Tagesarchiv für 6. Mai 2019

KeineWochenShow

#122 – Einfach mal liegenbleiben!

Montag, den 6. Mai 2019

In dieser Woche haben wir unser gewohntes Set verlassen und sitzen stattdessen in unserem “Ausweichstudio”. Warum das so ist, hat mit der Bad Segeberger Autopanne zu tun. Genauer erzählen wir das aber in der Sendung.
Außerdem gibt es einen kleinen Bericht von der Oslo-Tour und der Schiffsreise.

Wir sprechen aber auch über den japanischen Kaiser, über den 1. Mai in Berlin, über 50 Jahre ZDF-Hitparade und die Sause “Koofen und Schwoofen” in Oranienburg, bei der aber nicht wirklich geschwoft worden ist.

Folge #122 von KeineWochenShow gibt es auf Youtube.

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RTZapper

Grand Prix in Israel – Kein bisschen Frieden

Montag, den 6. Mai 2019
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SA 04.05.2019 | 19.20 Uhr | 3sat

Netta hat den Eurovision Song Contest 2019 nach Israel geholt. Es ist das dritte Mal, dass der “Grand Prix” in dem Land stattfindet, nach 1979 und 1999.
Das Mega-Event wird in Tel Aviv stattfinden, und eine Dokumentation auf 3sat hat am Sonnabendabend gezeigt, mit welchen Problemen die Show in diesem Jahr zu kämpfen hat. “Grand Prix in Israel – Kein bisschen Frieden” hieß der Film.

So sollte die Show eigentlich in Jerusalem stattfinden, die Regierung hätte das gern gesehen. Doch die Veranstalter zogen Tel Aviv vor, weil die Stadt mehr Möglichkeiten bietet. Sowohl in Sachen Veranstaltungsort als auch in der Infrastruktur.
Aber auch die palästinensisch organisierte und international vernetzte Boykottbewegung BDS (Boycott – Devestment – Sanction) protestiert. Sie will den ESC nicht, weil es Israel nur darum gehe, sich gut darzustellen.
Die israelische orthodox-religiöse Bevölkerung meint dagegen, dass die Show auf keinen Fall am Sonnabend stattfinden dürfe, weil an diesem Tag Schabbat ist. Da werde keine Musik gehört, es herrsche Stille, die Menschen würden sich nur bedächtig unterhalten. Auch herrsche ein Fahrverbot. Und man sei empört, dass der ESC sich darüber hinwegsetze und die Sitten des Landes missachte. Und die Show könne doch auch am Dienstag oder Mittwoch stattfinden. Wo doch immer von Toleranz gesprochen werde.

Das verwundert. Wie konnte eigentlich der ESC 1979 und 1999 stattfinden? Gab es da diese Regeln noch nicht?
Aus der Doku ging leider nicht so genau hervor, wie viele Menschen das eigentlich betrifft, wie groß der Anteil der Bevölkerung in Tel Aviv ist, der sich davon gestört fühle.

Schwieriges Thema. Denn natürlich sollte man religiöse Gefühle nicht verletzen. Allerdings ist Toleranz ja keine Einbahnstraße, und der Eurovision Song Contest ist kein lokales Event. Er folgt Regeln und Terminen, die schon lange festgelegt sind. Es hängen daran mehr als 40 Länder in der Eurovision.
Zumal ja angeblich der ESC in Israel jedes Jahr von vielen Menschen zelebriert werde, und die scheinen sich ja in den Vorjahren auch nicht um Regeln geschert zu haben. Im Gegenzug müsste das ja heißen, dass dieses Event ganz grundsätzlich im Land nicht verfolgt würde.

Es dauert nur noch acht Tage, bis die Halbfinals beginnen, die Proben laufen in Tel Aviv bereits. Hoffentlich wird der Eurovision Song Contest 2019 in Israel auch wieder ein fröhliches, kontinentales Fest, so wie wir es aus den Vorjahren kennen.

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RTelenovela

Norwegen (6): Auf dem Wasser nach Oslo

Montag, den 6. Mai 2019
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(5) -> 9.9.2008

Wir erwachen gegen 7 Uhr auf der Norwegenfähre. Es war eine ruhige Nacht, und wir haben sehr gut geschlafen. Wellenlos glitten wir Richtung Norden. Inzwischen haben wir den Beginn des Oslo-Fjords erreicht. In gut drei Stunden werden wir in Oslo sein.
Schnell ins Bad, anziehen – und raus auf’s Deck.

Norwegen empfängt uns mit Sonnenschein und tollen Aussichten. Wir sehen schöne Holzhäuser am Ufer und kleine Felseninseln vor der Küste.
Es ist etwa halb acht, und noch ist es an Deck relativ leer. Ein herrlicher Morgen.
Wir suchen uns zwischendurch aber schnell noch was zu essen. In einem der kleinen Cafés an der Promenade kaufen wir ein belegtes Weißbrot mit Ei und Tomate, ein Baguette, Saft und Kaffee – das sind gut 27 Euro. Sollte man nicht drüber nachdenken.

Als wir wieder draußen sind, haben wir den Oslo-Fjord endgültig erreicht. Die Sonne scheint weiter, das Deck füllt sich. Es sind schöne Ausblicke. Wir fahren an kleinen Inselchen vorbei. An großen Felsen und Gebäuden, die mitten im Wasser auf Minifelsen gebaut worden sind.
Die Fahrrinne wird immer schmaler, und unser Schiff hat sich eingereiht in eine kleine Schlange. Das ist dann auch der Moment, in dem man an die Umwelt denkt. An die Orte wie Venedig, die unter den Abgasen leiden. Gestern Abend, als wir gerade auf dem Großen Belt waren, beobachten wir gelbe Wolken im Hintergrund, und wir sind davon ausgegangen, dass unser Schiff sie verursacht hat.
Ich gebe zu, dass das schwierig ist, denn natürlich ist man sich der Umweltproblematik einer Schiffsreise bewusst.

Inzwischen waren wir noch mal in unseren Kabinen – packen. Aber nun laufen wir in Oslo ein. Pünktlich!Wir verlassen das Schiff, zeigen nochmal unsere Bordkarten, und schon betreten wir norwegisches Festland.
Ein Teil der Passagiere macht nun eine Stadtrundfahrt. Wir bleiben einen Tag in Oslo. Ein bisschen schwierig scheint die Busanbindung zu sein. Wir finden zwar eine Bushaltestelle, aber der nächste Bus fährt in vier Stunden. Ein Taxifahrer hatte auch nicht so richtig Lust auf uns – die Fahrt war ihm zu kurz. Dabei hätte sie auch mehr als 20 Euro (umgerechnet) gekostet.
Schließlich laufen wir, was aber auch machbar war.

Schnell fällt auf: In Oslo wird an jeder Ecke gebaut. An vielen Stellen gibt es riesige Baustellen, auf denen neue Häuser gebaut werden. An anderen Stellen sind Häuser eingerüstet. Oslo scheint zu boomen.
Wir laufen am Rande des Schlossgartens vorbei uns erreichen unser Hotel. Da es mit unserer Schiffstour kombiniert ist, dürfen wir schon um 11 Uhr einchecken und müssen am nächsten Tag erst 12 Uhr auschecken. Perfekt.
Es wird höchste Zeit, Oslo zu erkunden.

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