Monatsarchiv für August 2019

ORA aktuell

Gedenkstätte Sachsenhausen trauert um Zwi Steinitz

Samstag, den 31. August 2019

Der Holocaust-Überlebende Zwi Steinitz ist gestorben. Er wurde 92 Jahre alt und starb am vergangenen Sonnabend in Tel Aviv.
Im Zweiten Weltkrieg war er im KZ in Auschwitz und auch in Sachsenhausen. Axel Drecoll, Leiter der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, sagte, dass der Tod in “großer Trauer und Bestürzung” erfülle. Steinitz sei der Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg eng verbunden gewesen. Er engagierte sich als Zeitzeuge, berichtete vom KZ und vom Todesmarsch.

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RTZapper

Showtime, Herr Kessler!

Samstag, den 31. August 2019
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FR 30.08.2019 | 20.15 Uhr | rbb

In “Kesslers Expeditionen” war es immer der Running-Gag. Michael Kessler fragte bei der rbb-Intendantin nach, wann er denn endlich seine eigene Samstagabendshow bekommen würde. Und immer sagte sie Nein.
“Kesslers Expeditionen” lebte davon, dass Michael Kessler im Land unterwegs war – je nach Staffel immer mit anderen “Verkehrsmitteln” – und spontan Leute traf, um sich mit ihnen zu unterhalten. Wie überhaupt Kessler für seine tollen TV-Formate bekannt ist.
Die Expeditionen endeten fast unbemerkt. Nun hat er im rbb eine neue Sendung.

Es ist die Abendshow! Die Samstagabendshow! Allerdings läuft sie am Freitagabend – und, nun ja, es ist auch nicht wirklich eine Show.
“Showtime, Herr Kessler!” lief am Freitagabend erstmals im rbb. Und im Grunde ähnelt die Sendung den Expeditionen. Denn sie handelt von Kessler, der Leute trifft. Den Koch in einer Markthalle. Eine Frauengruppe, die im Schlamm Wettbewerbe macht. Schlagerfans, die er zur Waldbühne mitnimmt, wo er wiederum Howard Carpendale trifft.
Das alles moderiert er im Smoking an, um auch eine Art Rahmen zu schaffen.

Das ist meist relativ kurzweilig, hat aber lange nicht den Charme der Expeditionen. Denn spontan ist in “Showtime” ganz sicher nichts mehr. Denn eigentlich ist die Sendung die bloße Abfolge von verschiedenen Beiträgen. Der Name “Showtime” eigentlich nur die Fortsetzung des Running Gags. Das ist dann doch wieder sympathisch, zumal Kessler durch seine witzigen Gespräche und Einlagen für Stimmung sorgt.
Und der rbb kann sowieso abseits der ziemlich piefigen Vorabendschiene ein bisschen Lokalkolorit gebrauchen.

Hits: 141

RT im Kino

Late Night – Die Show ihres Lebens

Samstag, den 31. August 2019

Seit Harald Schmidt gibt es hierzulande die tägliche Late-Night-Show nicht mehr. In den USA dagegen gehört sie zum festen Bestandteil der TV-Szene – und es gibt sogar mehrere auf diversen Kanälen. Viele davon sind seit vielen Jahren auf Sendung.

Seit fast 30 Jahren ist “Tonight with Katherine Newbury” auf Sendung. Katherine (Emma Thompson) ist das Gesicht und die Namensgeberin der Show. Die aber ist in die Jahre gekommen, die Quoten dümpeln vor sich hin. Katherine gibt sich in der Show intellektuell, das große Publikum interessiert sie kaum.
Entsprechend mies läuft es auch im Team. Dort lässt sie sich kaum blicken, die Arbeitsmoral ist so lala. Weil es keine Frau im Team gibt und deshalb langsam Druck gemacht wird, bekommt die unerfahrene Quereinsteigerin Molly (Mindy Kaling) eine Chance. Die sorgt aber für mehr Wirbel als gedacht. Aber eines Tages teilt die Senderchefin der Late-Night-Talkerin mit, dass diese Saison die letzte sein wird. Kann sie sich das gefallen lassen?

