Tagesarchiv für 18. April 2019

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Magnum P.I.

Donnerstag, den 18. April 2019
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MI 17.04.2019 | 20.15 Uhr | VOX

Und wieder ein Serien-Remake und die Frage, für wen das eigentlich interessant sein könnte.
Am Mittwochabend liefen bei VOX die ersten beiden Folgen von “Magnum P.I.”. Dabei handelt es sich um das Remake der Krimiserie, die ab 1980 in acht Staffeln mit 162 Folgen zu sehen. Wir erinnern uns: Tom Selleck war Thomas Magnum, mit Schnauzbart und Hawaiihemd.

In der neuen Serie ist Thomas Magnum ein relativ glatter Schnösel ohne Bart und Hawaiihemd, aber immerhin mit schnellem Auto. Damit irgendein Bezug zur alten Serie hergestellt wird, heißt einer seiner Zankpartner Higgins. Den gab es 1980 auch, war dort aber – im Gegensatz zu jetzt – ein Mann.
Magnum muss einen Fall lösen, und irgendwie ist das alles nur mäßig interessant. Weil kaum besonders, kaum lustig und spannend auch nur selten. Das packt nicht.

Aber vor allem ist mal wieder die Frage: Wen will man eigentlich mit “Magnum P.I.” erreichen? Alte Fans finden in der Neuversion nichts, mit denen sie sich identifizieren können. Für heutige junge Zuschauer ist die Serie eher uninteressant, da haben Netflix und Co. wirklich Packenderes zu bieten.
Das ist die Krux von “Magnum P.I.”: Als Remake taugt die Serie nicht. Aber ohne den bekannten Titel (und die bekannte Musik im Vorspann) würde über diesen Serienstart vermutlich kaum jemand reden.

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RT liest

Siina Tiuraniemi: Frischluftvergiftung bei minus 20 Grad

Donnerstag, den 18. April 2019

Miska hat von seiner Mutter einen Auftrag bekommen: Er soll seine ältere Verwandte Birgitta im Pflegeheim besuchen – und ihr Blumen bringen.
Er hasst es von Anfang an. Widerwillig geht er aber doch zu ihr, um schnell festzustellen, dass Birgitta Blumen nicht besonders mag. Und irgendwie auch nicht sehr erfreut ist, Miska zu sehen. Andererseits: Er soll ihr doch bitte Schnaps bringen. Den hat er nicht, aber einen Joint, den er ihr dalässt.
Da macht ihm Birgitta ein Angebot. Wenn er öfter kommt, dann bekommt er ihr Erbe. Das will er zwar nicht, er willig dennoch ein. Das bringt Miskas Mitbewohner Ville auf die Palme…

Der Roman der finnischen Autorin Siina Tiuraniemi heißt eigentlich “Blumen für Birgitta”. Das war dem dtv-Verlag offenbar zu langweilig, und so gab er dem Roman den knalligen Titel “Frischluftvergiftung bei minus 20 Grad”. Das wirkt, der Titel macht neugierig, auch wenn es letztlich nicht so wirklich um eine Frischluftvergiftung geht.
“Zum Schreien lustig” ist der Roman auch nicht, wie der dtv in der Inhaltsangabe verspricht. Aber dennoch lesenswert. Witzige Momente gibt es in der Tat, aber die Geschichte geht durchaus tiefer. Denn Miska muss sich nicht nur seiner Aufgabe stellen und sich mit Krankheiten auseinandersetzen. Es geht auch um kleine Gaunereien, um Freundschaft und irgendwie auch um Liebe.
Siina Tiuraniemi gewährt einen kleinen Einblick in ein Pflegeheim und sorgt dafür, dass sich ein junger Mann, der so vor sich hinlebt, endlich mal echte Gedanken über die wichtigen Themen des Lebens macht. Nun gut, wenn auch erst später…
Das liest sich gut, man kommt recht schnell in die Geschichte rein. Zwischendurch hängt sie zwar ein wenig durch, es gibt eingeschobene Storys, die man auch überlesen kann, aber im letzten Drittel wird es durchaus emotional.

Siina Tiuraniemi: Frischluftvergiftung bei minus 20 Grad
dtv premium, 366 Seiten
7/10

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ORA aktuell

Gedenkstätte Sachsenhausen: Wachschutz wird ausgewechselt

Donnerstag, den 18. April 2019

Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten schreibt den Bewachungsvertrag neu aus. Das teilte Stiftungssprecher Horst Seferens der Märkischen Allgemeinen mit. Die Firma City Control aus Neuenhagen werde über den Juni 2019 hinaus nicht mehr beauftragt, unter anderen die Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg zu bewachen.

Dabei geht es um einen Subunternehmer aus Cottbus mit Verbindungen in die Rechtsextreme Szene. Wachschutzunternehmen werden aufgefordert, “jegliche Beziehungen” zu Rechtsextremen auszuschließen.

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