Tagesarchiv für 14. Mai 2019

RT im Kino

Stan & Ollie

Dienstag, den 14. Mai 2019

Sie waren die Stars im Kino: Stan und Ollie – in Deutschland auch bekannt als Dick & Doof. Oder auch: Laurel & Hardy. Aber sie wurden älter, ihre besten Jahre ließen sie irgendwann hinter sich, und 1953 mussten sie tingeln gehen – in Großbritannien.
Stan Laurel (Steve Coogan) und Oliver Hardy (John C. Reilly) reisen durch das Land. Es sind immer nur kleine Theater, die sie bespielen, und nicht mal die sind auch nur annähernd voll. Erst als ihr Manager anregt, mehr Reklame zu machen, auf PR-Touren zu gehen, füllen sich die Häuser wieder.
Leichter wird es trotzdem nicht. Die beiden zoffen sich. Ein sicherer Filmdeal wird wieder unsicher. Und Hardys Gesundheit ist nicht mehr die Beste.

“Stan & Ollie” sind unvergessen. Und das, obwohl sie ihre Karriere schon Mitte der 50er-Jahre beendeten. Aber auch weit mehr als 60 Jahre danach kennt man sie und ihre Sketche, ihre Filme werden immer noch gezeigt. Ihr Slapstick kommt immer noch an.
Deshalb ist es folgerichtig, dass ihnen nun ein Biopic gewidmet wird. “Stan & Ollie” erzählt von ihren letzten gemeinsamen Auftritten. Das sorgt für diverse rührende Momente.
Für viele überraschend wird sein, dass bei dem Duo eigentlich Stan die treibende Kraft war. Er schrieb die Sketche und Gags, Oliver war eher der Lebemann.
Steve Coogan und John C. Reilly treffen Stan und Ollie sehr gut. Die Gesichtsausdrücke, Mimik und Gesten – das passt. Nicht gelungen ist hingegen die deutsche Synchronisation. Die Stimmen passen leider überhaupt nicht, was man dann stark merkt, wenn man die beiden im Original singen hört. Hinzu kommt, dass ihre deutschen Stimmen damals in den Filmen auch völlig andere Klangfarben hatten. Die Gewöhnung an die Synchronisation fällt leider extrem schwer, und sie macht diesen Film leider ein wenig kaputt.

Stan & Ollie
USA 2018, Regie: Jon S. Baird
SquareOne, 98 Minuten, ab 0
7/10

Hits: 256

RTelenovela

Flieger flach und laut

Dienstag, den 14. Mai 2019
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Wenn man am Dreieck Charlottenburg in Berlin von der Innenstadt kommend auf die A111 fährt, rollt auf den Flughafen Tegel zu. Und der sieht hin und wieder auch Flugzeuge starten.

Am Montagabend allerdings sah das etwas merkwürdig aus. Als ich auf der Autobahn Richtung Tegel einbog, da sah ich eine Lichterformation, die sich langsam in die Luft hob. Allerdings sehr langsam und sehr flach. Normalerweise steigen die Flieger steil auf, das Ding aber kam irgendwie nicht hoch.
Und blieb irgendwann auf der Stelle stehen, so schien es. Bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, ob es sich in nicht Wirklichkeit um einen Kran handeln könnte oder doch nicht etwa ein, ähm, Ufo?

Wenig später, ich biege vom McDonald’s-Parkplatz auf den Kurt-Schmacher-Damm, als plötzlich ein lautes Motorengeräusch ertönt. Es ist laut, und ich habe kurz Angst, dass ich die Vorfahrt missachtet habe und gleich ein Auto bei mir reinbrettert.
Es stellte sich als Flugzeug raus – beim Anflug auf Tegel. Allerdings war es bereits kurz nach Mitternacht, und normalerweise landen da keine Flieger mehr. Es war ein lautes Flugzeug, aber auch ein recht kleines, und es flog auch nicht auf der Route, die die Flugzeuge sonst nehmen. Vielleicht ja ein Transportflieger. Aber dass die mit diesem Getöse nachts unterwegs sein dürfen, ist erstaunlich.

Hits: 145

RTZapper

Das Ende von Die Lochis

Dienstag, den 14. Mai 2019
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SA 11.05.2019 | 15.00 Uhr | Youtube

Alles hat 2011 angefangen. Ein Video vom Dezember zeigt Roman Lochmann auf dem Bett sitzend von Weihnachten erzählen und vom Videodreh für eine Parodie.
Der Junge hat Pickel, steht noch vor dem Stimmbruch, er ist zwölf Jahre alt. Es ist sehr lang her. Roman und sein Zwillingsbruder Heiko machten weiter, sie drehten viele weitere Videos. Songparodien, Vlogs, Gags. Schon 2012 bekamen sie eine erste große Auszeichnung. 2014 erreichte ihr Youtube-Kanal 1 Million Abonnenten.
Die Lochis wurden Kult. Mit eigenen Songs landeten sie bald in den Charts. Unter den Jugendlichen sind Die Lochis Megastars. Von Erwachsenen vermutlich weitgehend ignoriert.

Am Montag sind Heiko und Roman 20 geworden. Vermutlich eine Zäsur. Die Pubertät liegt bald hinter ihnen, sie werden erwachsen, und vermutlich steht die Frage im Raum, was sie denn mal machen wollen.
Die Antwort scheint lauten: Ihre Karriere als Lochis zu beenden. Auf Youtube ging am Sonnabendnachmittag ihr Film unter dem Namen “Das Ende von Die Lochis” online. Ein durchaus bemerkenswerter Film.
Darin werfen sie einen Blick zurück und erzählen, wie sie die vergangenen acht Jahre erlebt haben. Sie berichten von ihren Song, ihren Videos und vom Erwachsenwerden. Das ist durchaus rührend.

Was die Jungs in ihrem Leben schon geschafft haben, ist erstaunlich. Erstaunlich deshalb, weil eigentlich unklar ist, was ihren Videos eigentlich so außergewöhnlich gemacht hat, dass ihnen bis heute 2,7 Millionen Youtube-Nutzer folgen. Ihr Abschiedsvideo ist innerhalb von zweieinhalb Tagen 1,23 Millionen Mal angeklickt worden. Da war damals sicherlich viel Glück im Spiel, sie haben zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle irgendeinen Nerv getroffen. Das kann man belächeln oder blöd finden, geschafft haben es die Lochmanns aber trotzdem.
Ich bin gespannt, ob die Jungs was Neues beginnen oder ob sich einer oder beide zurückziehen.

-> Das Video auf Youtube.

Hits: 119