An sich hat “Late Night” wenig Neues zu bieten. Wir sehen den Blick hinter die Kulissen einer Fernsehshow. Wir erleben die durchaus bekannten Mechanismen und Probleme. Großer Star ist in Wirklichkeit biestig, plus die üblichen Zickereien im Team. Dass es trotzdem interessant ist und Spaß macht, liegt an den Darstellern. Allein voran die beiden Frauen Emma Thompson und Mindy Kaling, die interessante Gegensätze bilden.
Zu sehen ist, wie sich alle Seiten berappeln müssen, um ihr Projekt irgendwie doch noch zu retten. Kurzweilige Unterhaltung. Nicht mehr und nicht weniger.

-> Trailer auf Youtube.

Late Night – Die Show ihres Lebens
USA 2018, Nisha Ganatra
Fox, 103 Minuten, ab 0
7/10

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RTelenovela

Rügen 2019 (12): Die Möwen lauern schon

Samstag, den 31. August 2019
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(11) -> 21.8.2019

Am Binzer Strand gibt es ja die eine oder andere Imbissbude. Und natürlich auch neugierige Möwen. Die wissen genau, wo sie eventuell was finden.
Sitzt man mit einem Teller Pommes im Sessel am Imbiss, direkt am Strand, dann beäugen einen die Vögel sofort. Langsam pirschen sie sich an, schauen einen an. Patscht man in die Hände, dann zucken sie nicht mal zusammen. Guckt man gerade mal nicht hin, tippeln sie gleich wieder näher ran.
Wenn man die Pommes dann nicht abschirmt, dann kann es durchaus sein, dass die Möwen einen Angriff starten. Aber zum Glück waren wir mit dem Verspeisen schneller.

An der Strandpromenade ist unterdessen Showtime. Ein Mann steht am E-Piano, das unter einem Pavillon steht. Eine ältere Frau singt Schlager. Das heißt, sie singt zum Playback mit. Im Playback sind noch mehr Stimmen zu hören, ein kleiner Chor. Aber dafür hat vermutlich die Gage nicht gereicht.
Vermutlich würde man im Normalfall die ganze Sause einfach ignorieren – aber wenn man in Urlaubsstimmung ist, nimmt man das mal mit. Jedenfalls für fünf Minuten. Dann mussten wir dann doch, ähm, dringend los.

Hits: 122

RT im Kino

Good Boys

Freitag, den 30. August 2019

Ein neuer Lebensabschnitt für die „Bean Bag Boys“: Die drei Freude Max (Jacob Tremblay, bekannt aus “Raum”), Lucas (Keith L. Williams und Tony (Brady Noon) gehen neuerdings auf die Junior High School. Das ist nicht nur aufregend, sondern natürlich wollen sie nun als cool und erwachsen gelten. Skaten, mal am Bier nippen – irgendwie tun sie sich damit noch schwer.
Weil nun aber eine Party ansteht, auf der garantiert auch geküsst wird, wollen die Jungs rausfinden, wie das eigentlich funktioniert. Aber im Porno küssen die, nun ja, irgendwie anders, und auch die Gummipuppe ist wenig hilfreich, weil die nicht gut küsst. Sie nehmen stattdessen die Drohne vom Max’ Vater, um die Nachbarin auszuspionieren. Doch das geht schief – und hat weitreichende Folgen.

“Good Boys” ist eine Komödie über die Erlebnisse von drei Jungs, die seit der Kinderzeit Freunde sind – und die auf dem Weg zum Erwachsensein um ihre Freundschaft ringen müssen.
Unter der Regie von Gene Stupnitsky entstand ein extrem kurzweiliger und witziger Film. Denn die Jungs geraten in Situationen, die oft herrlich absurd sind. Immer wieder gibt es einen Wortwitz, der Spaß macht. Wie das bei Pubertierenden so ist, kann es auch mal vulgär werden – das macht “Good Boys” aber an keiner Steller wirklich niveaulos.
Man mag die Jungs schnell, man fiebert mit ihnen mit, und man leidet auch mal. Eine Ode an die Jugend und an die Freundschaft.

