Tagesarchiv für 14. Juni 2019

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Ein Jahr für Kremmen unterwegs

Freitag, den 14. Juni 2019
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Am Sonntag wird auf dem Spargelhof die Nachfolgerin von Lara Volgnandt vorgestellt –die 18-Jährige erzählt, was sie in den vergangenen zwölf Monaten erlebt hat

MAZ Oberhavel, 14.6.2019

Kremmen.
So schnell vergeht ein Jahr. Mitte Juni 2018 ist die Kremmener Erntekönigin Lara Volgnandt gekrönt worden. Nun steht schon ihre Nachfolgerin in den Startlöchern – am Sonntag soll sie auf dem Spargelhof vorgestellt werden. Aber bis Ende August ist die 18-Jährige noch in Amt und Würden.
„Ich empfehle eigentlich jedem, das mal zu machen“, sagte Lara Volgnandt am Donnerstag. „Das ist echt viel wert.“ Sie habe in den vergangenen zwölf Monaten viel gesehen und erlebt und viele Menschen kennengelernt. Angefangen hat auch bei ihr alles mit der Krönung. „Das war sehr aufregend.“ Alle hätten sie angesehen. „Aber damit habe ich mich sehr wohl gefühlt.“ Kein Wunder, denn sie steht auch so öfter mal auf der Bühne. Sie tanzt bei den Roten Funken im Kremmener Karneval-Club.
Sie hatte gerade ihr Fachabitur in der Tasche. Sie arbeitet momentan in der Gastronomie auf dem Spargelhof. Detlef Reckin, der auch dort arbeitet, hatte sie eines Tages gefragt, ob sie sich den Job vorstellen konnte. „Ich musste eigentlich nicht lange überlegen.“ Es kam ihr sogar ganz recht, denn sie hatte im Jahr nach dem Abi genügend Zeit, die vielen Termine wahrzunehmen.

Die größten Veranstaltungen, an denen sie teilgenommen hatte, waren die Internationale Grüne Woche in Berlin und die Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung (BraLa) in Paaren im Glien. In Berlin stand sie mehrfach mit Landrat Ludger Weskamp auf der Bühne. „Und ich saß auch in der Kutsche in der Tierhalle“, erzählt sie. Es ging später von Stand zu Stand. Lächeln und winken – das sei auf solchen Ausstellungen immer wichtig. „Aber das fällt mir eigentlich leicht“, sagt die Erntekönigin. „Ich habe da keine Scheu.“
Bei der BraLa hatten Kremmen und Oberkrämer auch einen Stand, an dem sie präsent war. „Dort wurde ich auch interviewt“, erzählt sie. Auch mit einem Trecker war sie dort unterwegs. Ebenfalls ein Höhepunkt war ihre „Hauptveranstaltung“, das Erntefest in Kremmen. „Ich saß in der Kutsche mit dem Bürgermeister und dem Oranienburger Kurfürstenpaar.“
Eine der weitesten Reisen unternahm sie nach Thüringen. „In Lauscha waren wir beim Kugelmarkt. Dort wurde die Glasprinzessin gekrönt. Sie hat uns gezeigt, wie die Weihnachtskugeln hergestellt werden.“ Am lustigsten sei der Tag gewesen, wo in Oranienburg das Fotoshooting für den Gesundheitstag stattfand. „Wir hatten wirklich viel Spaß. Wir konnten rumalbern und alles für den Tag planen.“ Das besondere: Als Kremmener Erntekönigin war sie Pate für diese Veranstaltung. „Als ich mich da das erste Mal so groß auf einem Plakat gesehen habe, da habe ich mich kurz erschreckt“, erzählt sie. „Aber ich fand es schon auch cool.“

Ein paar Termine hat sie noch zu absolvieren. Am Sonnabend besucht sie zur Brandenburger Landpartie das Erdbeerfest in Schwante. Am Sonntag ist sie beim Tourismustag auf dem Kremmener Spargelhof, wo auch ihre Nachfolgerin vorgestellt wird. „Sie ist eine würdige Nachfolgerin“, sagt Lara Volgnandt. Wer es ist, darf sie noch nicht verraten.

