftlicher Hof, auf dem tatsächlich noch was los ist. Mir wird erzählt, dass gerade die Ernte laufe, aber dass darüber hinaus auch dort nicht mehr allzu viel los sei.

Das Dorf hat einen Vorteil. Von dort sind es vielleicht 1500 Meter bis zur Ostsee. Ein Plattenweg führt zu einem Parkplatz. Von dort aus geht es eine lange Treppe runter, und dort angekommen ist ein sehr schöner, relativ ruhiger Strand. Im Gegensatz zu den überlaufenen Orten herrscht hier eine wunderschöne Idylle.
Wer es ruhig mag und wirklich mal raus will und abschalten will, für den könnte das alles genau das richtige sein.

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RT im Kino

Berlin, I love you

Freitag, den 16. August 2019
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Ein Film über Berlin. Und über die Leute, dir dort leben. Über die Berliner und die Gäste. Und über die Liebe. “Berlin, I love you” hat sich hohe Ziele gesetzt – und ist so ziemlich gescheitert. Und das vor allem daran, dass sich fast keiner der Filmemacher wirklich auf Berlin eingelassen, sondern oberflächlich auf die Hotspots gesetzt hat.

Wir lernen einen jungen Mann kennen, der sich als Engel Geld verdienen will (Robert Stadlober). Als sich direkt neben ihn eine Musikerin platziert, ist er sauer. Aber das ist nur der Anfang der Geschichte.
Diese Geschichte wird immer wieder von in sich abgeschlossenen Kurzgeschichten unterbrochen. Eine Taxifahrerin (Sibel Kekilli), die einen geheimnisvollen Fahrgast hat. Die Besitzerin eines Waschsalons (Veronica Ferres), die merkwürdige Kunden hat. Ein älterer Herr (Mickey Rourke), der an einer Bar eine junge Frau anbaggert.

Was schade ist: Die meisten Storys könnten überall spielen. An einer Stelle im Film heißt es, dass nichts typisch für Berlin sei. Das ist ärgerlicher Unsinn, und das zeigt eigentlich nur, dass man sich mit der Stadt nicht beschäftigt hat.
Die Geschichten sind unterschiedlich gut. Am niedlichsten und schönsten ist die eigentlich einfachste Story. Ein Junge – er ist an dem Tag 16 geworden – sitzt am Spreeufer und wartet auf seinen Vater. Eine Dragqueen setzt sich neben ein nach einer Feiernacht. Sie kommen ins Gespräch, und der 16-Jährige sagt, er wisse nicht, worauf er steht, und er wolle mal das Küssen üben. Niedlich!
Ziemlich unangenehm ist dagegen die Story um den lüsternen alten Typen, der eine junge Frau aufreißt und sie auch willig mitgeht. Das ist nicht nur schlecht gespielt, sondern auch widerlich – noch wunderlicher ist die Auflösung.
Diesem Film fehlt echter Lokalkolorit. Viele der Storys sind seltsam abgehoben, nur selten sind sie herzlich.
Dieser Berlin-Film ist leider nicht wirklich ein Berlin-Film…

Berlin, I love you
D 2018, Regie: Dianna Agron, Peter Chelsom, Fernando Eimbcke, Justin Franklin, Dennis Gansel, Dani Levy, Daniel Lwowski, Josef Rusnak, Til Schweiger, Massy Tadjedin, Gabriela Tscherniak
Warner, 120 Minuten, ab 6
4/10

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