Tagesarchiv für 15. Juli 2019

RT im Kino

Yesterday

Montag, den 15. Juli 2019

Zwölf Sekunden. So lange fällt auf der ganzen Welt der Strom aus.
In diesen zwölf Sekunden ändert sich aber auch das Leben von Jack Malik (Himesh Patel). Er wird von einem Bus angefahren und schwer verletzt. Ihm fehlen zwei Zähne.
Der britisch-indische Lagerarbeiter schreibt erfolglos Songs. Als er frustriert seinen Freunden einen Song der Beatles vorspielt, sind die verzückt: Was für ein toller Song! Allerdings: Sie denken, Jack hat ihn geschrieben. Und die Beatles? Wer sind die Beatles?
Scheinbar ist plötzlich Jack der einzige Mensch auf der Welt, der die Beatles und ihre Songs kennt. Da kommt ihm eine Idee: Wie wäre es, wenn er die Beatles-Song spielt und als seine ausgibt?
Erst mal funktioniert das eher nicht. Man hört ihm nicht zu. Doch durch einen Auftritt im Lokalfernsehen, wird Ed Sheeran (Ed Sheeran) und lädt ihn zu einem Konzert ein. Plötzlich wird Jack berühmt – mit den Beatles-Songs.

Für “Yesterday” haben zwei britische große Namen des Films zusammengearbeitet. Richard Curtis schrieb das Drehbuch, Danny Boyle führte Regie.
Die Geschichte ist ein Märchen, und eine ziemlich lustige Idee. Denn es geht um die Frage, welche Kraft die Beatles-Songs haben ohne die charakteristischen Musiker. Schnell merkt auch Jack im Film, welche Wucht die Songs haben und welche Welle er auslöst. Es geht aber auch um die Musikindustrie und darum, wie sie Stars aufbaut, was ihnen wichtig ist und wie sie Geld machen wollen.
Herrlich selbstironisch ist Ed Sheeran, der sich selbst spielt. Er, der große Star, der ein bisschen eifersüchtig auf Jack ist, der zum noch größeren Star aufgebaut werden soll.
Schade ist, dass im Film nicht mehr Beatles-Songs wirklich gespielt oder gesungen werden. Auch beeilt sich die Handlung am Anfang ziemlich, zum eigentlichen Punkt zu bekommen – der Stromausfall wirkt da nicht sehr glaubwürdig.
Dennoch ist “Yesterday” unterhaltsam, lustig, natürlich mit guter Musik und letztlich sogar ziemlich spannend.

-> Trailer auf Youtube.

Yesterday
GB 2019, Regie: Danny Boyle
Universal, 117 Minuten, ab 0
7/10

Hits: 130

ORA aktuell

40 Jahre Oranienburger Kleingartenverein „Am Wiesengrund“

Montag, den 15. Juli 2019

Die Oranienburger Kleingartenanlage “Am Wiesengrund” ist 40 Jahre alt. Dieses Jubiläum ist am Sonnabend auf dem Vereinsgelände am Friedenthaler Weg gefeiert worden.
1979 sind die Kleingärten auf der bis dahin grünen Wiese eingerichtet worden. Heute gibt es dort 151 Parzellen, davon sind 148 Kleingärten.

Hits: 101

RTelenovela

Wann ist ein Fest ein Fest?

Montag, den 15. Juli 2019
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Die Liebenwalder haben am Sonnabendnachmittag das Hafenfest gefeiert – oder zumindest waren sie bereit dazu.
Was aber gehört denn zu einem Fest? Ein bisschen Musik wäre schön, und wenn sie nur vom Band kommt. Vielleicht auch anderweitige Unterhaltung. Irgendwas Maritimes, schließlich ist man ja am Wasser. Vielleicht einen Shantychor. Natürlich einen Getränkestand und einen Grill oder Ähnliches.

Doch wer an den Hafen gekommen ist, hat zwar ein paar Stände und den üblichen Verkaufsbetrieb vorgefunden – aber ein Fest ist das noch nicht.
Auf den Bänken, die dort sowieso sind, saßen die Leute und unterhielten sich. Ansonsten: nichts. Keine Musik, keine Unterhaltung.

Ich spreche ein paar Leute an, die dort sitzen: „Wir waren pünktlich hier, aber es hat sich noch nicht so viel getan“, sagte eine Liebenwalderin. „Wir dachten, das ist ein Hafenfest, deswegen sind wir ja hier“, so die Liebenwalderin weiter.
Zwar gab es immerhin am Abend Theater auf einem Schiff – aber was da am Nachmittag geboten wurde, hat mit einem Fest noch nicht allzu viel zu tun.

Hits: 113

RTZapper

30 Jahre Mauerfall – Die 100 besten Ost-Songs

Montag, den 15. Juli 2019
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SO 14.07.2019 | 9.05 Uhr | radioeins

Das war jetzt nicht sonderlich überraschend: “Am Fenster” von City ist von einer Expertenjury zum besten Ost-Song gewählt worden. Am Sonntag liefen auf radioeins “Die 100 besten Ost-Songs”, und am Ende gab es den Song mit der Geige, der interessanterweise auch schon immer im Jingle zur Sendung immer wieder zu hören war.

Man könnte man sagen: DDR-Hitparaden gab es schon oft, aber radioeins wäre ja nicht radioeins, wenn diese 100er-Liste nicht auch aus lauter Liedern bestehen würde, die vielleicht nicht zum Erinnerungsmainstream gehören.
So ist Gerhard Gundermann gleich mehrere Male vertreten, auf Platz 99 das Liedertheater Karls Enkel, das mir vollkommen unbekannt war. Auf Youtube findet man den Song “Oma Amler” nur unter dem Stichwort “FDJ-Lieder”.
Oder Jacek Kaczmarski – auch an mir vorbei gegangen und ziemlich sicher nicht unter meinen persönlichen Top 100. Aber das ist ja auch die Aufgabe des rbb, einem vielleicht doch noch etwas Neues beizubringen.
Feeling B ist ebenso dabei wie Reinhard Lakomy, Gerhard Schöne, Manfred Krug und Wolf Biermann. Nicht das, was man auf schon bekannten DDR-Hit-Samplern findet.
Dass zum Beispiel Gaby Rückerts fantastischer Liebessong “Berührung” nicht dabei ist, ist extrem schade. Dass dagegen Nina Hagens Gassenhauer “Du hast den Farbfilm vergessen” auf Platz 2 landete, ist erstaunlich.

Interessant ist Platz 29. Dort landete “Kling Klang” von Keimzeit. Der wurde erst 1993 veröffentlicht. Geschrieben worden ist er aber wohl schon Ende der 80er. Aber kann etwas ein Ost-Hit sein, wenn es zu “Ost-Zeiten” noch gar nicht veröffentlicht war? Dass es der Song in die Liste schaffte, ist fragwürdig. Auf anderen Samplern mit DDR-Hits fehlt dieser Song meistens, weil er eben erst nach der DDR öffentlich wurde.

-> Die ganze Liste der Top 100 auf radioeins.de.

Hits: 141