Die vielen Termine seien gut planbar gewesen, sagt die 18-Jährige. „Man bekommt ja rechtzeitig Bescheid, und ich hatte schon früh eine Liste mit den festen Terminen.“ Sie will bald eine Ausbildung bei Audi in Berlin beginnen und Automobilkauffrau werden. „Ein Freund hat das gelernt, und ich fand das interessant.“ Nach Berlin wird sie allerdings nicht ziehen, bekräftigt sie. „Nein, ich werde in Kremmen bleiben.“

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Jöhling beklagt schlechte Willkommenskultur

Freitag, den 14. Juni 2019
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Verhandlung um öffentlichen Schlossweg: Schwantes Ortsvorsteher im Disput mit Bürgerinitiative

MAZ Oberhavel, 14.6.2019

Schwante.
Zwar gab es am Mittwochabend in der Oberkrämer-Verwaltung ein Gespräch zum Schloss Schwante und zum Weg durch den Park. Über den Inhalt war am Donnerstag jedoch noch nichts bekannt. Stattdessen werde in der Verwaltung ein Statement erarbeitet, das jedoch erst am Freitag veröffentlicht werden soll, nachdem alle beteiligten Parteien noch mal drauf geguckt haben, hieß es. Darauf haben sich offenbar alle Beteiligten verständigt.
Anwesend waren bei dem Gespräch die Fraktionsvorsitzenden der noch amtierenden Gemeindevertretung, die mögliche neue Investorin sowie Vertreter der Verwaltung, inklusive Bürgermeister Peter Leys.

Solange dieses Statement nicht veröffentlicht worden ist, halten sich die Beteiligten noch bedeckt. Patrick Zechel (Linke) deutete an, dass es bislang noch keine Einigung gegeben habe. Die Verwaltung habe sich schwer getan, als es darum ging, das nun noch ausstehende Statement zu verfassen. Die Forderung eines Schreibens seitens der Verwaltung sei auch aus den Reihen der BfO gekommen, hieß es aus verschiedenen Kreisen. Vor dem Gespräch machte die Bürgerinitiative, die sich für die Offenhaltung des öffentlichen Weges durch den Schlosspark stark macht, noch mal deutlich, wie wichtig ihnen das Anliegen ist. „Wir konnten mit einigen Gemeindevertretern kurz ins Gespräch kommen“, sagte Martin Baum von der Initiative. Auf dem Boden vor der Verwaltung verteilt lagen am Mittwochabend mehrere Plakate.

Zu einem Disput sei es mit Schwantes Ortsvorsteher Dirk Jöhling (BfO) gekommen. Er sprach von einer schlechten Willkommenskultur gegenüber der möglichen Investorin. Dirk Jöhling sagte am Donnerstag, von der MAZ diesbezüglich befragt, dass der Umgang mit den möglichen neuen Bürgern nicht gut sei. Zum Disput in Eichstädt sagte er: „Sie wollten mich zwischen Tür und Angel befragen, das hätten sie ja schon längst machen können.“ Die Initiative hätte auch mal mit dem Ortsvorsteher reden können. Allerdings war es am Anfang der Debatte auch nicht der Ortsvorsteher, der zum aktuellen Geschehen informierte, entsprechende Anfragen abblockte. Im Gespräch mit der MAZ und den Bürgern beim Picknick am Pfingstmontag machte zudem die Investorin nicht den Eindruck, als fühle sie sich nicht willkommen.

Den CDU-Antrag den Schlossweg zu thematisieren, lehnte Jöhling im MAZ-Gespräch am Donnerstag ab. Da es sich am Montag um die konstituierende Sitzung des Ortsbeirates handele, sei das nicht möglich. Auch eine Bürgerfragestunde werde es nicht geben. Er befürchte den Vorwurf der „Mauschelei“, wenn das Thema besprochen werde, ohne dass es auf der Tagesordnung stand. Es könne bei der nächsten Sitzung besprochen werden. Wann die ist, ist noch offen.

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