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Bosses Hometown ist auf Scheplers Hof

Die Sommerfelder Familie stellt ihren Garten für den aktuellen Videoclip des Sängers zur Verfügung

MAZ Oberhavel, 1.6.2019

Sommerfeld.
Wenn Axel Bosse in seinem aktuellen Videoclip „Hallo Hometown“ ruft, dann meint er als Heimat Sommerfeld. Er kommt am Bahnhof Beetz-Sommerfeld an, fährt über die Straßen des Dorfes und trifft Bjarne Mädel, der mit seinem Hund auch schon im vorherigen Clip vorkam, am Rhin in Kremmen. Am Ende erreicht er „seinen“ Garten. Seitdem der Clip am 23. Mai auf Youtube im Internet online ging, hatte er bis zum Freitag fast 143.000 Klicks. Das freut auch Familie Schepler – denn sie wohnt gewissermaßen in Bosses Garten. Sabrina und Oliver Schepler haben dem Drehteam um die Kremmener Filmemacherin Katja Malinowski ihren Garten nahe des Sommerfelder Bahnhofes für die Dreharbeiten zur Verfügung gestellt. Im Film sieht man dort Bosse auf seine Frau, gespielt von Laura Tonke, treffen und mit seiner Tochter spielen.

„Ich habe das fertige Video auch erst gesehen, als es veröffentlicht wurde“, erzählt Sabrina Schepler. Die 33-Jährige war gleich begeistert. „Ich habe es geliked und geteilt, weil ich es echt schön finde, es hat mir sehr gut gefallen.“ Selbst ihre kleine Tochter Nele (4) konnte jede Ecke benennen, die im Video vorkommt. „Und es ist ein schönes Gefühl, dass das deutschlandweit rumgeht. Dass man ein Stück von seinem Zuhause und seinem Dorf überall sieht.“

Alles hat angefangen, als eines Tages zwei Frauen bei den Scheplers am Gartentor standen. „Ich dachte erst, das sind die Zeugen Jehovas, ich bin aber trotzdem nach vorne gelaufen“, erinnert sich die Sommerfelderin. Aber es ging dann nicht um Religion. „Die beiden Frauen meinten, dass sie gern ein Musikvideo bei uns drehen wollen. Sie haben sich dann bei uns umgesehen.“ Es stellte sich alles als echt heraus, und durch das erste Bosse-Video aus Kremmen hatte der Musiker sowieso einen guten Stand in der Region.
Dann kam das Wochenende, an dem gedreht worden ist. Szenen entstanden direkt auf dem Bahnsteig und eben auch in Scheplers Garten. Auch mit Bosse selbst kam sie ins Gespräch. „So ein bisschen haben wir uns unterhalten. Er hat sich dafür bedankt, dass sie hier drehen dürfen. Und ein Selfie haben wir gemacht. Der war total nett und bodenständig. Überhaupt waren die ganzen Leute total nett.“ Gedreht worden ist an vielen Stellen des Grundstückes.

Scheplers leben seit Ende November 2017 auf ihrem Hof. Sie lebte zuvor schon seit 1998 im Dorf, ihr Mann Oliver kam 2013 aus Berlin dorthin. „Es lebt sich wunderbar hier“, sagt Sabrina Schepler. „Sommerfeld ist sowieso ein schöner Ort, gerade hier am Bahnhof ist es eine tolle Lage. Die Bahn merkt man gar nicht mehr. Dadurch, dass sie langsam einfährt und langsam wieder abfährt, ist sie auch nicht wirklich laut.“ Sie ist Krankenschwester in Hennigsdorf, mit ihrem elf Monate alten Paul aber gerade in Elternzeit. Oliver Schepler ist Maschinenprogrammierer. In ihrem Flur hängt nun ein gemalter Zettel: „Willkommen zu Hause, Papa“ steht darauf. Er entstand für die Videoproduktion. Bosse hat darauf unterschrieben.

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