Tagesarchiv für 16. Juni 2019

KeineWochenShow

#128 – Gymnasiast, gib Gummi!

Sonntag, den 16. Juni 2019
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Sommer! Die längsten Tage des Jahres sind da, und deshalb sind wir mit unserer kleinen Kellersendung mal wieder an die frische Luft gegangen. Wir haben nämlich auch so etwas wie einen Fernsehgarten.
Also stellten wir unseren Bar-Tisch auf und legten los, inklusive Vögelzwitschern und vorbeifahrender Autos im Hintergrund.

Wir besprechen die Unwetter-Tage und die Brandenburg-Umfrage vor der Landtagswahl. Außerdem geht es um fehlende Radwege und einen Kondomautomaten, der im Hohen Neuendorfer Gymnasium aufgestellt worden ist. Und wir fragen uns: Hätten wir uns damals getraut…?

Das und noch viel mehr in KeineWochenShow #128 auf Youtube.

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RTZapper

How to sell Drugs online (fast)

Sonntag, den 16. Juni 2019
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FR 14.06.2019 | Netflix

Moritz (Maximilian Mundt) ist am Boden zerstört. Seine große Liebe Lisa (Lena Klenke) kommt von ihrem Austauschjahr zurück – und eröffnet ihm, dass sie sich trennen wolle. Sie habe sich verändert, sagt sie. Und das hat sie auch, so irgendwie. Sie steht auf Dan (Damian Hardung), der Drogen vertickt. Das kann Moritz einerseits nicht nachvollziehen – aber diese Drogengeschichte packt ihn dennoch, oder er schlittert irgendwie da rein. Mit seinem besten Freund Lenny (Danilo Kamperidis) gründet er einen Onlinehandel für Drogen – und das Ding geht durch die Decke.

Das Spannende an Netflix-Serien ist ja, dass es bei dem Streaminganbieter an sich gar nicht wichtig ist, woher eine Serie stammt. Man muss schon genau hinsehen, um rauszufinden, dass die Serienware längst nicht nur aus den USA stammt. “How to sell Drugs online (fast)” ist eine deutsche Produktion von der Bild-und-Tonfabrik, die auch das “Neo Magazin Royal” produziert. Nicht nur durch den englischen Titel (Wie kaufe ich online Drogen – schnell), auch in der Machart wirkt der Sechsteiler sehr international.
Zwar nimmt man Maximilian Mundt seine 17 Jahre nicht zwingend ab – der Schauspieler ist weit über 20 -, aber die Serie selbst und kurzweilig, witzig und oftmals auch spannend. Da gibt es kurze Erklärungseinschübe, Chatverläufe werden gezeigt, und auch sonst ist es recht einfallsreich.
In Nebenrollen sind u.a. Bjarne Mädel und Olli Schulz zu sehen. Ob es eine Fortsetzung gibt ist noch offen – aber irgendwie kann man davon ausgehen.

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ORA aktuell

Bombensplitterschutz: Stroh auf der Lehnitzbrücke brennt

Sonntag, den 16. Juni 2019

In der Nacht zu Sonnabend geriet in der Oranienburger Lehnitzstraße Stroh in Brand. Es handelt sich um den Bombensplitterschutz, der am Treidelweg und an und auf der Lehnitzbrücke in der Reihe – abgedeckt durch eine Plane – platziert ist.

Die Feuerwehr konnte das Feuer löschen. Es ist allerdings im Laufe des Sonnabends noch zweimal wieder aufgeflammt, vermutlich durch starken Wind.
Der Auslöser des Feuers ist unbekannt.

Die Lehnitzstraße war während des Einsatzes in diesem Bereich komplett gesperrt.

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RTelenovela

Überraschungsevent (30): Die Hand ist ein einsamer Jäger

Sonntag, den 16. Juni 2019
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(29) -> 15.6.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, im nächsten Monat ist sie dran.

Wenn man so ein Event plant, weiß man ja auch als Planer nicht immer so genau, was einen erwartet. Ich hatte mich diesmal für ein Theaterstück in der Volksbühne in Berlin-Mitte entschieden: “Die Hand ist ein einsamer Jäger” im “3. Stock”. Ich wusste grob, worum es ging, und ich wusste, dass es in Richtung experimentelles Theater gehen würde.

Schon der Gang in den “3. Stock” ist spannend. So heißt das kleine Theater in eben jener Etage der Volksbühne. Man läuft über eine Treppe und diverse Gänge, die irgendwie an eine alte Schule oder an die alte Uni erinnern – auch vom Geruch her. Wir mussten noch einen Moment bis zum Einlass warten. Dann ging die Tür auf, und wir liefen in einen von Nebel umhüllten Raum. Auf der Bühne saßen schon mehrere Leute in seltsamen Posen. Es ging also mehr oder weniger gleich los.

Im Stück geht es in irgendeiner Art und Weise um die Frau in der Gesellschaft. Darum, wie ihre Körper mitunter begrapscht und begafft werden. Die Hand in der Hose. Um Frauen, die gut und dünn auszusehen haben, die sich auf dem Klo auskotzen. Vom Vaterland und dem Mutterland. Um Mädchen, die was hermachen sollen.
Drei Frauen und zwei Männer stehen da auf der Bühne und spielen das alles in eigentlich nicht zusammenhängenden Szenen. Es ist eine Abfolge von Themen und Momenten. Da wird rezitiert, gesungen, gestampft und gespielt.

Es ist eines dieser Stücke, bei dem man erst im Gespräch danach so richtig darauf kommt, was man da gesehen hat. Nicht jede Szene überzeugt, manche wirken zu lang. Aber jede Szene für sich ist doch interessant, einige sogar fesselnd. Manchmal erleben wie Esoterik oder auch eine rote Schlammorgie. Stummes Fressen oder auch merkwürdiges Tanzen.
Nicht alles versteht man gleich. Aber immer ist es irgendwie gut, dabei zu sein und so was zu erleben. Und auch am Ende überlegt man, ob man das jetzt eigentlich alles gut fand. Aber schon anhand dessen, dass man lange drüber redet, muss es ja irgendeinen Nerv getroffen haben, und das kann nur gut sein.

Hier zeigt sich wie toll die “Überraschungsevent”-Reihe ist. Ich hatte einen vorgegeben Abend und schaute, was alles an diesem Abend los ist. Ich entschied mich für das Volksbühnen-Stück. Und ich würde mal vermuten, dass ich unter normalen Umständen diese Stück nie und nimmer gesehen hätte. Jetzt weiß ich: Das wäre schade gewesen.

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