-> Trailer auf Youtube

Good Boys
USA 2019, Regie: Gene Stupnitsky
Universal, 90 Minuten, ab 12
8/10

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ORA aktuell

Umzug verheimlicht: Oranienburger AfD-Abgeordneter unberechtigt im Parlament

Freitag, den 30. August 2019
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Mario Gagstädter (AfD) ist von Oranienburg nach Bergfelde gezogen – und das bereits am 1. Juli. Eine Meldung ist das, weil er Oranienburger Stadtverordneter war und seinen Umzug nicht mitgeteilt hatte. Der Umzug nach Bergfelde führt dazu, dass er nicht mehr Oranienburger Stadtverordneter sein kann. Dennoch ließ er sich nach der Kommunalwahl am 12. August vereidigen.

Wie der Oranienburger Generalanzeiger berichtet, kam das erst raus, nachdem eine Bürgerin das Rathaus auf den Umzug Gagstädters hingewiesen hatte. Laut Wahlbehörde hätte der AfD-Mann schon an der ersten Sitzung der Stadtverordneten nicht teilnehmen dürfen. Die Stadt Oranienburg fordert die Aufwandsentschädigungen für Juli und August zurück – das sind 360 Euro, außerdem den Laptop-Zuschuss in Höhe von 495 Euro.

Dass Mario Gagstädter den Umzug verschwiegen habe, bezeichnete Stadtverordnetenvorsteher Dirk Blettermann (SPD) als “Dreistigkeit”.

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RTelenovela

Mit der Bahn von Funkloch zu Funkloch

Freitag, den 30. August 2019
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Wer mit dem Regionalexpress durch Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern rollt, bekommt ein Gefühl dafür, wie es um die Telekommunikation in Deutschland bestellt ist. Und damit meine ich nicht den freundlicherweise viertelstündigen Aufenthalt mit dem RE5 in Löwenberg, wo man alles schnell noch auf dem Handy erledigen kann, was zu erledigen ist.
Denn spätestens zwischen Dannenwalde und Fürstenberg schwindet der Handyempfang – stellenweise sind die Funklöcher so tief, dass gar nichts mehr gibt und der Hinweis “Nur Notrufe” auf dem Display erscheint. Und vielleicht wird ja sogar das vom Funkloch verschluckt. Da atmet man echt auf, wenn man den Fürstenberger Bahnhof erreicht hat – bevor es im Wald nördlich davon technisch wieder ganz finster wird.
Ist man dann weiter in Richtung Rostock unterwegs, kann man immer wieder zusehen, wie die Balken schwinden. Da wäre W-Lan im Zug ganz schön.

Den hat man dann im ICE. Mit dem war ich dann zwischen Rostock und Stralsund unterwegs. Der Zug kam aus Hamburg und brachte offenbar die Urlauber an die Ostsee.
Schon seit langem kämpft die Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam um einen ICE-Anschluss. Die Potsdamer werden vermutlich weinen, wenn sie sehen, wo der ICE zwischen Rostock und Stralsund überall hält.
So stoppt der ICE scheinbar auf einem Acker namens Ribnitz-Damgarten West. Schaut man aus dem Fenster, blickt man aufs Feld. Da ist nichts. Erst bei der Ausfahrt sah ich dann, dass auf der anderen Seite noch ein richtiger Bahnsteig und ein Bahnhofsgebäude kam.
Zweiter Stopp: Velgast. Davon habe ich vorher noch nie gehört, aber wenn ein ICE dort hält, muss es ja ein bedeutsamer Ort sein.
Wie gesagt: Die Potsdamer sollten vielleicht nicht mit diesem ICE fahren – sie würden mit dem Kopf schütteln.
Aber wenigstens war der Handyempfang sehr gut – mit W-Lan.

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