Tagesarchiv für 30. Mai 2019

RTZapper

Joko & Klaas gegen ProSieben

Donnerstag, den 30. Mai 2019
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DI 28.05.2019 | 20.15 Uhr | ProSieben

Joko und Klaas haben bei ProSieben mal wieder eine neue Show. In diversen Spielrunden müssen sie Aufgaben erledigen, gegen andere Leute antreten – lustige Spiele eben.
Die Idee und die Art der Unterhaltung sei bei weitem nicht neu. Wettbewerbe haben Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf schon viele erledigt. Und eigentlich ist in der am Dienstagabend gestarteten Show “Joko & Klaas gegen ProSieben” der Gegner noch ein ganz anderer: “Joko & Klaas mit ProSieben gegen Netflix”.
Denn ganz klar: Herkömmliche Fernsehsender müssen um ihr Publikum kämpfen. Gerade und besonders ProSieben, die auf die jungen Leute schielen, die mehr und mehr zu den Streamingdiensten abwandern.

Ohne eigene Stars, ohne Persönlichkeiten, die sich engagieren, die machen und tun und etwas bieten, geht das nicht mehr. Besondere Aktionen müssen her: In diesem Fall geht es darum, ob Joko und Klaas im Fall eines Sieges 15 Minuten Sendezeit bei ProSieben bekommen, in der sie machen können, was sie wollen. Oder sie verlieren und müssen machen, was ProSieben will.
Das ist spannend, weil man wissen will, ob die beiden wirklich gewinnen.

Nur durch solche Aufmerksamkeiten, durch spezielle Extras könnte das Publikum überhaupt wieder animiert werden, ProSieben dann einzuschalten, wenn diese eine Sendung dort läuft.
Mit dem drögen Abspielen von Serien, unterbrochen von Werbung, bekommt man heute das junge Publikum jedenfalls nicht mehr.

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RTelenovela

Traumtagebuch (142): Viel zu leise!

Donnerstag, den 30. Mai 2019
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(141) -> 22.4.2019

Im Kino. Aber irgendwie hören wir nichts. Der Ton ist viel zu leise. Es handelt sich um ein Clubkino, in dem Tische stehen. Aber insbesondere ältere Leute laufen weiter nach vorne, um vielleicht etwas mehr zu hören. Sie sammeln sich vorn um einen Lautsprecher herum und lauschen, was da aus der Box kommt.

Ich habe die Schnauze voll und gehe aus dem Saal, um endlich mal jemandem Bescheid zu sagen. Tatsächlich gelingt es mir, dass an der Situation etwas geändert wird.
Als ich wieder in den Saal komme, ist der Ton zwar nun lauter – aber plötzlich läuft schon der Filmabspann. Es habe einen Schnitt gegeben, plötzlich sei der Film zu Ende gewesen. Als ob zwar an der Lautstärke gedreht, aber auch vorgespult worden ist.

Viele Leute gehen, aber einige bleiben sitzen. Inzwischen ist das Licht angegangen. Irgendwer meint, dass stattdessen gleich ein anderer Film beginnen würde, und dass das ja ziemlich unverschämt sei. Will da etwa das Kino, einen zuschauerstärkeren Film spontan im weiteren Saal zeigen und uns stattdessen rausschmeißen?
Das wäre ein Skandal, aber da wache ich auf…

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RTZapper

Politik live: Runde der ChefredakteurInnen

Donnerstag, den 30. Mai 2019
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DI 28.05.2019 | 20.15 Uhr | ORF III

Endlich haben ausschließlich Frauen das Sagen. Der ORF in Österreich ist da total fortschrittlich.
Dachte ich zumindest. Dabei bezieht sich die Moderne dort nur auf die Schreibweise von Fernsehsendungen.

Am Dienstagabend lief im ORF III die “Runde der ChefredakteurInnen”. Natürlich ging es um die Absetzung der Bundesregierung, und ich staunte erst mal: Nur Frauen kommen zu Wort? Kurz dachte, dass man beim ORF III mal ganz andere Wege geht und mal die Frauen sagen lässt, was zu sagen ist.

Wer die Sendung einschaltete, wurde aber enttäuscht: Die Moderatorin Ingrid Thurnher begrüßte Rainer Nowak (Die Presse), Christian Nusser (Heute), Petra Stuiber (Der Standard) und Georg Wailand (Kronen Zeitung).
Nur eine Frau war dabei. Und drei Männer.
Und da fiel mir das große “I” im Wort “ChefredakturInnen” auf. In Wirklichkeit handelte es sich also um Chefredakteure und Chefredakteurinnen.

Das ist durchaus bemerkenswert: Denn hierzulande ist es völlig normal, von Chefredakteuren zu reden, auch wenn wir da Frauen mit einschließen. Wir kennen das nicht anders, es war lange Konsens.
Anders offenbar in Österreich: Da geht man – zumindest im Titel dieser Sendung – von der weiblichen Form aus, auch wenn Männer (und sogar mehr Männer als Frauen) in der Sendung dabei sind. Das hat sich in Deutschland wohl noch niemand getraut.

Im Anschluss lief im ORF III übrigens noch die “Runde der WahlbeobachterInnen”. Da waren immerhin zwei Frauen und zwei Männer eingeladen worden.

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