Tagesarchiv für 7. Mai 2019

RTZapper

Denn sie wissen nicht, was passiert – Die Jauch-Gottschalk-Schöneberger-Show

Dienstag, den 7. Mai 2019
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SA 04.05.2019 | 20.15 Uhr | RTL

Fernsehen ist ja in der Regel dann am besten, wenn es live ist. Wenn eine Show in dem Moment über die Bühne geht, wo sie auch ausgestrahlt wird. Wenn Dinge passieren, die man weder schneiden noch zurücknehmen kann.
Schon allein deshalb hat RTL am Sonnabend sehr viel richtig gemacht. Denn die zwei neuen Folgen von “Denn sie wissen nicht, was passiert – Die Jauch-Gottschalk-Schöneberger-Show” werden live gespielt.

Dass es RTL gelungen ist, Günther Jauch, Thomas Gottschalk und Barbara Schöneberger in eine Show zu bekommen, ist schon ein Gewinn. Denn die drei ergänzen sich hervorragend, können sehr gut miteinander. Jauch, der immer eher seriös tut. Gottschalk, der lockere und langsam altwerdende Showmann und die heitere Diva Schöneberger. Dazu kamen Oliver Pocher und die aktuelle Dschungelkönigin.

Die Spiele sind mitunter auf Kindergarten-Niveau. Da geht es um das Kerzenausschreien oder die Teams müssen mit einem Rad im Kreis fahren, um Musiken zu erraten.
Das ist blöd, aber es macht Spaß! Denn das Schöne ist, dass alle Beteiligten mit einer großen Spielfreude dabei sind. Und Pocher, der immer mal gegen seine Spielpartnerin Evelyn Burdecki austeilte. Das sorgt für kurzweilige, gute Unterhaltung.
Der Nachteil einer Live-Sendung ist natürlich auch, dass langatmige Spiele in der Tat langatmig sind. Das Schlussspiel dauerte mehr als eine halbe Stunde, und das war wirklich ein wenig lang. Aber dennoch: Nur live macht so was Spaß.

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RTelenovela

Norwegen (7): Etage 34, in 110 Metern Höhe

Dienstag, den 7. Mai 2019
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(6) -> 6.5.2019

Es ist ein Moment der Stille abseits des Straßenverkehrs in Oslo. Wir laufen in einen Häusertunnel und kurz stutze ich: Ich höre Musik. Es ist sanfte Jazzmusik, die offenbar aus irgendwelchen Lautsprechern kommen. Es wirkt, als ob der Musikteppich den Lärm von draußen abhalten soll.
Am Ende des Tunnels ist ein Hinterhof mit einem kleinen Café. Umgeben von hohen Mauern, aber in sehr schöner Atmosphäre sitzen dort ein paar Leute und entspannen.

Wir haben 26 Stunden in Oslo, und wir nutzen sie für einen Spaziergang durch die Innenstadt. Wir gehen in den Osloer Dom, erbaut zwischen 1694 und 1697, eine weitere Oase der Ruhe. An der Decke hoch oben sind interessante Malereien zu sehen. Ein paar Leute sitzen in den Bänken und gucken herum. Ein Mann läuft zu den Kerzen, die die Leute angezündet haben und sortiert die aus, die schon abgebrannt sind.

Wir laufen weiter, vorbei an einem laut streitenden Paar. Unterdessen haben wir schon mitbekommen, dass Ampeln in Oslo offenbar nur ein Vorschlag sind – zumindest für Fußgänger. Wenn kein Auto kommt, bleibt an der roten Ampel kaum jemand stehen.
Und dann sind wir am Opernhaus Oslo. Die Sonne blendet auf dem hellen Pflaster auf dem Platz davor. Es gibt viel Pflaster an diesem Ort, denn es führt auch zum Gebäude hoch. Die Oper versteckt sich quasi hinter einer Betonwüste. Schön ist anders, aber es gibt Leute, die da irgendwie gut finden.

Später, am frühen Abend, setzen wir uns in den Schlossgarten. Überall auf den Wiesen sitzen Leute in Gruppen und unterhalten sich. Wir machen das auch. Ganz entspannt. Wir haben auch Alkohol dabei, was aber eigentlich nicht so richtig erlaubt ist. Wir machen es trotzdem.
Zwischendurch tauchen immer wieder Menschen auf und klettern ins Beet hinter uns. Dort gibt es offenbar eine Pflanze, die schön aussieht, aber selten ist.
Im hinteren Teil des großen Schlossgartens befinden sich mehrere Skulpturen, die von Schulkinder kreiert worden sind. Ein Regenbogen, ein Fuchs am Wegesrand, eine Schlange – wirklich originell!

Ein tolles Ausflugsziel ist auch die Bar im Hotel Radission Blu. Die “34th Bar” befindet sich in der 34. Etage in 110 Metern Höhe. Von dort hat man einen tollen Blick auf die Stadt – gerade bei und nach Sonnenuntergang ist es ein lohnenswerter Blick. Dazu noch ein Cocktail oder ein anderes Getränk, Lounge-Musik und gute Freunde. Perfekt!

Am nächsten Tag bringt uns ein Taxi zurück zum Hafen. Überraschenderweise bekommen wir das Taxi wirklich, und der Fahrer mosert nicht darüber, dass ihm die Fahrt eventuell zu kurz sein könnte.

Auf der “Colour Fantasy” geht es von Oslo zurück nach Kiel. Wir gönnen uns diesmal ein Upgrade, zahlen 70 Euro drauf, haben dafür aber eine Kabine mit Meerblick. Durch ein überraschend großes Fenster können wir nach draußen schauen – und sehen, wie ruhig die See ist.
Als das Schiff ausläuft, stehen wir wieder an Deck und sehen uns die Landschaft an, die natürlich sehr viel schöner ist als die, wenn man in Kiel ausläuft.

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